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NexD1, der erste Desktop-3D-Drucker mit Material Jetting Technologie

Auf 14. Dezember 2016 von Alexander H. veröffentlicht

Das in Berlin ansässige Start-Up Next Dynamics entwickelt den weltweit ersten 3D-Drucker mit Material Jetting Technologie für den Konsumentenbereich. In einer Kickstarter-Kampagne wird zur Zeit Geld gesammelt, um die Produktion starten zu können. Das Finanzierungsziel beträgt 200.000€. Nach einem Tag wurden bereits 160.000€ eingesammelt.

Material Jetting Technologie

Was macht den NexD1 so besonders? Die einfache Antwort ist die im Drucker enthaltene 3D-Druck-Technologie namens „Material Jetting“. Bei dieser Technologie werden lichtempfindliche Mini-Droplets aus verschiedenen harzartigen Materialien selektiv aus einer Düse „gejettet“ und anschließend mit UV-Licht erhärtet. Diese Technologie war bislang den großen und teuren Industriedruckern vorenthalten und sind unter den Namen PolyJet (Stratasys) oder MultiJet (3D-Systems) bekannt. Um handelsrechtliche Probleme zu vermeiden, bezeichnen Next Dynamics ihre Technologie „DigiJet“.

Animationsvideo zum DigiJet-Verfahren:

Die Preise der Industriedrucker reichen dabei je nach Baugröße von 20.000$ bis zu 1 Mio. $. Der NexD1 ist wird für einen Bruchteil dieses Preises angeboten: Early-Bird-Käufer werden mit einem Preis von 2.800€ belohnt. Der spätere Zielpreis im Handel wird sich um die 5.000€ belaufen.

NexD1 druckt auch leitungsfähiges Material

Ludwig Färber, CEO von Next Dynamics ist ein leidenschaftlicher Ingenieur. Seine Idee war es eine Maschine herzustellen, die leitungsfähiges Material drucken kann, um Leiterplatten herzustellen. Im Zuge der Entwicklung des NexD1 hat stellte sich heraus, dass er problemlos auf andere Materialien erweiterbar ist. Der NexD1 wurde somit der erste „High-End Multimaterial 3D Jet Printer, der Platinen, flexibles Material und Full-Color drucken kann.“

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Laut Next Dynamics bietet der NexD1 Platz für bis zu 6 verschieden Materialien. Dies ermöglicht die Kombination von verschiedenen Farben und Festigkeitsstufen. Zusätzlich kann er wasserlösliches Supportmaterial drucken, welches ohne Rückstände entfernt werden kann. Die Fähigkeit verschiedene Materialien zu mixen ermöglicht es jeden Farbton zu verschiedenen Festigkeitsstufen zu drucken. Die Druckerkartusche wird voraussichtlich zwischen $15 und $100 kosten. Erfreulicherweise ist der 3D-Drucker auch mit Material anderer Hersteller wie dem Dentalharz von Formlabs kompatibel.

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Mit einem Bauvolumen von 200x200x200 mm verfügt der NexD1 über eine desktopfreundliche Größe. Hinsichtlich der Präzision plant das junge Unternehmen aus Berlin mit einer minimalen Schichtdicke von 10 µm, wobei momentan noch nicht klar ist, mit welcher Schichtdicke der Prototyp zur Zeit drucken kann. Äußerlich macht der NexD1 aber einiges her. Das schlichte und moderne Glasdesign ist ansprechend und der große Touchscreen wirkt intuitiv und schick. Das Lieferdatum ist auf November 2017 festgelegt, kann bei Kickstarterkampagnen jedoch bekanntlicherweise stark variieren.

Hier geht’s zur Kampagne.

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