menu

RAMLAB und die additive Fertigung einer Schiffsschraube

Auf 9. Mai 2017 von Raphael S. veröffentlicht
RAMLAB

Unsere TOP 5 Videos der Woche haben Ihnen bereits einen kleinen Einblick in die vielversprechende Initiative in der Schifffahrtsindustrie ermöglicht: Autodesk und das Rotterdam Additive Manufacturing Fieldlab haben (RAMLAB) haben eine 3D gedruckte Schiffsschraube vorgestellt, die erste in dieser Branche.

Der Hafen von Rotterdam ist der größte in Europa und gilt als Kontenpunkt für zahlreiche Speditionen und Frachtunternehmen auf der ganzen Welt. Er dient als Anbindung zu den großen internationalen Häfen, jährlich werden dort ca. 460 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Daraus geht hervor, dass der Betrieb flüssig und überschaubar abläuft. Jedoch gibt es auch bei den Frachtschiffen das Problem des Verschleißes und Ersatzteile sind notwendig. Von der Bestellung bis zur Lieferung und dem Einbau können schon gut mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen, diese gezwungene Wartezeit kostet den Unternehmen Millionen. Viele Speditionen weichen auf eine Lagerung aus, doch diese ist je nach Umfang ebenfalls nicht ungünstig.

RAMLAB

Als Lösung für dieses Problem hat der Hafen von Rotterdam das RAMLAB eröffnet, eine Fabrik direkt vor Ort und ausgestattet mit zwei sechsachsigen Roboterarmen, welche für die additive Fertigung von großen metallischen Ersatzteilen zuständig sind. Das Team um RAMLAB arbeitet mit einem Netzwerk aus Hard- und Software Partnern, akademischen Institutionen und Endnutzern zusammen, um den Hafen zum smartesten in der ganzen Welt zu machen.

Zu diesen Partnern zählt ebenso Autodesk, ein Gigant im 3D Druck bzw. Design, welcher eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des RAMLAB gespielt hat. Die Technologie basiert auf einem hybriden Verfahren aus additiver und substraktiver Fertigung. Zunächst werden die großen Bauteile 3D gedruckt und anschließend durch CNC Fräsen und Schleifen nachbearbeitet. Mit der Hilfe von Autodesk konnte die Herstellung dieser Teile auf wenige Tage verkürzen und bei gleichbleibender Qualität und Präzision die Kosten auf ein Minimum reduzieren.

RAMLAB

Der Vizepräsident von Autodesk CAM und Hybrid Manufacturing, Steve Hobbs, sagt: „Der Hafen der RAMLAB Initiative ist ein hervorragendes Beispiel wie die additive Fertigung ganze Industrien beeinflusst. Die Errichtung einer Fabrik für die additive Herstellung von Ersatzteilen auf Anfrage [On Demand] wird eine große Auswirkung auf die Reduzierung von Kosten und Zeit haben, die momentan in der Schifffahrtsindustrie anfallen.“

RAMLAB

Der 3D gedruckte Schiffspropeller dient als Prototyp und wurde zunächst aus einem Metallfilament additiv gefertigt, dann mit einer CNC Fräse nachbearbeitet und geschliffen. Im Sommer 2017 schon soll eine finale, größere Version davon produziert werden, die man dann auf einem Schiff verbaut.

Folgen Sie 3Dnatives auf  Twitter und Facebook, um stets auf dem Laufenden bleiben und nichts aus der additiven Fertigung zu verpassen!

Teilen Sie Ihre Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

de_DEen_USes_ESfr_FR
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Erhalten Sie jeden Mittwoch eine Zusammenfassung der neusten News rund um den 3D-Druck

3Dnatives is also available in english

switch to

No thank you