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Orchid kombiniert additive Fertigung mit Spritzguss

Auf 25. Mai 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Orchid

Das Startup Collider aus Tennessee hat einen 3D-Drucker entwickelt, der die additive Fertigung und das Spritzgussverfahren kombiniert und in einer Maschine vereint. Der Orchid druckt zunächst die äußere Schale des Bauteils und füllt dieses dann mit einer Mischung aus Metallpulver und flüssigem Bindemittel.

Der 3D-Druck und die Spritzgussfertigung rivalisieren schon immer, ersteres ermöglicht die Produktion von komplexerem Strukturen und zweiteres schafft glattere Oberflächen und stärkere Bauteile. Daher ist es schwierig, welches Verfahren zu bevorzugen ist. Die amerikanische Firma Collider möchte darauf eine Antwort liefern. Gleichzeitig möchten sie schnellstmöglich aufwendige Geometrien mit vielseitigen und soliden Materialeigenschaften herstellen.

Orchid

Momentan organisiert die Firma noch ein BETA Testing Programm für ausgewählte Firmen, die dann Materialien wie Silber, Edelstahl, Silikon und Kupfer „drucken“ kann. Eigentlich ist es nur ein halber 3D-Drucker, da nur die äußere Schale gedruckt wird. Jedoch wird wie bei einem traditionellen Gerät ein 3D-Modell benötigt, um diese Schale zu drucken. Diese ist löslich und dient lediglich als Form.

Direkt danach dem Druck der Form wird aus einer Kartusche das Material eingespritzt und härtet aus, die äußere Schale wird in Wasser aufgelöst und das Bauteil bleibt. Um nun das Bindemittel zu entfernen und das Objekt zu verfestigen wird noch gesintert. Das Resultat ist ein komplexes Teil mit den Eigenschaften vom Gießverfahren, welches in viel weniger Zeit gefertigt wurde. Collider forscht ebenfalls an weiteren Materialien, es gibt zum jetzigen Zeitpunkt zwei Gummi- und zwei Polyurethanmischungen, die mit dem Orchid kompatibel sind.

Orchid

Das Team vom Collider

Die Technischen Spezifikationen wurden ebenfalls schon bekanntgegeben. Er ist 1,79m hoch, 78,5 cm breit und 86,8cm tief. Das maximale Bauvolumen beträgt 355 x 304 x 203 mm und die vertikale Druckgeschwindigkeit beträgt 36cm/h.

Derzeit sieht der Business Plan von Collider vor, die innovativen 3D-Maschinen an 3D-Druck-Dienstleister wie Shapeways zu liefern sowie an regionale Hersteller und Labore. Die BETA-Drucker werden voraussichtlich Ende 2017 ausgeliefert werden.

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