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Mattia Mercante: 3D-Druck zur Restaurierung von Kunstwerken

Auf 6. Juli 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
Mattia Mercante

Der Restaurator von Kulturgütern Mattia Mercante nutzt die digitalen Technologien unserer Zeit um große Kunstwerke aus dem Zeitalter der Renaissance zu restaurieren. Dank dem 3D-Druck, dem 3D-Scan und den CAD-Anwendungen kann so die Technik der brillanten Künstler dieser Zeit, wie Michelangelo und Leonardo da Vinci, nachgeahmt werden. Dadurch gelingt es zudem filigrane Details auszubessern und zu restaurieren, um die Kunstwerke getreu im Stil der einstigen Schöpfer auch für künftige Generationen wieder erstrahlen zu lassen.

Der 3D-Druck ermöglicht es individuelle Einzelteile von Produkten herzustellen, die heutzutage womöglich schon gar nicht mehr serienmäßig produziert werden. Daher wurde der 3D-Druck bereits des Öfteren zur Restaurierung eingesetzt, wie zum Beispiel von dem französischen Unternehmen GRYP zur Restaurierung von Oldtimern oder auch von dem deutschen Automobilhersteller BMW ebenfalls zur Restaurierung von seinen seltenen Automodellen. An die Restaurierung von Kunstwerken hatte sich lange Zeit keiner gewagt, doch genau das macht Restaurator Mattia Mercante nun mit der 3D-Technologie möglich.

Mattia Mercante

Links die 3D-gedruckten Teile mit Support, Rechts das 3D-gedruckte Teil im Kunstwerk integriert (© Formlabs)

Restaurator Mattia Mercante über Scannen, Modellieren und 3D-Druck

Dem Nutzen der 3D-Technologie war sich Mattia Mercante recht schnell bewusst und wollte sie in seinem Beruf als Restaurator nutzen.

„Ich habe einen praktischen Nutzen darin gesehen, 3D-Technologien einzusetzen, um bestimmte Probleme bei der Dokumentation, Aufwertung und Erhaltung von Kulturgütern zu lösen. Mit 3D-Scannern für die Evaluation von Kunstwerken fing es an. Anschließend wurde die digitale Modellierungssoftware Teil des Arbeitsprozesses und jetzt wird sie mit 3D-Druck abgerundet“, so Mercante.

Der Arbeitsprozess des Restaurators lässt sich in vier Schritte einteilen. Zunächst wird demnach der Zustand des Kunstwerks evaluiert und darüber entschieden, ob ein Kunstwerk durch 3D-Druck restauriert wird oder nicht. Hierbei ist die Entscheidung immer abhängig davon, ob das Kunstwerk beschädigt werden könnte und allgemein sollten die Eingriffe nur durchgeführt werden, wenn sie für den Erhalt erforderlich sind. Daran folgen die drei essentiellen Schritte: der 3D-Scan, die Modellierung und der 3D-Druck.

Mattia Mercante

Der 3D-Scan des Kunstwerks dient insbesondere der Dokumentation und Analyse (© Formlabs)

„Mit digitalem Scannen und Modellieren kann der ursprüngliche Stil des Künstlers besser berücksichtigt werden. Restauratoren sind Kunsttechniker und nicht Maler oder Bildhauer – der interpretative und kreative Aspekt sollte unsere Arbeit nicht beeinflussen“, äußert sich der Restaurator.

Mit 3D-Druck zur endgültigen Restaurierung

Mit Hilfe des 3D-Drucks wird dann zuerst ein Prototyp und anschließend das endgültige „Ersatzteil“ zur Restaurierung gefertigt. Ein besonders großer Vorteil, der die 3D-Technologie abgesehen von der exakten Übernahme des Stils mit sich bringt, ist auch, dass so viele verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Materialien umgesetzt werden können. Ohne den Einsatz der 3D-Technologie könnte so manche Restaurierung von Mattia Mercante wohl nicht realisiert worden sein. Zudem lässt sich der 3D-gedruckte Teil in UV-Licht sichtbar machen, so dass keine Verwirrung darüber entsteht, welche Teile im Original dem Künstler entsprechen. Mehr über die Arbeit von Mattia Mercante können Sie im Blog von Formlabs nachlesen.

Mattia Mercante

Die Restaurierung ist unter UV-Licht sichtbar und so leicht zu identifizieren und ggf. zu entfernen (© Formlabs)

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