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Neues McLaren Artura Hybridauto mit 3D-gedruckten Kernen

Auf 23. Februar 2021 von Isabell I. veröffentlicht

Vor wenigen Tagen präsentierte der Luxusautobauer McLaren sein neuestes Konzept: seinen ersten Hochleistungs-Hybrid-Supersportwagen, den McLaren Artura. Das Hybridauto, das Technologie, Design und unerreichte Leistung vereinen soll, ist ein Paradebeispiel der Innovation und natürlich ist die additive Fertigung ein Teil davon. Das britische Unternehmen behauptet, den Motorblock und das Innere des Zylinderkopfs mittels 3D-Metalldruck konstruiert zu haben. Diese Methode würde eine bessere Kühlung des Motors und damit eine bessere Leistung ermöglichen.

Die Elektrifizierung unserer Fahrzeuge ist ein Trend, der sich weltweit rasant entwickelt. Laut Statista, einem deutschen Online-Portal für Statistik, das Daten von Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen zugänglich macht, befindet sich der Bestand an Hybridautos auf einem Rekordniveau. Im Jahr 2020 belief sich der Bestand an Personenkraftwagen mit Hybridantrieb auf rund 539.400 Einheiten in Deutschland, wohingegen sich der Bestand in 2019 „nur“ auf 341.411 Autos belief. Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Automobilhersteller mehr und mehr engagieren und in einigen Fällen trägt die additive Fertigung zur Entwicklung bei. Man denke zum Beispiel an die Porsche AG, die das Gesamtgewicht des Antriebs um etwa 10 % reduziert haben, oder an Aptera Motors, die ein teilweise in 3D-gedrucktes Konzept vorgelegt haben. Und dieses Mal geht es nach England, wo McLaren ein innovatives Konzept enthüllt hat.

Der Motor des McLaren Artura (Bildnachweis: McLaren)

Der McLaren Artura musste eine Anforderung zur Gewichtsreduzierung erfüllen, weshalb sich die Ingenieure den Kohlefasern zuwandten, um ein leichteres Chassis zu konstruieren. Die Monocoque-Struktur würde nur 82 Kilo wiegen und das Batteriepaket schützen – das Gesamtgewicht der Hybridkomponenten beträgt sogar nur 130 Kilo. Kohlefaser bietet zudem auch mehr Schlagzähigkeit. Motorseitig sei der Motor des McLaren Artura kompakter, kleiner und dichter und mit einem Gewicht von nur 15,4 Kilo leichter als ein herkömmlicher E-Sternmotor. Dem 1.395 Kilo schweren Auto gelingt die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 3 Sekunden, wobei die Höchstgeschwindigkeit 330 km/h beträgt.

Besonders interessant sind für uns der Motorblock und die Zylinderköpfe aus Aluminium, da sie mit 3D-gedruckten Kernen versehen sind. McLaren gibt nur wenig Informationen über die verwendete Technologie preis, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass die Kerne ebenfalls aus Aluminium gefertigt wurden. Es handelt sich also wahrscheinlich um das Laser-Pulver-Bett-Schmelzverfahren. In jedem Fall behauptet der Autohersteller, dass die additive Fertigung es ihm ermöglicht hat, ein komplexeres Teil zu entwerfen, das auch Details enthält, die auf andere Weise nicht hätten hergestellt werden können. Das Innere des Zylinderkopfs enthält einen 2 mm großen mikrokompakten Kühlkanal zwischen den Zylindern, der die Motorkühlung deutlich verbessert.

mclaren

Bildnachweis: McLaren

Geoff Grose, Ingenieur bei McLaren, erklärt: „Das Design und die Konstruktion des Arturas haben uns von Anfang an herausgefordert, innovativ zu sein und uns selbst zu übertreffen, um den perfekten McLaren-Hochleistungs-Hybrid-Supersportwagen der nächsten Generation zu bauen. So besteht der Artura aus komplett neuen Teilen; darunter das Kohlefaser-Monocoque, die elektrische Architektur, die Karosserie und der Innenraum. Das Gleiche gilt für den V6-Motor, das Getriebe – in das auch ein für die Branche neuartiger Elektromotor integriert ist – sowie das Hinterradaufhängungskonzept und unser erstes elektronisches Differential.“ Über die Integration der additiven Fertigung hinaus ist der McLaren Artura ein Paradebeispiel der Innovation: Wir laden Sie dazu ein, die offizielle Pressemitteilung HIER zu lesen, um mehr über alle seine Funktionen zu erfahren.

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