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Second Nature: Neues Leben für Meeresplastik dank 3D-Druck

Auf 1. Mai 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
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Second Nature ist ein neues Projekt von The New Raw, das darauf abzielt, das Bewusstsein für die Umweltprobleme der Kunststoffverschmutzung und die entsprechenden Herausforderungen des Wildtierschutzes durch im Meer versenkte Fischernetze zu schärfen. Wieder einmal kombiniert The New Raw 3D-Drucktechnologien mit Umweltinitiativen – das Forschungs- und Designstudio konzentrierte sich schon immer auf das Recycling von Kunststoffabfällen unter Verwendung von additiver Fertigung, wie es bei früheren Projekten wie Print Your City, Zero Waste Lab, zeigte. Diesmal konzentriert sich Second Nature darauf, Geisternetze in eine Reihe von digital gefertigten Muscheln und verschiedenen anderen Objekten zu verwandeln.

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Bildnachweis: Marily Konstantinopoulou, Javier Sirvent | The New Raw

Panos Sakkas und Foteini Setaki, die beiden Gründer von The New Raw, kommentierten: „Kunststoff trägt wesentlich zur Verschmutzung der Meere bei. Wenn wir jedoch in städtischen Regionen leben, neigen wir dazu, unsere Abhängigkeit vom Meer zu vergessen, die für unsere Nahrungsmittel- und Sauerstoffversorgung entscheidend ist. Mit Second Nature wollen wir Kunststoff ein zweites Leben geben.“ Tatsächlich gab das Projekt in Griechenland sein Debüt mit den lokalen Fischern und Tauchern der Gegend – sie tauchen, um die ausgemusterten synthetischen Fischernetze auf dem Meeresgrund zu sammeln. Diese Netze, auch Geisternetze genannt, sind sehr tödlich, da sich Fische und andere Lebewesen darin verfangen können, solange sie auf dem Meeresboden bleiben.

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Bildnachweis: Marily Konstantinopoulou, Javier Sirvent | The New Raw

Der Einsatz von 3D-Druckern

Im kleinen griechischen Dorf Galaxidi richtete The New Raw ihr mobiles 3D-Druck- und Recyclinglabor ein, um marinen Kunststoff in einen Rohstoff für eine neue Kreislaufwirtschaft zu verwandeln. Dazu haben die Konstrukteure die Geisternetze in verschiedenen Materialtypen eingeteilt: Netze, Seile, Schwimmer und Gewichte. Anschließend wurden die verschiedenen Materialien geschreddert und zu bunten und strukturierten Filamenten für den 3D-Druck verarbeitet.

Das Projekt untersuchte fünf essbare Arten von Muscheln aus dem Mittelmeer, die aufgrund ihrer intensiven Fischerei derzeit unter Naturschutz stehen: Mitra Zonata, Pecten Jacobeaus (auch Mittelmeer-Pilgermuschel genannt), Pinna Nobilis (die Edle Steckmuschel), Conomurex persicus (Persische Muschel) und Tonna Galea (Große Tonnenschnecke). Diese Muscheln inspirierten das Design der strukturierten Oberfläche der 3D-gedruckten Objekte. Second Nature ist ein laufendes Forschungsprojekt, und in diesem Sommer wird eine neue Kollektion von Objekten erscheinen, die die Design- und Herstellungsmöglichkeiten dank recyceltem Kunststoff zeigen wird.

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Bildnachweis: Marily Konstantinopoulou, Javier Sirvent | The New Raw

Weitere Informationen über The New Raw finden Sie auf deren Website, HIER.

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