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RADIAN setzt auf 3D-Druck zur Herstellung von individuellem Schmuck

Auf 14. Februar 2020 von Sandra S. veröffentlicht

RADIAN ist eine deutsche Schmuckmarke, die sich der additiven Fertigung zugewendet hat, um originelle und personalisierte Ringe, Armbänder und Halsketten zu schaffen. Die additive Fertigung bietet mehr Flexibilität bei der Gestaltung, der Herstellung von Prototypen und dem endgültigen Produktionsprozess und ermöglicht manchmal sogar die Herstellung von Schmuckstücken, die sonst unmöglich herzustellen wären. Radian verwendet heute mehrere additive Herstellungsverfahren, um den unterschiedlichen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Wir hatten die Chance, Sandro, den Mitbegründer von RADIAN zu treffen, um mehr über die Vorteile der Verwendung von 3D-Technologien in der Schmuckindustrie zu erfahren.

3DN: Können Sie sich vorstellen und uns sagen, was Ihre Verbindung zum 3D-Druck ist?

Unsere Marke RADIAN mit Sitz in Berlin ist eine angesagte, 3D-gedruckte Schmuckmarke, die verschiedene Aspekte des Designs miteinander verbindet. Beeinflusst durch die Architektur und mit einem grafischen Ansatz arbeiten wir mit geometrischen und abstrakten Formen. Alle unsere Sammlungen sind auf einem starken Konzept aufgebaut. Jede Idee wird in ein sinnvolles Erscheinungsbild übersetzt. Die Verwendung des 3D-Drucks als Produktionsverfahren eröffnet eine neue Welt der Formen und der Ästhetik. Dies ermöglicht es uns, durch die Marke RADIAN innovative Materialien zu verwenden und einzigartige und künstlerische Stücke zu schaffen, die mit traditionellen Techniken nicht hergestellt werden könnten.

Sandro, Mitbegründer RADIANs

3DN: Wie ist die Idee RADIAN zu gründen entstanden?

Im Jahr 2012 hatten wir ein Universitätsprojekt und entwarfen ein Ringdesign. Da unsere Universität über einen neuen 3D-Drucker verfügte, wollten wir einen Prototyp des Rings erstellen. Und ich habe mich in den 3D-Druckprozess verliebt. Tatsächlich ist das erste Ringdesign, der Solitaire, heute eines der meistverkauften Designs von RADIAN und wurde in einer Reihe von Museumsshops und Ausstellungen gezeigt. Wir wollen nun unser Schmuckangebot in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern erweitern und RADIAN zu einer noch vielseitigeren Marke machen.

3DN: Welche Drucktechnologien und welche Materialien verwenden Sie?

Wir drucken unsere Schmuckkreationen mit einer Vielzahl von Materialien. Dies eröffnet große Möglichkeiten, und wir haben von unseren Kunden gelernt, dass diese Vielfalt sehr geschätzt wird. Wir bieten Schmuckstücke aus Nylon, die auf SLS-Maschinen gedruckt werden, aus Stahl über Pulverklebemaschinen und aus Messing, Silber und Gold – hier drucken wir die Form des Schmucks aus Wachs. Sie sollten wissen, dass der Spirit von RADIAN nicht nur darin besteht, ein Schmuckstück herzustellen, sondern auch mit neuen Materialien zu experimentieren und die Grenzen zu erweitern.

3DN: Warum verwenden Sie die additive Fertigung ?

Beim Entwurf unseres Solitaire-Rings haben wir uns für 3D-Technologien interessiert, weil dieser anders nicht herzustellen war. Ich fand es sehr faszinierend, ein Schmuckstück digital zu entwerfen und es am selben Tag in den Händen zu halten! Heute können wir unsere Ideen schnell und ohne lange zu warten als Prototypen umsetzen. Es wird sehr aufregend sein, zu sehen, wie sich die ganze Welt des 3D-Drucks entwickelt, und wir sind mehr als glücklich, ein Teil davon zu sein und diese Inspiration zu teilen.

Das Solitaire-Modell hätte nicht anders als durch additive Fertigung entworfen werden können (Bildnachweis: RADIAN)

3DN: Können Sie uns mehr über den Fertigungsprozess bei RADIAN erklären ?

Ein Beispiel ist unser Kristallring, der fast ein Jahr Arbeit erfordert hat, bevor wir völlig zufrieden waren.  Wir beginnen mit einer ziemlich einfachen Handskizze, die wir dann digitalisieren, wodurch wir mit der Prototypen-Phase beginnen können. Wir verwenden dazu parametrische Designsoftware. Sobald wir unsere Kreationen getestet und überprüft haben, bieten wir sie unseren Kunden an: Wir sind sicher, dass wir Schmuckstücke auf dem neuesten Stand der Technik und mit der dauerhaftesten Technologie herstellen lassen, die einen hohen Qualitätsstandard bieten.

3DN: Wie stellen Sie sich die Zukunft der additiven Fertigung von Schmuck vor?

Additive Fertigungsprozesse werden sicherlich eine immer wichtigere Rolle spielen. Es gibt bereits viele Projekte, die es dem Kunden ermöglichen, seinen Schmuck individuell zu gestalten; und der 3D-Druck ist dafür perfekt geeignet. Doch der Trend hin zur Personalisierung von Produkten steht kurz vor dem Beginn und wir erwarten viel in diesem Bereich. Die Menschen gewöhnen sich langsam an diese neuen Produktionstechniken und verlieren ihre Skepsis bei diesem Thema.

3D-gedruckte Ringe aus Nylon (Bildquelle: RADIAN)

3DN: Gibt es noch etwas, was Sie unsere Leser wissen lassen wollen?

Schmuck kann viel mehr als nur ein Accessoire sein. Er ist eine wunderbare Art, sich auszudrücken. Wir glauben, dass starke Persönlichkeiten Schmuckstücke mit Aussagekraft brauchen. Seien Sie also mutig und trauen Sie sich! Sie können alle unsere 3D-Schmuckstücke auf unserer Website finden.

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