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OECHSLER über zukünftige Pläne mit Technologien von HP und AMT

Am 3. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Wer über den kunststoffbasierten 3D-Druck nachdenkt, der bringt schnell das deutsche Unternehmen OECHSLER AG damit in Verbindung. Das in Bayern ansässige Unternehmen ist weltweit tätig und bekannt, wenn es um Kunststofftechnik geht. Nun gibt OECHSLER bekannt, dass sie ihr Leistungsportfolio im Bereich der additiven Fertigung ausbauen und dafür einen mittleren einstelligen Millionenbetrag investieren. Konkret soll es damit um den Ausbau der Kapazitäten der Serienproduktion im pulverbasierten 3D-Druckverfahren gehen. Man geht davon aus, dass das fränkische Unternehmen damit die zukünftigen Weichen stellen möchte, um die additive Fertigung neben dem Bereich Spritzguss auf lange Frist gesehen zum zweiten wichtigen Geschäftsbereich auszubauen.

Mit dem Wachstum der Infrastruktur am bayerischen Standort Ansbach-Brodswinden, neben dem es in Deutschland zwei zusätzliche Standorte gibt, erklärt das Unternehmen, dass man mit dieser Initiative unterschiedliche Ziele im konkreten verfolgt. Auf der einen Seite möchte man für die Vergrößerung und Verbesserung der Serienproduktion mittels MJF-Technologie von HP sorgen, wie auf der anderen Seite auch das Voranbringen der automatisierten End-to-End-Nachbearbeitung von AMT.

OECHSLER setzt bereits auf die Technologie von HP (Bild: OECHSLER)

Serienproduktion und Nachbearbeitung stehen bei OECHSLER ganz oben

Insgesamt sollen 800 zusätzliche Quadratmeter an Produktionsfläche und den dazugehörigen Kapazitäten der additiven Fertigung den Standort Ansbach-Brodswinden unterstützen. Geplant ist, dass auf dieser Fläche zukünftig besonders Multi Jet Fusion 3D-Drucker von HP eingesetzt werden. Mit diesen möchte man die Serienproduktion von Produktion vorantreiben. Auf weiteren 150 Quadratmetern wird eine moderne Qualitätssicherung und ein klimatisierter Messraum geschaffen. Matthias Weißkopf, Senior Vice President Global Product & Technology Development, gibt Auskunft über die damit verbundene Strategie, die das Unternehmen verfolgt: „Wir sind mit der Additiven Fertigung in neue Produktkategorien und Märkte eingestiegen und haben unser Angebotsportfolio damit weiter diversifizieren können. Der Ausbau der Serienfertigung mit Druckern von HP reflektiert unsere Strategie, OECHSLER als einen herstellerunabhängigen Entwicklungs- und Produktionspartner im Bereich der Additiven Fertigung zu etablieren. Mit unserer optimierten Infrastruktur können wir unsere Kunden mit noch passgenaueren Lösungen in der Entwicklung und der Produktion unterstützen.“

Wie für die additive Fertigung üblich ist auch das mehrstufige Post-Processing bei OECHSLER ein wichtiges Erfolgskriterium: erst dadurch wird es dem Großteil von 3D-gedruckten Teilen überhaupt erst möglich, ihre mechanischen und optischen Eigenschaften zu erhalten. Bei OECHSLER wird stets am Nachbearbeitungsprozess innoviert; durchgeführt wird das gemeinsam mit Additive Manufacturing Technologies (AMT), dem führenden Unternehmen, wenn es um vollautomatisierte AM-Post-Prozesse geht. Mit einem Zeitraum von 1,5 Jahre umfasst das gemeinsame Projekt einen Investitionsbetrag einer einstelligen Millionensumme; abgeschlossen wird es voraussichtlich im Jahr 2023, wenn die Auslieferung eines Moduls zur vollständigen End-to-End-Nachbearbeitung von 3D-Druck Komponenten beendet ist. Bei diesem Modell handelt es sich um eine Kapazität, 3D-gedruckte Teile aus insgesamt zehn Druckern gleichzeitig nachzuarbeiten.

Bereits heute produziert das deutsche Unternehmen mehr als eine rund eine Million Teile mittels 3D-Druck und kann deshalb zu den größten Produzenten der kunststoffbasierten additiven Serienfertigung gezählt werden. CEO von OECHSLER, Dr. Claudius M. Kozlik, blickt optimistisch in die Zukunft seines Unternehmens: „Die kunststoffbasierte Additive Serienfertigung hat sich bei OECHSLER als weitere innovative Produktionstechnologie etabliert. Wir realisieren bereits heute mit unseren global über 150 installierten 3D-Druckern veritable Großserienprojekte in den Schlüsselindustrien Automobil, Sportartikel, Medizintechnik sowie produzierendes Gewerbe. Dank der Erweiterung unseres Standortes in Ansbach-Brodswinden und der automatisierten Nachbearbeitung von AMT können wir unseren Kunden künftig ein noch breiteres Technologieportfolio anbieten.“ Mehr Einzelheiten dazu finden Sie HIER.

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*Titelbildnachweis: OECHSLER

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