rrreefs versenkt ein 3D-gedrucktes Korallenriff auf den Malediven

Das Resort Anantara Dhigu hat in seiner Lagune auf den Malediven 13 Tonstrukturen aus dem 3D-Drucker versenkt. Das Ziel? Einem Ökosystem, das seit Jahren durch die Korallenbleiche bedroht ist, neues Leben einzuhauchen. Das Projekt trägt den Namen Theyra Maa, („13 Blumen“ auf der lokalen Sprache Dhivehi) und wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up rrreefs durchgeführt, das sich auf die Wiederherstellung von Korallenriffen durch großformatige additive Fertigung spezialisiert hat.
3D-gedruckter Ton unter Wasser ist kein Novum. Weltweit wurden zahlreiche Projekte durchgeführt, die additive Fertigung für die Wiederherstellung von Korallenriffen einsetzen. Auch für das Schweizer Start-up ist ein Vorhaben dieser Größenordnung keine Premiere: Seit seiner Gründung im Jahr 2020 zählt rrreefs bereits mehr als 15.000 neu angesiedelte Korallen auf den von ihm geschaffenen Riffstrukturen.

Versenken von „Theyra Maa“ auf den Malediven (Fotokredit: rrreefs via LinkedIn).
„Die Inspiration hinter rrreefs kommt aus einer tiefen Leidenschaft für den Ozean und der Entschlossenheit, dem rasanten Rückgang der Korallenriffe entgegenzuwirken – eines der ersten Ökosysteme, das die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren bekommt“, erklärt Josephine Graf, Mitgründerin des Unternehmens. Für sie zeigt Theyra Maa auch, dass die Zusammenarbeit zwischen völlig unterschiedlichen Branchen zu konkreten Ergebnissen für den Schutz der Ozeane führen kann.
Mikrohohlräume für den Korallenwuchs
Mauro Bischoff, Produktionsleiter bei rrreefs, erklärt, dass der schichtweise Druckprozess zwischen jeder Materialschicht Mikrohohlräume hinterlässt. In diesen winzigen Zwischenräumen können sich Korallenlarven vor Fressfeinden schützen, während sie sich am Substrat festsetzen.
Auch die Porosität der Struktur wird während des Drucks gezielt angepasst, um die Bildung von Biofilmen zu begünstigen. Diese Mikroorganismenschichten stellen den ersten Schritt für die Ansiedlung von Korallen dar.
Die 13 versenkten Strukturen haben die Form einer Blüte. Diese Geometrie zielt darauf ab, kleine Wasserwirbel um jedes Modul zu erzeugen. Sie sollen den Korallenlarven helfen, sich anzusiedeln, anstatt von der Strömung mitgerissen zu werden. Die Taucher von rrreefs setzten die Strukturen Modul für Modul direkt in der Lagune des Süd-Malé-Atolls zusammen und verankerten sie am Meeresboden, damit sie der Brandung langfristig standhalten.

Eine der dreizehn Blütenstrukturen von „Theyra Maa“ (Fotokredit: Minor Hotels).
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*Bild: rrreefs









