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Materialise übernimmt Link3D in 33,50 Millionen Dollar Deal

Am 17. November 2021 von Regina P. veröffentlicht

Bereits im Frühjahr diesen Jahres hat Materialise mit dem Erwerb der Kaufoption für den Softwarehersteller Link3D Schlagzeilen gemacht. Jetzt will der führende Hersteller von 3D-Druck-Lösungen die Kaufoption ausüben und noch bis Ende diesen Jahres 100 Prozent der Link3D-Anteile übernehmen. Der 33,50 Millionen US-Dollar Deal soll vor allem den Kunden der beiden Unternehmen vielerlei Vorteile bieten. So wolle Materialise den Anwendern zukünftig eine cloudbasierte Software-Plattform bieten, auf welche diese eine wachsende Anzahl an Tools vorfinden, die den 3D-Druckprozess steuern und automatisieren sollen. Wir werfen einen Blick auf die Hintergründe der Übernahme. 

Materialise, mit Hauptsitz im belgischen Leuven, wurde im Jahr 1990 gegründet und zählt inzwischen zu den führenden Anbietern von 3D-Druck-Lösungen mit mehreren Niederlassungen weltweit. Neben einer breiten Palette an Softwareprodukten, ist Materialise auch Dienstleister und setzt Projekte mit unterschiedlichen 3D-Druckverfahren um. Link3D wurde erst 2016 mit der Mission gegründet Anwendern die Kontrolle beim Einsatz der additiven Fertigung zu erleichtern. Mit Software-Lösungen wie dem MES (Manufacturing Execution System) richtet sich das US-amerikanische Unternehmen an Unternehmen, die ihre Produktionskapazität maximieren und die Skalierung ihrer Produktion anstreben. Zu den Kunden zählen unter anderem branchenführende Hersteller von 3D-Druckern wie EOS und 3D Systems. Obwohl Materialise mit Materialise Streamics bereits eine Produktionsmanagement-Software im Angebot führt, sei die Akquisition von Link3D mit vielen Vorteilen für die Anwender verbunden. 

Mit der Übernahme soll die Software-Suite von Materialise erweitert werden

Die Übernahme stelle Teil der Materialise Strategie dar, Kunden eine cloudbasierte Software-Suite für die additive Fertigung anzubieten. Mit der Übernahme von Link3D kann die Plattform um neue Tools erweitert werden und soll den Nutzern mehr Flexibilität in der Steuerung ihrer Produktionsprozesse bieten. Insbesondere für Kunden die den 3D-Druck in Serie anstreben, könnten die Softwarelösungen von Link3D den Vorteil generieren Arbeitsabläufe zu rationalisieren und zu beschleunigen. 

„Materialise bleibt führend bei der Weiterentwicklung der AM-Industrie und diese Übernahme stützt unsere Position im wachstumsstarken Fertigungsmarkt“, erklärt Fried Vancraen, CEO von Materialise und setzt fort: „Unternehmen, die die Einführung der additiven Fertigung in zunehmend digitalen Produktionsumgebungen vorantreiben, benötigen eine starke und einheitliche AM-Softwareplattform. Die heutige Ankündigung schafft einen Zusammenschluss der Kräfte, der die Grundlage für eine skalierbare und nachhaltige Plattform bildet.“

Auch bei Link3D ist man davon überzeugt, dass die Übernahme den eigenen Kunden bedeutende Möglichkeiten bei der Optimierung ihrer Fertigungsvorhaben biete. Wenn es nach Vishal Singh, CTO und Mitbegründer von Link3D geht, dann stelle die Fusion der beiden Software-Riesen ein Versprechen an die digitale Fertigung dar. Insbesondere der nahtlose Zugang zur Magics 3D Print Suite von Materialis sei für die Nutzer von Link3D von großem Interesse. In Zukunft wird es diesen möglich sein, die Bauteile mit der Software vor dem Druck vorzubereiten und mit Tools aus der selben Software-Plattform den 3D-Druck Workflow zu automatisieren.  

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