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Maker Faire Berlin: Exklusives Vorab-Interview mit den Organisatoren

Auf 22. Mai 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
Maker Faire Berlin

Nach dem Erfolg der letzten Jahre findet kommendes Wochenende wieder die Maker Faire Berlin statt und das nun bereits zum vierten Mal. Vom 25. bis zum 27. Mai haben rund 900 Maker die Chance ihre innovativen Ideen vor einem großen Publikum vorzustellen. Auch Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein aufregendes Wochenende freuen, wo „mitmachen und miterleben“ ganz groß geschrieben werden. Kurz vor dem Start der Maker Faire hatten wir die Gelegenheit gleich mit mehreren Verantwortlichen der diesjährigen Maker Faire Berlin zu sprechen, nämlich mit Daniel Rohlfing (Senior-Produktmanager), Daniel Bachfeld (Chefredakteur Make-Magazin) und Peter König (Stellvertretender Chefredakteur Make-Magazin):

3DN: Worum geht es bei einer Maker Faire und wie entstand die Idee eine Maker Faire in Berlin zu veranstalten?

Maker Faire Berlin

Daniel Rohlfing, Senior-Prouktmanager der Maker Faire

Das Konzept der community-getriebenen Veranstaltung kommt ja aus den USA, wo 2006 die erste Maker Faire stattfand, mittlerweile sind es 772 pro Jahr auf der ganzen Welt. Wir haben die Idee 2013 nach Deutschland geholt und dort mit der ersten Maker Faire Hannover angefangen, einfach weil unser Verlag dort sitzt und wir das vor Ort ausprobieren wollten. Das Ziel war aber schnell, damit auch in andere Städte zu gehen und da war Berlin als Hauptstadt natürlich die erste Wahl.

Worum es geht: Wir nennen es immer das Festival für Inspiration, Kreativität und Innovation. Maker sind die modernen Kreativen, die mit neuen Werkzeugen und Techniken basteln und erfinden und über das Internet im ständigen Austausch stehen. Dieser Community wollen wir eine Anlaufstelle zur Präsentation ihrer Projekte und zum Netzwerken geben und unsere Besucherinnen und Besucher dafür begeistern, selbst zu Makern zu werden.

Maker Faire Berlin

3DN: Dies wird nun bereits die vierte Maker Faire in Berlin sein. Inwiefern wird sich die Maker Faire 2018 von den Veranstaltungen der Vorjahre unterscheiden?

In diesem Jahr zählen wir auch unser hochkarätiges Vortragsprogramm zu den
 Highlights. Die Besucher können sich nicht nur auf D1zzy, das nashornartige Gefährte, das auch Feuer spucken kann, freuen, sondern auch auf spannende Keynotes. Den Anfang macht am Samstag der Abenteurer Tom Morgan, der nur mit Luftballons über Südafrika flog. Danach berichtet die ESA von ihren Maker-Technologien bei ihren Reisen zum Mond.

Ganz besonders freuen wir uns über unseren Ehrengast den Amerikaner Dale Dougherty, dem „Vater der Maker-Bewegung“. Sein Vortrag über die wachsende Szene der „Can-do- People“ findet ebenfalls am Samstag statt. Am Sonntag eröffnet der französische Extrem- Maker Stephane Rousson, der mit einem Luftschiff der besonderen Art über das Mittelmeer gleitet, das Programm.

Neu ist natürlich auch das Veranstaltungsgelände. Nach zwei Jahren in der Station sind wir das erste Mal im FEZ zu Gast. Hier gibt es tolle Vortrags- und Workshop-Räume und ein sehr einladendes Außengelände mit Wald und schwimmender Bühne. Junge talentierte Singer/Songwriter aus den unterschiedlichsten Musikrichtungen werden sich hier präsentieren.

Maker Faire Berlin

Bei der Maker Faire wird „mitmachen und miterleben“ und ist damit etwas für die ganze Familie

Darüber hinaus haben wir einen Maker-Slam ins Leben gerufen. Alle Aussteller können mitmachen und in fünf Minuten ihr einzigartiges Projekt den Zuschauern vorstellen. Ähnlich wie beim Poetry-Slam können die Zuschauer dann über den Gewinner abstimmen.

Ebenfalls neu ist unser Maker Stipendium, das wir in Kooperation mit dem EIGHTPRODUCTS Innovation Hub im Rahmen der Maker Faire Berlin an den Start bringen. Hier wollen wir Bastlern und Erfindern helfen, ihre innovative Ideen zur Marktreife
zu bringen.

 3DN: Wie groß ist die Maker-Bewegung im Raum Berlin und Umgebung und was für Entwicklungen zeichnen sich ab?

Maker Faire Berlin

Daniel Bachfeld, Chefredakteuer Make-Magazin

In Berlin gibt es eine Vielzahl an offenen Werkstätten, MakerSpaces oder FabLabs. Mittlerweile hat so gut wie jeder Stadtteil ein FabLab. Beispiele sind das „Happylab“, das „FabLab Berlin“ oder die CoWorking Community KAOS, die in unmittelbarerer Nähe des FEZ ihren Sitz hat. In diesen Treffpunkten haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, sich an Lasercuttern, 3D-Druckern, CNC-Fräsen oder Lötkolben auszuprobieren. Wöchentlich gibt es für Neugierige kostenlose Führungen durch die Werkstätten. Wer regelmäßig wiederkommen will, kann für kleines Geld Mitglied werden.

Aber auch immer mehr Firmen entdecken diese kreativen Treffpunkte, schicken ihre Entwickler zum Austausch dort hin, eröffnen eigene Innovation Spaces oder veranstalten Hackathons. Zudem nehmen etliche Berliner Veranstaltungen wie die re:publica oder die Startup-Messe Cube Tech Fair Maker- Themen in ihr Programm mit auf. 

3DN: Welchen Stellenwert nimmt der 3D-Druck bei der diesjährigen Maker Faire ein und was für spannende Projekte erwarten uns in diesem Feld?

Der 3D-Druck hat sich inzwischen in FabLabs, Hackerspaces und Schulwerkstätten zu einer Standardtechnik gemausert, deshalb werden immer mehr Objekte, die auf einer Maker Faire zu sehen sind, mit dem 3D-Drucker hergestellt.

Berlin Maker Faire

Peter König, Stellvetretender Chefredakteur Make-Magazin und 3D-Druck-Experte

So gibt es auf der Maker Faire etwa zu sehen, wie mit 3D-Scanner und 3D-Drucker individuelle Orthesen für Haustiere produziert werden können; andere Aussteller zeigen etwa Roboter-Arme oder maßgeschneiderte Ersatzteile aus dem Drucker — oder auch mit Teig gedruckte Plätzchen nach den ganz persönlichen Vorstellungen.

Bei manchen Ausstellern stehen aber auch die Maschinen und Materialien im Mittelpunkt, etwa beim Filamentspezialisten 3dk.berlin, bei den 3D-Druck-Pionieren von Prusa Research und nicht zuletzt auch am Stand vom Make-Magazin, wo der in Ausgabe 1/18 getunte Billig- Drucker Anet A8 zu sehen ist.

3DN: Und worauf freuen Sie sich als Veranstalter 2018 besonders?

Auf die Atmosphäre auf dem Gelände! Dass wir erstmals auch in Berlin einen großen Außenbereich haben werden – ähnlich wie in Hannover – und wir dabei unserem Gedanken an ein Festival ein großes Stück näher kommen. Und selbstverständlich freuen wir uns auf alle Teilnehmer und Besucher!

Auf der offiziellen Webseite der Maker Faire und im Folgenden Video erhalten Sie einen Einblick und einige Impressionen der Maker Faire 2017 :


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