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Jeder Bissen anders als der Vorherige: wie funktioniert personalisiertes Essen aus dem 3D-Drucker?

Am 17. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Unser Konsumverhalten hat sich innerhalb der letzten Jahrzehnte um nahezu 180 Grad verändert – ob im Textilbereich, Automotive oder auch was unser tägliches Essen betrifft. Verschiedene Trends wie Veganismus, Nachhaltigkeit oder auch Healthy Food – um nur einige zu nennen – haben sich immer weiter durchgerungen. Damit sich unser Grundbedürfnis auch in unserer individuellen Lebensweise in Zukunft widerspiegeln kann, werden dank Einsatz der additiven Fertigung neue Möglichkeiten in diesem Beriech aufgezeigt – und möglicherweise dient dies auch als Grundlage für globale Lebensmittelverschwendungen und -sicherheiten. Damit hat sich nun die Eindhoven University of Technology beschäftigt.

Stellen Sie sich vor, Sie würden von einem Keks abbeissen – der zweite Bissen würde allerdings komplett anders schmecken, als der Erste. Sie fragen sich, wie das möglich wäre? Durch die Nutzung des 3D-Drucks können nämlich nun vollkommen neue Geschmackserlebnisse kreiert werden. Unser Bedürfnis nach Essen ist wohl eines der Grundbedürfnisse mit der größten Subjektivität. Unsere Vorlieben und gesundheitliche Aspekte spielen hierbei eine große Rolle. Wie wir bereits von anderen 3D-Projekten rund um den Gebrauch von Lebensmitteln und Essen wissen, erfolgt auch die Herstellung in diesem Fall durch schichtweises Auftragen des essbaren Materials. Allerdings sorgt dies laut Angaben des niederländischen Forscherteams der Eindhoven University of Technology nicht nur für die Kreation von einzigartigen und leckeren Gerichten, sondern es besteht auch die Möglichkeit, die mechanischen Eigenschaften unseres Essens von Grund auf zu verändern. Somit wir die Struktur auf verschiedenen Längenskalen beeinflusst.

Nicky Jonkers beschäftigt sich im Zuge seines Promotionsprojekts mit der personalisierten Herstellung von Essen (Bild: Bart van Overbeeke)

Verwendung der SLS-Technologie für das individuelle Essen aus dem 3D-Drucker

In dem von Nicky Jonkers durchgeführten Promotionsprojekt nutzt er für die Herstellung der individuellen und innovativen Lebensmittel die SLS-Technologie. Hierbei liegt sein primäres Ziel auf der Anpassung der Textureigenschaft, um somit das geschmackliche Erlebnis des Verbrauchers vollkommen neu zu bestimmen. Um dieses Ziel zu erreichen und die gewünschten Textureigenschaften zu erreichen, werden die Prozessbedingungen innerhalb des SLS-Prozess wie auch die Charakterisierung der Mikrostruktur und der mechanischen Eigenschaften des Lebensmittels verändert. Jonkers war dadurch in der Lage Prozess-Eigenschafts-Beziehungen herzustellen, welches in weiterer Folge zur Erfüllung des Solls beitragen soll.

„Wir nähern uns dem Konzept des Essens aus der Sicht des Maschinenbaus, weil wir glauben, dass dies die Methoden zur Gestaltung von Lebensmitteln erheblich verbessern wird“, gibt Promotionsforscher Nicky Jonkers als Statement für seine Ambition des Projekts an. Die bisher nennenswertesten Ergebnisse im Zuge des Promotionsprojekt sind keksähnliche Proben, die mittels additiver Fertigung hergestellt und mechanisch getestet worden sind. Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren wollen, dann klicken Sie HIER.

Einer von Jonkers verwendeten 3D-Drucker auf SLS-Basis (Bild: TNO)

Würden Sie das 3D-gedruckte, individuelle und wohlmöglich geschmacklich komplett neues Essen probieren? Teilen Sie uns Ihre Eindrücke und Erfahrungen mit und kontaktieren Sie uns. Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf XING und LinkedIN zu finden.

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