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Pandorum Technologies und 3D-Druck von Hornhautgewebe

Auf 20. Mai 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht
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Pandorum Technologies ist ein junges Start-up-Unternehmen mit Sitz in Bangalore, Südindien, das behauptet, Hornhautgewebe mit seiner Bio-Drucktechnologie hergestellt zu haben. Aus einem mit Hydrogel mit menschlichen Zellen könnten die Forscher ein Gewebe herstellen, das alle Hornhautläsionen heilen kann; dieses Projekt steckt vorerst noch in den Kinderschuhen und wird noch einige Jahre dauern, bis es Patienten zur Verfügung steht, aber es ist ein vielversprechender Forschungsansatz für den medizinischen Bereich.

Der 3D-Biodruck ist  sehr interessant für die Medizin, da es sich um eine neue Art der Heilung von Patienten handelt, bei der notwendige Behandlungen präziser und qualitativer gestaltet werden könnten. Diese Technologie ist ein großer Fortschritt, insbesondere für die Chirurgie, da der Biodruck letztendlich zur Herstellung von Organen führen könnte, was Transplantationen erleichtert. Im Moment testen Forscher auf der ganzen Welt diese Technik und erstellen sehr realistische anatomische Modelle oder menschliches Gewebe. Mehrere Wissenschaftler haben Hornhautzellen untersucht: In England, an der University of Newcastle, ist es einem Team angeblich gelungen, eine Hornhaut aus Stammzellen zu drucken! Eine Entwicklung, die sehr wichtig ist, wenn man bedenkt, dass nach Angaben der WHO weltweit mehr als 12 Millionen Menschen auf eine Hornhauttransplantation warten, und auch 20 % der Erblindungsfälle bei Kindern durch die Hornhaut verursacht werden.

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Bildnachweis: Pandorum Technologies

Pandorum hat sich daher entschlossen, eine Methode zu entwickeln, um Hornhautverletzungen leichter behandeln zu können; zur Erinnerung: Die Hornhaut ist ein sehr dünnes Stück transparenten Gewebes, das sich auf der Vorderseite des Auges befindet. Es ist einer weichen Kontaktlinse sehr ähnlich und bleibt sehr anfällig für Krankheiten und Verletzungen. Das Startup hat ein Hydrogel auf Basis von Stammzellen und ein biomimetisches Gel entwickelt, um eine flüssige Hornhaut zu bilden, die direkt auf die Verletzungen und Läsionen der Hornhaut des Patienten aufgetragen werden kann. Wissenschaftler sagen, dass diese Bio-Ink auch verwendet werden kann, um transparente Kontaktlinsen mit lebenden Hornhautzellen herzustellen. Diese Linsen können für therapeutische Zwecke verwendet werden und helfen, bestimmte Sehbehinderungen zu behandeln.

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Pandorum soll auch Lebergewebe gebildet haben. Bildnachweis: Pandorum Technologies.

Pandorum Technologies Mitgründer Tuhin Bhowmick erklärt: „Obwohl der chirurgische Ersatz von opakem Gewebe durch klares Hornhaut-Allotransplantat im Allgemeinen effektiv zur Verbesserung der Sehkraft beiträgt, besteht ein akuter Mangel an gespendeten menschlichen Hornhäuten, die für die Transplantation zur Verfügung stehen. Allein in Indien leiden mehr als eine Million Menschen an beidseitigem Sehverlust durch Hornhautstörungen und mindestens ein paar Mal mehr an einseitiger Hornhautblindheit. Bei Pandorum arbeiten wir daran, diese Lücke durch einen biotechnologischen Ansatz zu schließen: Wir entwickeln eine Plattform, die uns letztendlich von der Abhängigkeit eines menschlichen Hornhautspenders befreien soll.

Das indische Startup sei außerdem in der Lage, Lebergewebe zu bedrucken, das derzeit für medizinische Forschungszwecke verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website von Pandorum Technologies HIER.

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