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Roboterarm ermöglicht Studentin einzigartige 3D-gedruckte Fashion Designs

Am 3. Februar 2023 von De Z. veröffentlicht
Verwendung von Roboterarm für 3D-gedruckte Kleider

Es ist bekannt, dass sich Fast Fashion extrem negativ auf unsere Umwelt sowie Gesundheit auswirkt. Laut der cir-romeo initiative bestehen mehr als 70% unserer Bekleidung aus Synthetikfasern, die beim Waschvorgang Mikroplastik in Gewässer absondern. Neben der Tatsache, dass dies bedenkliche Folgen hat, ist es schwierig, die Stoffe zu recyceln. Es müssen entsprechend neue Lösungsanwendungen gefunden werden, um die Modeindustrie zu revolutionieren. Womöglich könnte die additive Fertigung hierbei eine wichtige Rolle spielen. In der Vergangenheit hatten wir bereits über einige 3D-gedruckte Modeartikel berichtet, denn die additive Fertigung in der Branche etabliert sich immer mehr. So sind auf der Pariser Fashion Week 3D-gedruckte Schuhe, wie z.B. die von Reebok und Botter oder auch Kostüme, ein Beispiel hierfür sind Kleider der Designerin Iris van Harpen, nichts Neues. Nun hat eine Studentin mithilfe eines Roboterarms 3D-gedruckte Kleider hergestellt.

Lilach Porges, eine MFA Fashion Design Studentin an der NYC Fashion Institute of Technology, stellte sich der Herausforderung, sich dem Thema Nachhaltigkeit in der Modebranche zu widmen, aber gleichzeitig auch menschliche Handarbeit zu reduzieren. Ihre innovativen Bekleidungsentwürfe werden mit einem Roboterarm in 3D gedruckt. Der Umwelt zuliebe nutzt die Studentin das GR605R-CF-Granulat von der Firma Braskem. Das Polyethylen-Polypropylen-Gemisch besteht nahezu zu 100% aus recycelten Flaschenverschlüssen. Um Stabilität des Materials zu gewährleisten, ist ebenfalls vollständig recycelte Kohlefaden enthalten. Zudem wird der Nachhaltigkeitsaspekt dadurch geboten, dass das verwendete Material zum Drucken recycelbar ist. Hierfür muss es lediglich eingeschmolzen werden und kann anschließend in ein neues Kleidungsstück verwandelt werden. Schließlich wird das Granulat in einen am Roboterarm befestigten Trichter gefüllt, geschmolzen und extrudiert.

Verwendung von Roboterarm für 3D-gedruckte Kleider

Ein Roboterarm wird genutzt, um ein Design von Lilach Porges in 3D zu drucken (Bilder: Instagramm von Lilach Porges)

Diese Methode ermöglicht nahezu jedes Design, womit der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt sind. Die Studentin erläuterte: „Der Roboterarm ist in der Lage, ganze Teile in einem größeren Maßstab zu drucken als ein herkömmlicher 3D-Drucker und kann auch vertikal geschwungene Oberflächen – wie den menschlichen Körper – bedrucken. Bei einigen Teilen der von mir entworfenen Kleidungsstücke geht es um die Fähigkeit, körperspezifische, passgenaue Looks herzustellen, bei anderen um die Fähigkeit, große Teile rund um den Körper in einem Stück zu fertigen“.

Zudem schätzt Lilach Porges die Zukunft der Branche folgendermaßen ein: „Ich glaube, dass der Einfluss von Automatisierungsprozessen auf die Modeindustrie zunehmen wird und dass diese Prozesse beginnen werden, einen Teil der derzeit eingesetzten Handarbeit zu ersetzen. Diese Technologien werden es auch ermöglichen, umweltfreundlichere Materialien zu verwenden und gleichzeitig die Kosten für Kleidungsstücke erschwinglich zu halten“. Zudem arbeitet die Studentin auf ein nachhaltiges Mode-Startup hin. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie HIER.

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*Titelbildnachweis: Instagramm von Lilach Porges

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