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Michelin’s Concept Vision: Ein 3D gedruckter Autoreifen

Auf 20. Juni 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Concept Vision

Der französische Reifenhersteller Michelin hat ein neues Konzept für einen Reifen unter dem Namen „Concept Vision“ vorgestellt, was die Art des Fahrens revolutionieren könnte. Der Reifen hat eine biomimetische Struktur und ein Profil, das wieder- bzw. nachgedruckt werden kann und sich somit für verschiedene Klimaverhältnisse eignet.

Die Michelin Group war bereits in die additive Fertigung involviert. Vor ein paar Jahren haben sie das Joint Venture Fives Michelin Additive Solutions gegründet, welches später zum Spezialisten der additiven Fertigung mit Metall mit dem Namen AddUp wurde. Jetzt interessiert sich die Firma für die Herstellung von 3D gedruckten Reifen. Der Concept Vision ist aber derzeit noch in der Prototypen-Phase.

Concept Vision

Dieses neue Konzept bringt viele neue Features und Vorteile mit sich. Er ist luftlos, muss also nicht aufgepumpt werden und ist auch nicht anfällig für Schäden im Sinne von Platten. Das Material ist biologisch abbaubar und das Profil ist aufgedruckt, es kann deshalb je nach Wetter oder Straßentyp geändert werden. Die Felge selbst besteht aus recycelten Materialien wie alten Elektronikkomponenten oder Dosen. Außerdem ist der Reifen digitalisiert und kommuniziert mit dem Auto und der dazugehörigen App. Man kann den Status also bequem hinter dem Steuer oder von zuhause aus überwachen und gegebenenfalls Änderungen im Profil vornehmen.

Concept Vision

Die 3D gedruckte Wabenstruktur – Bild via Futura-Sciences

Der Concept Vision verlässt sich aber nicht nur im Aussehen auf die Natur, mit der 3D gedruckten Honigwabenstruktur, die zum Zentrum des Reifens hin dichter wird, ist eine optimale Festigkeit der Felge gewährleistet. Bis zum jetzigen Stand ist es aber noch ein Projekt: „So wie wir den Concept Vision Reifen entwickelt haben ist er eine Demonstration unserer Expertise als auch ein Versprechen für die Zukunft,“ erläutert Mostapha El-Oulhani, Leiter des Projekts. „Wir wollten den ‚Vision‘ realistisch gestalten, da es keinen Grund gibt, Objekte zu designen, die von Grund auf nicht realisierbar sind. Im Gegensatz dazu basiert der Vision auf Forschungs- und Entwicklungs-Know-How und wir können jetzt bereits schon die zukünftigen Anwendungen sehen.“

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Mehr Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung.

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