menu

PrusaSlicer: kostenlose Open-Source-Slicer für FDM- und SLA-3D-Drucker

Am 3. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

PrusaSlicer ist eine Slicer-Software, die vom gleichnamigen 3D-Druckerhersteller Prusa entwickelt wurde. Die Software basiert auf dem Open-Source-Slicer Slic3r, den der Hersteller mit einigen Verbesserungen versehen hat, um den Anforderungen der Nutzer seiner FDM- und SLA-3D-Drucker gerecht zu werden. Die Software befindet sich in der Version 2.4.1 und erleichtert die Vorbereitung der 3D-Datei für den Druck. Sie ist in 14 Sprachen und in drei verschiedenen Versionen – Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittene – erhältlich, ist kostenlos und Open-Source und wird ständig weiterentwickelt, um die Nutzer bei ihren  Herausforderungen zu unterstützen. Doch was sind die Merkmale des PrusaSlicers und seine Hauptfunktionen?

Der Einsatz des Slicers bei der additiven Fertigung ist ein entscheidender Schritt im Prozess der Erstellung eines Teils. Er ermöglicht unter anderem ein sorgfältiges Schneiden des Schichtmodells und generiert bei Bedarf Druckmedien. Derzeit gibt es eine Vielzahl von Slicer-Software auf dem Markt, die jeweils für eine bestimmte Maschine gedacht sind, sei es beispielsweise für FDM– oder Harzmaschinen. Die Prusa Slicer-Lösung wurde für beide Verfahren entwickelt – sie ist übrigens einer der ersten Slicer, der für den MSLA-Druck geeignet ist.

PrusaSlicer bietet eine ergonomische und einfache Benutzeroberfläche (Bild: Prusa)

Die wichtigsten Merkmale von PrusaSlicer

Die erste Version des Prusa-Slicers wurde im November 2016 veröffentlicht – damals hieß die Software übrigens noch Slic3r Prusa Edition. Erst 2019 änderte die Software ihren Namen, um Verwechslungen mit der damals von Alessandro Ranellucci entwickelten Lösung zu vermeiden. Die Version 2.4.1 von PrusaSlicer ist zu 100 % kostenlos und Open-Source, wobei ein Team von sieben internen Entwicklern an ständigen Weiterentwicklungen arbeitet. Die Software beinhaltet insbesondere eine sehr übersichtliche Benutzeroberfläche, in der alle Funktionen auf einer Seitenleiste zusammengefasst sind, um die Arbeit des Bedieners zu erleichtern.

Hier finden sich vor allem Funktionen zum Hinzufügen von Materialien, zur Auswahl der Schichthöhe für jeden Teil des Werkstücks, Druckprofile für Filamente und Harze – 150, um genau zu sein -, aber auch einige weitergehende Funktionen für Fortgeschrittene und Expertenprofile. Zum Beispiel bietet der PrusaSlicer „Ironing“ oder auf Deutsch „Glätten“ an. Diese Funktion wurde für alle flachen Oberflächen entwickelt, auf die man eine Schicht hinzufügt, um das Werkstück zu glätten und eventuelle kleine Löcher, die zwischen den Schichten existieren könnten, zu korrigieren. Der Slicer ist auch in der Lage, Auskragungen zu berechnen und Bereiche zu bestimmen, in denen Stützen benötigt werden.

Bild: Prusa

PrusaSlicer integriert auch zahlreiche Malwerkzeuge, sei es für Stützen oder Fugen. Wir bevorzugen das Werkzeug „Intelligentes Füllen“, um einem größeren Bereich Farbe zu geben, und das „Pinselwerkzeug“, um dies manuell zu tun. Schließlich enthält die Software eine Galerie mit Formen, vom Würfel über eine Kugel bis hin zu einem Hasen oder einer Pyramide. Der Benutzer kann diese Galerie jederzeit mit seinen eigenen Modellen erweitern.

Bereiten Sie Ihre 3D-Datei vor

Was die kompatiblen Formate betrifft, wird der Slicer STL-, OBJ-, 3MF- und AMF-Dateien lesen können. Sobald Sie Ihr Modell importiert haben, führt Sie PrusaSlicer durch die Ausrichtung des Teils auf der Platte. Wählen Sie dann Ihren 3D-Drucker, das verwendete Material und ein Druckprofil aus. Es folgt der Schritt des Hinzufügens von eventuellen Stützen und des Füllens. Je nach Modell empfiehlt Prusa eine Füllung von 15 % – nicht zu viel, damit sich die Druckzeit nicht verlängert und nicht zu viel Material verbraucht wird, aber genug, um den oberen Schichten Halt zu geben. Anschließend können Sie sich Ihren G-Code vor dem Drucken ansehen, um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist.

Der Nutzer richtet sein Modell mit dem Slicer optimal aus (Bild: Prusa)

Der von Prusa angebotene Slicer unterscheidet sich grundsätzlich nicht sehr von anderen Lösungen auf dem Markt, wird aber das am besten geeignete Werkzeug sein, wenn Sie Prusa-Maschinen haben. Die Lösung ist auf jeden Fall mit Windows, Mac und Linux kompatibel und bietet eine Version für ARM-Geräte und Chromebooks. Sie können sie ab heute HIER herunterladen.

Was denken Sie über den PrusaSlicer? Teilen Sie uns Ihre Eindrücke und Erfahrungen mit und kontaktieren Sie uns. Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf XING und LinkedIN zu finden.

*Titelbildnachweis: Prusa

Teilen Sie Ihre Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

de_DEen_USes_ESfr_FRit_IT
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Erhalten Sie jeden Mittwoch eine Zusammenfassung der neusten News rund um den 3D-Druck

3Dnatives is also available in english

switch to

No thanks