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MOONRISE: Architektur auf dem Mond mit Hilfe von 3D-Druck

Am 15. April 2024 von Jana S. veröffentlicht
MOONRISE

Von der Herstellung leichter und dennoch robuster Bauteile für Raumfahrzeuge bis hin zur Erzeugung komplexer Strukturen im Weltraum selbst hat der 3D-Druck das Potential, die Art und Weise, wie wir in den Weltraum reisen, zu verändern. Diese Innovationen eröffnen neue Wege für die Erforschung des Weltraums und die Errichtung von Infrastruktur in entfernten Umgebungen. Wir haben bereits des Öfteren gemeinsam über neue Innovationen im Bereich des 3D-Drucks in der Raumfahrtindustrie gestaunt, wie etwa über das 3D-gedruckte Simulationshaus der NASA auf dem Mars oder den von der NASA und dem ORNL 3D-gedruckten Prototypen für ein Mondrover Rad. Im neusten Anwendungsfall hat das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) nun einen Vertrag mit dem Mondlogistikunternehmen Astrobotic für den Flug zum Mond, vermutlich Ende 2026, geschlossen.

Dieses Vorhaben besteht im Rahmen des MOONRISE-Projekts, welches sich durch die Partner LZH, die TU Berlin sowie Astrobotic, das den Transport von Nutzlasten zum Mond – für kommerzielle sowie wissenschaftliche Zwecke – anbietet,  zusammensetzt. Genauer planen die Projektpartner im Rahmen des MOONRISE-Projekts den Einsatz von 3D-Drucktechnologie auf dem Mond, um mithilfe eines Lasers architektonische Strukturen aus Mondstaub zu erzeugen. Die Forscher des LZH und der TU Berlin untersuchen die Machbarkeit, mithilfe von Mondmaterialien Infrastruktur auf dem Mond zu errichten. Durch die lokale Herstellung von Landeplätzen, Straßen und Gebäuden aus Mondstaub könnten erhebliche Transportkosten eingespart werden, da der Transport von Material von der Erde zum Mond extrem teuer ist, mit bis zu einer Million Dollar pro Kilogramm. Das Experiment zielt darauf ab, den Nachweis zu erbringen, dass das Schmelzen von Material mittels Laser auf dem Mond möglich ist. Finanzielle Unterstützung erhält das MOONRISE-Projekt in Höhe von 4,75 Millionen Euro durch die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

MOONRISE

BILD: LZH

Die weiteren Schritte im MOONRISE-Projekt

Der Plan besteht darin, dass der Lander von Astrobotic den MOONRISE-Laser zum Mond transportieren wird, sodass der Lase den Mondstaub schmelzen und auf diese Weise auf dem Mond Strukturen kreieren kann. Wissenschaftler können dann mit Hilfe einer Kamera den Vorgang beobachten. Darüber hinaus wird eine Künstliche Intelligenz (KI) eine geeignete Stelle für das Laserschmelzen identifizieren sowie verantwortlich für die Qualitätskontrolle der gedruckten Strukturen sein. In der Zwischenzeit werden die LZH und die TU Berlin weiter forschen und das Laserschmelz-Verfahren verbessern sowie Experimente mit synthetischem Regolith durchführen bis 2026 die Mondmission starten kann. Der Vizepräsident für Geschäftsentwicklung bei Astrobotic, Dan Hendrickson, äußerte sich mit folgenden Worten zu der Partnerschaft mit den Forschern im Rahmen des Projekts:

Das MOONRISE-Team testet eine Schlüsseltechnologie für künftige Aktivitäten auf dem Mond, und wir sind dankbar, dass wir im Wettbewerb für den Transport ihrer Nutzlast ausgewählt wurden. MOONRISE ist ein großartiges Beispiel für die Art von neuen Ideen, neuen wissenschaftlichen Demonstrationen und neuen Ländern, die unsere Lander-Transportdienste nutzen können, um ihre eigenen geplanten Beiträge zur aufstrebenden lunaren Wirtschaft voranzutreiben.“

Mehr Informationen zu dem Projekt erhalten Sie HIER in der Pressemeldung der LZH.

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*Titelbildnachweis: Astrobot

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