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Keramik 3D-Druck: ein wachsender Nischenmarkt?

Auf 8. September 2021 von Regina P. veröffentlicht

IDTechEx hat jüngst einen neuen Bericht über den Markt der additiven Fertigung mit Keramik veröffentlicht. Demnach soll der Markt bis 2032 einen Wert von 400 Millionen Dollar erreichen – und somit das siebenfache von heute. Getrieben wird das Wachstum von neuen Akteuren, welche auf die Technologie setzen. Die Studie setzt sich mit den wichtigsten Anwendern bzw. Anwendungen des keramischen 3D-Drucks auseinander. Dazu zählen Material- und Maschinenhersteller sowie andere Wirtschaftszweige, in denen das Verfahren häufig eingesetzt wird. Die 10-Jahres-Prognose sieht voraus, dass die additive Fertigung mit Keramik eine vielversprechende Zukunft vor sich haben wird – auch wenn diese heutzutage noch zu den eher unbekannten und jungen Technologien zählt.

Im Vergleich zum 3D-Druck von Polymeren oder Metall ist die additive Fertigung von Keramik weniger populär und wird eher zu Forschungs- und Prototyping-Zwecken eingesetzt. Der Grund, warum die Keramik heute verstärkt verwendet wird, ist die Tatsache, dass damit die Herstellung von viel billigeren und komplexeren Werkzeugen und Teilen ermöglicht wird. Heißisostatisches Pressen, Strangpressen und Spritzgussverfahren haben sich in der Keramikindustrie seit langem bewährt, die damit verbundenen Kosten sind jedoch nach wie vor hoch und die Vorlaufzeiten lang. Hier spielt die additive Fertigung eine wichtige Rolle, genau wie auf dem Metall- und Polymermarkt.

Übersicht der Hersteller am Markt (Bild: IDTechEx)

Die Studie „3D Printing Ceramics 2022-2032: Technology and Market Outlook“  legt ihren Fokus auf die Marktteilnehmer: Wer sind die Hersteller der jeweiligen Maschinen, Materialien, Software und wer sind die Abnehmer bzw. Anwender? Außerdem werden die bestehenden Verfahren – Binder Jetting, Stereolithografie, Extrusion usw. thematisiert. Es finden sich beispielsweise Hersteller, welche sich von Anfang an auf diesen Markt spezialisiert haben, dazu zählen beispielsweise Lithoz und 3D Ceram. Es gibt jedoch auch Unternehmen, welche ihre Maschinen so angepasst haben, dass diese heute mit Keramik kompatibel sind. IDTechEx schreibt dazu: „Das steigende Interesse der Unternehmen am keramischen 3D-Druck zeigt, dass dem zukünftigen  Marktwachstum nichts im Wege steht.“

Im Hinblick auf das Anwendungsspektrum zeigt der Bericht, dass keramische 3D-Druckverfahren vor allem in der Forschung und Entwicklung sowie bei Rapid-Prototyping-Anwendungen eingesetzt wird. Aber auch Branchen wie die Luft- und Raumfahrt, das Militär und die Dental- und Chemietechnik sind an der Produktion von Kleinserien interessiert. Wie das nachstehende Diagramm zeigt, gibt es viele Einsatzbereiche für die Technologie. Die Studie hebt die Möglichkeiten des Umsatzwachstums im Bereich Forschung und Entwicklung hervor, da zahlreiche Forschungsinstitute und Universitäten an der Weiterentwicklung der Technologie für innovative Anwendungen (Medizin, Energiespeicherung, Kohlenstoffabscheidung usw.) arbeiten.

Bild : IDTechEx

Eines ist sicher: Der Markt der additiven Fertigung mit Keramik wächst in den unterschiedlichsten Anwendungsfeldern. Die nächsten Jahre werden für diese Branche also besonders interessant.

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*Titelbildnachweis: Formlabs

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