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Lino3D und die Demokratisierung der additiven Fertigung durch Bildung

Am 29. Juni 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

In dem Maße, in dem sich die additive Fertigung weiterentwickelt und demokratisiert, wird der Erwerb der richtigen Fähigkeiten und Kenntnisse von entscheidender Bedeutung. Denn die Nutzung von 3D-Technologien setzt bestimmte Regeln voraus; es geht nicht einfach darum, auf den Knopf des 3D-Druckers zu drücken, um sein fertiges Werkstück zu erhalten. Bildung spielt daher eine Schlüsselrolle auf dem Markt und es gibt immer mehr Initiativen, die darauf abzielen, dass die zukünftigen Arbeitskräfte alle Voraussetzungen mitbringen, um die Entwicklung der additiven Fertigung zu ermöglichen. Das griechische Unternehmen Lino3D hat sich für diese Strategie entschieden: Man tritt als Erzieher auf und gibt den jungen Menschen von morgen die Werkzeuge an die Hand, um den 3D-Druck erfolgreich einzusetzen. Wir haben mit dem Team gesprochen, um mehr darüber zu erfahren.

3DN: Können Sie sich vorstellen und Ihre Verbindung zur additiven Fertigung vorstellen?

Lino3D ist ein Spin-Off der Lino SA, die seit über 25 Jahren auf dem Industriemarkt tätig ist und integrierte Lösungen für den Digitaldruck und die Nachbearbeitung anbietet. Wir sind ein Team motivierter und neugieriger Ingenieure, die immer auf dem neuesten Stand der Technik sind, sei es im Tintenstrahldruck oder in der additiven Fertigung. Seit sieben Jahren entwickeln wir industrielle Anwendungen hauptsächlich für die Bereiche Schifffahrt, Maschinenbau und Zahntechnik. Wir tragen innovative und flexible Projekte, insbesondere in den Bereichen Medizin und Zahnmedizin, mit einer Vielzahl von Partnern. Insbesondere haben wir enge Beziehungen zu F&E-Instituten, Universitäten und Militärakademien aufgebaut.

Lino3D begleitet mehrere Projekte, insbesondere rund um die Formel 1 (Bild: Lino3D)

3DN: Was ist die Mission von Lino3D? Können Sie uns mehr über das Unternehmen erzählen?

Lino3D hat bereits den Grundstein für die additive Fertigung gelegt, sowohl in Bezug auf das Wissen als auch auf das Know-how. Nun versuchen wir, neue Anwendungen, aber auch neue Materialien zu entwickeln. Unser Ziel ist es, die Technologie in traditionelle, aber auch neue Branchen einzuführen und zu zeigen, dass sie genutzt wird, um unser tägliches Leben zu erleichtern. Unserer Meinung nach ist es faszinierend zu wissen, dass es jetzt einfach ist, das zu drucken, was man braucht, anstatt eine Lösung vorwegzunehmen, die oft kompliziert ist.

3DN: Wie fördert Lino3D die Nutzung der Fertigung innerhalb Europas?

Eines ist sicher: Die Ausweitung der additiven Fertigung in der industriellen Welt wird eine starke Nachfrage nach Ingenieuren, Bedienern, Designern, Spezialisten für die Nachbearbeitung usw. schaffen. Wir brauchen erfahrene Profile, und das geht nur über die Bildung. Aus diesem Grund wollen wir proaktiv auf Schulen, Studenten und junge Ingenieure zugehen.

Es geht darum, Kurse und Seminare an Schulen und Universitäten zu entwickeln, Workshops zu Themen wie Robotik, Formel 1, Radsport, Luft- und Raumfahrt usw. zu veranstalten. Für junge Ingenieure haben wir zum Beispiel Online-Kurse mit praktischen Erfahrungen rund um Prototyping-Anwendungen, in der Schmuckindustrie oder in Dentallaboren entwickelt.

Lino3D entwickelt Workshops rund um die additive Fertigung für Schüler und Studenten (Bild: Lino3D)

3DN: Warum ist Bildung wichtig, wenn es darum geht, die additive Fertigung zu demokratisieren?

Der Bildungssektor spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Technologien und Verfahren für die additive Fertigung. Schon in jungen Jahren, sogar schon in der Grundschule, können Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der Nutzung des 3D-Drucks verstehen und natürlich im Laufe der Jahre schrittweise lernen, worauf es ankommt und wie der 3D-Druck funktioniert. Während Universitäten zunehmend 3D-Drucklabore einrichten, um ihre Forschungs- und Produktionsbemühungen fortzusetzen, erkunden sowohl Schüler als auch Akademiker die neuen Möglichkeiten, die die additive Fertigung bietet. Je weiter das Wissen verbreitet wird, desto größer wird die Nutzung in der Zukunft sein.

3DN: Was sind Ihrer Meinung nach die bestehenden Hindernisse für eine breitere Akzeptanz der additiven Fertigung?

Die Zertifizierung von additiven Fertigungsverfahren ist derzeit noch ein Hindernis für eine breitere Akzeptanz. Für viele Branchen ist es schwierig, die gleichen Zertifizierungen wie bei herkömmlichen Fertigungsverfahren zu erhalten, da dies sehr zeitaufwändig ist. Und wenn man von Zertifizierung spricht, muss man an die Technologie, die Materialien, aber auch an die Nachbehandlungsschritte denken.

Bild: Lino3D

3DN: Haben Sie noch letzte Worte für unsere Leser?

Wir bieten praktische Schulungen mit erfahrenen und zertifizierten Ingenieuren in unserem Lino Experience Center und unserem Lino3D-Labor an. Wir kombinieren Online- und Fernunterricht VOR dem Besuch mit praktischer Ausbildung im Labor mit Industriemaschinen und Prüfungen für zertifizierte Bediener. Wir verfügen über eine starke Expertise in der Dental- und Medizintechnik und entwickeln zahlreiche innovative Projekte in diesen beiden Märkten. Unser Ziel ist es, unsere Fähigkeiten in den Dienst der jungen Talente von morgen zu stellen.

Das Ziel der Europäischen Union, bis 2050 einen Netto-Null-Energieverbrauch zu erreichen, wird eine enorme Menge an Forschung und Entwicklung für elektrische Maschinen, Batterien und Leistungselektronik erfordern. Die erforderlichen Verbesserungen bei Effizienz und Leistungsdichte werden innovative Topologien und Architekturen erfordern, die mit herkömmlichen Fertigungstechnologien derzeit nicht möglich sind. Die additive Fertigung hat aufgrund ihrer inhärenten Designflexibilität das Potenzial, eine radikale Veränderung dieser Anforderungen zu ermöglichen. Jungen Ingenieuren das Wissen und die Möglichkeit zur Nutzung des 3D-Drucks zu bieten, kann eine große Wirkung haben. Wir bei Lino3D haben die Fähigkeiten, um diese Wirkung zu ermöglichen, also zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Was ist Ihre Meinung zum verstärkten Bildungsangebot durch Lino3D? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und kontaktieren Sie uns. Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf FacebookTwitter und Google+, um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf XING und LinkedIN zu finden.

*Titelbildnachweis: Andrea De Martin_123RF

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