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Künstler verkaufen Kunst aus dem 3D-Drucker für Ukraine

Am 10. März 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Der Krieg ist für die gesamte ukrainische Bevölkerung seit Ende Februar zum wahrgewordenem Albtraum geworden. Geprägt von Explosionen und Kämpfen konnten bereits über 1,5 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer flüchten. Männern im Alter zwischen 18 bis 60 Jahren ist die Ausreise aus ihrem Heimatland allerdings untersagt, da sie für den Kriegsdienst verpflichtet worden sind. Für all jene, die ihr Heimatland in dieser Zeit weder verlassen können noch möchten, wurden bereits unzählige Spendenaktionen auf die Beine gestellt, um diesen Personen die überlebenswichtigsten Dinge bereitstellen zu können. In der Regel werden diese Spendenaufrufe durch gemeinnützige Stiftungen ins Leben gerufen – es kommt aber auch vermehrt zum Auftritt von Privatunternehmen und -personen. Auch eine Künstlergruppe, die sich auf die Herstellung von Kunst rund um das Thema Auto durch den 3D-Drucker spezialisiert hat, möchte den betroffenen Personen in der Ukraine helfen.

Zu jener Künstlergruppe gehört auch der freischaffende Künstler Jonny Ambrose, der bereits seit geraumer Zeit die additive Fertigung für die Herstellung seiner aufwendigen Skulpturen nutzt, bei denen er von Fahrzeugen inspiriert wird. Sie alle haben nun im Zuge der Ukraine-Kriese eine wohltätige Initiative auf die Beine gestellt, die die Menschen in der Ukraine unterstützen soll:  „Auto Artists for Ukraine“. Die Gruppe hat dafür beschlossen, ihre einzigartigen Kunstwerke aus dem 3D-Drucker über die Sozialen Medien zu verkaufen und den damit erzielten Erlös zu 100 % an „Ukraine Crisis Appeal“,  eine Initiative des britischen Roten Kreuzes, zu spenden. Somit möchte man einen eigenen Beitrag zur humanitären Krise in der Ukraine leisten. Ambrose erzählt, dass bereits in den ersten zwei Tagen umgerechnet rund 4.800 € mit dem Verkauf der Werke aus dem 3D-Drucker erzielt worden konnte. Über 25 Künstler haben zugestimmt, Kunstwerke zu spenden, von sehr erschwinglichen Drucken bis hin zu höherpreisigen Artikeln, von denen einige versteigert werden. Wir möchten, dass die meisten Werke zu einem festgelegten Preis erschwinglich sind, damit alle teilnehmen können“, freut sich der Künstler. 

Der britische Künstler Jonny Ambrose nutzt seit fünf Jahren den 3D-Druck (Bild: Jonny Ambrose/ Porsche AG)

Kunst aus dem 3D-Drucker – für den wohltätigen Zweck

Seit ungefähr fünf Jahren baut Nick Ambrose bei der Anfertigung seiner Kunststücke auf die Vorteile der additiven Fertigung. Anders als die Fotografie oder die Malerei profitiert seine Kunst nicht nur von höchster Präzision, Designfreiheit und vom Staunen der Kunstbegeisterten, sondern auch von der Leichtigkeit der Herstellung von speziellen Teilen. Nutzte Ambrose früher für die Fertigung von Gitterstrukturen seiner Automobilskulpturen die Fräsen, so setzt er heute auf den 3D-Druck. Denn hier scheitern herkömmliche und traditionelle Anwendungen, da sie kaum in der Lage sind starke, leichte Skulpturen mit besonderen Geometrien zu erschaffen. Bei seinen Skulpturen, die oftmals durch bekannte Automobilhersteller wie Porsche, BMW oder auch Blue-Bird inspiriert wurden, spielen die Gitterelemente eine essentielle Rolle. Da ist es kein Wunder, dass dessen Herstellung so genau und effizient wie möglich von statten gehen muss. Denn erst dadurch, so sagt der Künstler, erfolgt die Einsparung von Material, ohne, dass das gesamte Objekt an Stabilität oder Integrität abnimmt.

Auch für die Herstellung seiner neuesten Skulptur, dem ‚Skeletale 917’, setzte Ambrose auf die additive Fertigung: „Über die Erstellung von Gittern an sich hinaus verwende ich den 3D-Druck, weil mir die Ästhetik einiger der polierten Oberflächen gefällt.“ In diesem Fall haben für ihn besonders die Technologien des Selektiven Lasersintern und des Multi-Jet Fusions ein immens schönes Auftreten. Unterstützt wird er im 3D-Druckprozess von 3DPRINTUK, die auch maßgeblich an der Anfertigung vom größten Gitter, das Ambrose später für seine Kunstskulptur verwendete, beteiligt war. Mit einer Länge von insgesamt 40 cm, musste das Objekt für den Druck in der Baukammer richtig ausgerichtet werden, damit dies anschließend auch problemlos heraus genommen werden kann. 

Das Modell Skeletale 917 wurde vom Porsche 917k Le Mans inspiriert (Bild: Jonny Ambrose)

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*Titelbildnachweis: Jonny Ambrose

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