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STRABAG lässt erstes 3D-gedrucktes Gebäude in Österreich entstehen

Auf 5. November 2021 von Regina P. veröffentlicht

Nachdem in anderen europäischen Ländern bereits die ersten Bauten aus dem 3D-Drucker eingeweiht wurden, darf man sich jetzt auch in Österreich über das erste Gebäude aus dem 3D-Drucker freuen. Der europäische Bautechnologiekonzern STRABAG hat einen 125qm großen Bürozubau bei PERI, dem deutschen Anbieter von Schalungs- und Gerüstsystemen in Auftrag gegeben. Damit steckt hinter dem Vorhaben das gleiche Unternehmen, das auch den Bau des ersten 3D-gedruckten Wohnhauses in Deutschland umgesetzt hat. Die Büroräumlichkeiten entstehen im niederösterreichischen Hausleiten. Es ist bereits das fünfte Druckprojekt, welches PERI in diesem Jahr abschließt. 

Die additive Fertigung etabliert sich zunehmend im Bauwesen. Und das ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, welche Vorteile dank der Technologie für den Sektor entstehen. Bereits vor einigen Monaten haben wir über die Einweihung des 3D-gedruckten Wohnhauses in Beckum in Deutschland berichtet, welches ebenfalls von PERI realisiert wurde. „Der 3D-Betondruck bringt einen wichtigen Innovationsimpuls für die Baubranche und ist eine spannende Ergänzung zu anderen Bauweisen. Wir wollen mit diesem Praxistest gemeinsam mit unseren Partnern PERI und Lafarge den 3DBetondruck weiterentwickeln. In Hausleiten konnten wir bereits bei der gemeinsamen Planung wichtige Erkenntnisse für den künftigen Einsatz erzielen“, sagt der für Digitalisierung und Innovation verantwortliche STRABAG-Vorstand Klemens Haselsteiner. 

Wir stellen fest, dass das deutsche Unternehmen auch beim STRABAG Vorhaben in Österreich auf einen Roboterarm von COBOD setzt. Mit dem Portaldrucker BOD2 des dänischen Herstellers entstehen die Wände Schicht für Schicht, indem sich der Druckkopf über drei Achsen auf einem fest installierten Metallrahmen bewegt. Dabei kann sich der Arm innerhalb des Rahmens frei positionieren und muss nur einmal kalibriert werden. Beim verwendeten Material handelt es sich um „Tector Print“ (Trockenmörtel) des französischen Herstellers Lafarge.

Schicht für Schicht entsteht der 125qm Bürozubau mit dem Roboterarm von COBOD. (Bild: STRABAG/PERI)

Diese Vorteile bietet die additive Fertigung beim Bau

Im Vergleich zu traditionellen Baumethoden bietet der 3D-Druck gleich mehrere Vorteile. So kann beim Bau Material gespart und Abfall reduziert werden, da beim Druck nur das tatsächlich notwendige Material aufgetragen wird. Außerdem können die Roboterarme rund um die Uhr arbeiten, was den Bauprozess effizienter gestaltet: 45 Stunden Druckzeit sollen beispielsweise für das Vorhaben von STRABAG in Hausleiten benötigt werden. Dank der Option mit mehrere Druckbahnen beim Bau der Strukturen zu arbeiten, können auch Hohlräume in den Wänden integriert werden, welche anschließend für die Wärmedämmung mit zusätzlichem Material befüllt werden. Auf diese Art und Weise, werden auch die zu verlegenden Leitungen für Strom und Wasser berücksichtigt. Zu guter letzt eröffnet die additive Fertigung den Architekten und Bauherren auch in puncto Designfreiheit neue Möglichkeiten. Rundungen wären mit herkömmlichen Fertigungsverfahren nur sehr schwer umsetzbar – stellen jedoch kein Problem für den 3D-Drucker dar. Ein Pluspunkt, der auch von Künstlern aus verschiedensten Disziplinen sehr geschätzt wird und unter anderem beim Design von Möbeln ausgenutzt wird. Weitere Informationen zur Umsetzung des 3D-gedruckten Bürogebäudes in Hausleiten, finden Sie HIER

Auch beim STRABAG Bürogebäude sind die Vorteile der Designfreiheit ersichtlich. (Bild: STRABAG/PERI)

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