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3D-Druck: Siemens Energy und ZEISS gründen Unternehmen

Am 10. Januar 2022 von Regina P. veröffentlicht

Der 3D-Druck bietet im Vergleich zu traditionellen Fertigungsmethoden viele Vorteile. Mit Hilfe der Technologie können beispielsweise Formen verwirklicht werden, welche mit traditionellen Methoden nicht umsetzbar wären. Darüber hinaus bietet der 3D-Druck die Möglichkeit, Bauteile dort herzustellen, wo sie zum Einsatz kommen sollen. So stellen Unternehmen heute bereits interne Werkzeuge und Ersatzteile über Nacht im 3D-Druck her – am nächsten Morgen sind diese einsatzbereit. Das spart Zeit, Kosten und Transportwege. Aspekte, welche nicht nur einen ökonomischen, sondern auch einen ökologischen Mehrwert für die Produktion bieten. Gründe, weshalb sich immer mehr deutsche Unternehmen für den 3D-Druck in ihrem Herstellungsprozess entscheiden. Auch ZEISS und Siemens Energy nutzen seit Jahren die additive Fertigung und wollen diese zukünftig gemeinsam zur Herstellung von 3D-gedruckten Teilen nutzen. Wie aus einer Eintragung im deutschen Bundeskartellamt vom 23. Dezember 2021 hervorgeht, planen die deutschen Konzerne einen Zusammenschluss zur Fertigung von  Metall- und Kunststoffteilen.

ZEISS IQR und Siemens Energy bündeln ihre Kräfte

Wie von einem ZEISS Pressesprecher bestätigt wurde, soll die ZEISS Sparte IQR (Industrial Quality and Research) gemeinsam mit Siemens Energy Pläne zur Gründung eines Unternehmens verfolgen, um gemeinsam die additive Fertigung zur Produktion von Metall- und Kunststoffteilen zu nutzen. Viel haben die beiden Akteure über ihr Vorhaben zwar noch nicht bekanntgegeben, es sollen aber wohl Prototypen, Werkzeuge und Produktionsteile mit diversen 3D-Technologien umgesetzt werden. Auch wenn über die Kooperation noch nicht viel an die Öffentlichkeit getragen wurde, steht fest, dass sowohl ZEISS als auch Siemens Energy bereits auf jahrelange Erfahrung mit der additiven Fertigung zurückgreifen können. Zum Portfolio von ZEISS zählt unter anderem ZEISS 3D ManuFACT, eine gesamtheitliche Lösung für die additive Fertigung, welche mehrere Elemente aus dem Unternehmensportfolio vereint und zur Qualitätskontrolle 3D-gedruckter Teile in den Bereichen Automotive, Luftfahrt und Medizintechnik eingesetzt wird. Zur Fertigungsprüfung zählt beispielsweise die Analyse der Materialzusammensetzung oder die Oberflächenprüfung der Aussen- und Innenstruktur. Für diese Analysen können ZEISS Sigma und ZEISS Evo, zwei professionelle Rasterelektronenmikroskope, verwendet werden.

Siemens Energy ist Anwender und Anbieter von additiven Fertigungslösungen. Denn mit dem Tochterunternehmen Materials Solutions ist das Unternehmen seit 2016 auch als 3D-Druck Dienstleister am Markt vertreten. Siemens Energy selbst, setzt additiv gefertigte Komponenten in verschiedensten Anwendungsfeldern ein. Dazu zählen unter anderem 3D-gedruckte Komponenten für Gasturbinen, welche im hauseigenen Testcenter und bei Pilotprojekten eingesetzt werden. Neben diesen Prototypen werden in Zusammenarbeit mit Materials Solutions Turbinenteile, wie Brennerkomponenten, additiv in Serie gefertigt. Daher steht fest, dass beide Akteure ihre Expertise und Know-how in die Partnerschaft einfließen lassen werden. Wir sind auf jeden Fall neugierig, wie diese ihre Stärken in der Kooperation bündeln werden.

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*Titelbildnachweis: Siemens Energy

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