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SANDHELDEN setzt zur Herstellung nachhaltiger Sandmöbel auf Binder Jetting von ExOne

Am 8. Dezember 2021 von Regina P. veröffentlicht

Binder-Jetting mit Sand wird für die Fertigung von Endteilen immer beliebter. Und dafür gibt es einige gute Gründe: Binder-Jetting zählt zu den schnellsten additiven Fertigungsverfahren, wobei der Sanddruck im Vergleich zu Metall Binder-Jetting auf Grund von weniger Nachbearbeitungsschritten sogar noch effizienter ist. Zudem ist Sand als Druckmaterial umweltfreundlicher und kostengünstiger als andere herkömmliche Alternativen. Aus diesem Grund hat sich auch SANDHELDEN, ein weltweit führendes Unternehmen in der Herstellung von 3D-gedruckten Designelementen, für die Herstellung seiner Produkte an den Marktführer ExOne, gewandt.

SANDHELDEN ist bekannt für seine nachhaltigen Badezimmermöbel, dazu zählen beispielsweise Waschbecken und Badewannen, die im Sand-3D-Druckverfahren hergestellt werden. Seit 2016 arbeitet das Unternehmen mit den Sand-Binder-Jetting-Experten im 1.800 m² großen ExOne Adoption Center in Gersthofen, im Herzen von Deutschland, zusammen. Obwohl der Sand-3D-Druck von ExOne vielleicht am besten für Metallgussformen und -kerne oder andere Werkzeugzwecke bekannt ist, hat die Partnerschaft dazu geführt, dass die Stärken der Technologie weiterentwickelt werden konnten.

Sandhelden ExOne

SANDHELDEN zeigt seine Möbel auf dem Messestand von ExOne’s bei der Formnext (Bild: SANDHELDEN)

 

SANDHELDEN nutzt den S-Max 3D-Drucker von ExOne

Aber wie gelingt die Fertigung von haltbaren, wasserdichten Waschbecken und Badewannen aus Sand? Wie bei jedem 3D-Druckverfahren steht am Anfang ein CAD-Modell, eine 3D-Druck-Datei, welche als Grundlage für die zu druckenden Teile dient. Diese Datei wird anschließend an einen der 3D-Drucker im ExOne Adoptionszentrum übermittelt.

Der S-Max 3D-Drucker von ExOne bietet einige wesentliche Vorteile für das Angebot von SANDHELDEN. So eignet sich das Gerät nicht nur für die effiziente und flexible Serienproduktion, sondern verfügt auch über eine hohe Produktivität sowie eine anpassbare Plattform. Diese Merkmale sind für die Herstellung der Sandprodukte von SANDHELDEN essentiell. Darüber hinaus ist der S-Max 3D-Drucker mit einer Doppel-Jobbox und einer Jobmatic für die automatisierte Nachbearbeitung ausgestattet. Der Binderjet-3D-Druckprozess startet auf der Bauplattform der Jobbox, wo ein Recoater eine dünne, gleichmäßige Sandschicht aufträgt, bevor der Druckkopf den Binder präzise auf die Punkte aufträgt, die für das gedruckte Teil zusammengefügt werden müssen. Beim Binder Jetting umgibt das Bindemittel, in diesem Fall Furan, jede einzelne Sandschicht. Die Platte wird abgesenkt, so dass die Schritte wiederholt werden können, bis die Form Schicht für Schicht entsteht. Nach der Fertigstellung fährt der Auftragskasten automatisch aus dem Drucker.

Der große Auftragskasten des S-Max-Systems ermöglicht die gleichzeitige Herstellung mehrerer Teile – entweder aus der gleichen Serie oder aus verschiedenen Designs. So können beispielsweise bis zu 48 Formen des Produkts Basin „S-01 SIMBIOSIS Collection“ in einem einzigen Druckvorgang auf einem S-Max gedruckt werden. Nach dem 3D-Druck werden die Bauteile mit Harzen infiltriert und weiter beschichtet, um schließlich die einzigartigen Formen zu erhalten, die nicht nur wasserdicht sondern auch robust genug sind, um dem täglichen Gebrauch im Badezimmer standzuhalten.

Der S-Max 3D-Drucker von ExOne wird zur Umsetzung der Produkte von SANDHELDEN eingesetzt (Bild: ExOne)

Binder-Jetting mit Sand stellt aus mehreren Gründen die perfekte Produktionsmethode für diese Teile dar. SANDHELDEN ist in der Lage, die Flexibilität der Technologie im Hinblick auf das Material, die Baugröße und der Geometrie zu nutzen. Das Unternehmen betont dabei, dass die ExOne-Technologie dabei helfe, geometrisch komplexe Formen zu kreieren, die mit konventionellen Produktionsverfahren nicht umsetzbar wären. Darüber hinaus ermöglich Binder Jetting eine nachhaltigere Produktion und Betrieb, ein wichtiger Vorteil für das umweltbewusste Unternehmen. Dies resultiert nicht nur auf der Reduktion des Abfalls, weil nur das tatsächlich benötigte Material verbraucht wird, sondern auch daran, dass das Unternehmen Quarzsand als Basis für das Binder-Jetting-Verfahren nutzen kann. Dieses natürliche Material wird ausschließlich von regionalen Anbietern aus Deutschland bezogen und kann in einem weiteren Produktionsprozess wiederverwendet werden.

„Wir kennen bereits die traditionellen Applikationen, die mit unseren Sand-3D-Druckern gefertigt werden, weshalb wir begeistert von den neuen Möglichkeiten sind, die Unternehmen mit unserer Technologie entdecken“, kommentiert Eric Bader, Geschäftsführer von ExOne. „Wir arbeiten von Anfang an mit SANDHELDEN zusammen, um das Binder Jetting für innovative Verbraucherprodukte zu nutzen, und sind stolz zu sehen, wie ihr Geschäft auf Basis des einzigartigen Produktangebots, hoher Qualität und Nachhaltigkeit floriert.“ Weitere Informationen über die Sand-Binder-Jetting Lösungen von ExOne finden Sie HIER.

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