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Siegerehrung der Purmundus Challenge 2020 auf der Formnext Connect

Auf 12. November 2020 von Michelle J. veröffentlicht

Wie jedes Jahr fand auch in diesem besonderem Jahr die Purmundus Challenge im Rahmen der Formnext statt. Im Zuge des Ideenwettbewerbs zeichnet die Jury Innovationen aus, die den Nutzen für den Gebrauch, für die Wirtschaftlichkeit und für die Ästhetik ebenso wie die Gestaltung selbst miteinander verbinden. James Helliwell, hyperTunnel Limited, Jurymitglied der purmundus challenge, sagt dazu: „Anwendungen der additiven Fertigung, die einem Ideal folgen, insbesondere den Umweltvorteilen, fallen besonders positiv auf.“ Die Purmundus Challenge 2020 lief unter dem Motto “Geometrie und Material in Harmonie”

Die additive Fertigung wird mittlerweile von Anwendern aller Art und weit über die bisher bekannten Felder der Anwendungen genutzt. Das wurde gerade in 2020 noch einmal deutlich, wie Dennis Lang, Kommunikation & PR der Purmundus Challenge, erklärt: „In einem herausfordernden Jahr wie 2020, hat sich die Relevanz des 3D- und 4D-Drucks nochmals besonders hervorgehoben. Die AM-Community zieht an einem Strang und schafft es, neben dem sozialen Mehrwert auch im Design neue Wege zu beschreiten.“ 

Anlässlich der Purmudus Challenge 2020 stellten 35 Finalisten Ihre Ideen digital auf der Formnext Connect vor. Aus diesen 35 Finalisten wurden gestern die drei Gewinner gekrönt. Außerdem erhielten vier weitere Unternehmen Auszeichnungen in den Kategorien “Special Mention”, “Innovation Prize”, “Simulation Driven Design” und “Newcomer Prize”. Eine weitere Auszeichnung,der “Public Choice Award”, steht noch aus und kann bis zum 22. November gewählt werden.

Das Projekt von ANAMOS, dem „Innovation Prize“-Gewinner | alle Bildnachweise: Purmundus Challenge

Die Gewinner der Purmundus Challenge 2020

1. Platz: Moorhuhn Fahrradrahmen

Der erste Platz geht an den Moorhuhn Fahrradrahmen von HUHN cycles, entwickelt von Ralf Holleis. Dieser besteht aus Titanrohren und kann aufgrund seiner additiven Fertigung an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. Die Titanrohre werden mit 3D-gedruckten Muffen verbunden, um den Rahmen zu erhalten. Der Rahmen kann repariert und recycelt werden, was sich neben dem Produktionsprozess auch positiv auf die Umweltfreundlichkeit auswirkt. So entsteht ein Fahrrad, das die gleichen Vorteile eines Carbonfahrrads hat, allerdings umweltfreundlicher ist. Die Jury ist begeistert: “Wir als Jury waren von diesem Projekt sehr beeindruckt. Wir hielten es für ein großartiges Beispiel für einen innovativen Einsatz der additiven Fertigung aus den richtigen Gründen und für ein ebenfalls interessantes Beispiel dafür, wie AM mit traditionelleren Methoden kombiniert werden kann, um ein Produkt zu schaffen, das sowohl leistungsstark als auch letztendlich sehr wünschenswert ist.”

Gewinner der Purmundus Challenge 2020

2. Platz: exomotion® hand one

Bei exomotion® hand one handelt es sich um eine bionische Handorthese, hergestellt von der HKK Bionics GmbH. Sie dient als eine Art Handschuh, die der Patient auf seine vollständig gelähmte Hand zieht, um verschiedene Greiffunktionen wieder durchführen zu können. Die Jury begründet ihre Vergabe für den zweiten Platz der Purmundus Challenge 2020 wie folgt: “Die Jury war beeindruckt davon, wie der Vorteil der additiven Fertigung genutzt wurde, um eine wirtschaftlich tragfähige, vollständig angepasste Orthese zu erhalten, die es ermöglicht, die Technologie erfolgreich bei jedem einzelnen Benutzer anzuwenden.” Da jede Orthese an den Patienten angepasst werden muss, verbindet die Herstellung die Vorteile von 3D-Scanning, automatisierter Konstruktion und dem SLS-Druckverfahren. Eine intelligente Software mit Sensor ist zuständig für die Erfassung der Bewegungsabsicht und Weiterleitung an den Betätigungsmechanismus des Handschuhs.

3. Platz: ZERO – 3D printed sneaker

Dieser 3D-gedruckte Schuh der Zellerfeld Shoe Company Inc. ist maßgeschneidert Dank additiver Fertigungstechnologien. Zunächst wird der Fuß gescannt, damit der Schuh individuell an seinen Träger angepasst ist. Im nächsten Schritt wird der Schuh dann aus TPU gedruckt. Die Besonderheit hierbei ist, dass der gesamte Schuh, also Sohle, Mittelsohle und Obermaterial, in einem Stück gedruckt wird. Durch den 3D-Druck kann eine lokale Produktion gewährleistet werden, was vor allem in Zeiten wie diesen vorteilhaft ist. Zudem wird das Risiko der Überproduktion verringert im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsmethoden. Der Designprozess und die Umsetzbarkeit waren die entscheidenden Gründe für den dritten Platz.

Weitere Auszeichnungen der Purmundus Challenge 2020

Wie bereits oben erwähnt wurden vier weitere Unternehmen in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet. Die “Special Mention” Auszeichnung ging an den taktilen Farbkompass der Taktilesdesign GmbH. Dieser stellt den ersten allgemeingültigen Standard der taktilen 3D Oberflächen der Farben für Blinde dar. Den “Innovation Prize” gewann das ANAMOS Herzmodell der ANAMOS UG, welches durch seine realistische Funktionalität und Haptik neue Möglichkeiten in der Simulation chirurgischer Eingriffe ermöglicht. Bolt it der ETH Zürich wurde mit dem “Simulation Driven Design” ausgezeichnet. Die Bolt-it-Konzepte ermöglichen eine automatisierte physische und digitale Nachbearbeitungskette von 3D-gedruckten Metallteilen. Als letztes haben wir den “Newcomer Prize”, welcher an Adaptive Split der School of Design Innovation, Victoria University of Wellington, ging. Diese Forschung konzentrierte sich auf biobasierte, reaktionsfähige Materialien, um neue Modifikationen zu initiieren sowie den 3D-Druck in den 4D-Druck zu transferieren.

Informationen zu allen Finalisten der Purmundus Challenge 2020 finden Sie hier.

Der taktile Farbkompass des „Special Mention“-Gewinners, Taktilesdesign GmBH

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