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Kenia: 3D-Druck wird zur Schaffung von Wohnraum genutzt

Am 13. Dezember 2021 von Regina P. veröffentlicht

Schätzungen zufolge wird es bis 2030 weltweit einen erheblichen Wohnungsmangel geben. Angesichts der stets wachsenden Weltbevölkerung, einer erschwerten Erlangung von Baugenehmigungen und höheren Umweltstandards, sind bereits viele Länder auf der Suche nach Lösungen für dieses globale Problem. Afrika ist da keine Ausnahme. In Kenia hat 14Trees, ein Joint-Venture-Unternehmen von Holcim, einem weltweit führenden Unternehmen für nachhaltige Baulösungen, und die CDC Group, dem Impact-Investor der britischen Regierung, beschlossen, Afrikas größtes 3D-gedrucktes Projekt für erschwinglichen Wohnraum ins Leben zu rufen. Damit sollen die Auswirkungen des Mangels begrenzt werden. Das Viertel mit dem Namen Mvule Gardens soll aus 52 Häusern bestehen, die mit Hilfe der additiven Fertigung entstehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass 14Trees die Technologie in Afrika einsetzt. Erst vor wenigen Monaten, im Sommer diesen Jahres, hat das Unternehmen eine Schule in Malawi in 3D gedruckt, um das Defizit an Klassenzimmern im Land zu beheben. Mvule Gardens in der kenianischen Stadt Kilifi ist Teil des „Big 4“-Programms zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Jan Jenisch, CEO von Holcim, kommentiert dazu folgendes: „Wir freuen uns, eines der weltweit größten Projekte für bezahlbaren Wohnraum mit dem 3D-Druck in Kenia zu bauen. Angesichts der zunehmenden Verstädterung werden bis 2030 voraussichtlich mehr als drei Milliarden Menschen bezahlbaren Wohnraum benötigen. Am akutesten ist das Problem in Afrika, wo Länder wie Kenia bereits mit einem geschätzten Mangel von zwei Millionen Häusern konfrontiert sind.“

14Trees

So sollen die Häuser in Mvlu Garden aussehen (Bild: 14Trees)

Der 3D-gedruckte Wohnraum von 14Trees

Für den Bau der 52 Häuser verwendet 14Trees den BOD2-Drucker des renommierten 3D-Druck- und Bauunternehmens COBOD. Der 3D-Drucker von COBOD wurde bereits mehrfach eingesetzt – jüngst zur Errichtung eines neuen Firmengebäudes der STRABAG und eines dreistöckigen Einfamilienhauses in Deutschland. Er ist in der Lage, Strukturen von bis zu 10 Metern Länge und Breite zu bauen, und der BOD2 wäre auch eine praktikable Alternative, um Umweltschäden zu begrenzen. Nach Angaben von 14Trees würde sich der Kohlenstoff-Fußabdruck um 50 % verringern.

Was die Materialien anbelangt, so wurde eine der neuesten von Holcim entwickelten Materialien gewählt. TectorPrint gibt den gedruckten Wänden die nötige Festigkeit, um die Last des Hauses zu tragen. Der 3D-druckbare Trockenmörtel trägt auch dazu bei, den ökologischen Fußabdruck des Projekts zu reduzieren. Wie beim Bau der Schule in Malawi hilft 14Trees unter Einsatz der additiven Fertigung Ländern, die mit einem Mangel an Wohnraum und Infrastruktur konfrontiert sind. Weitere Informationen über das Projekt erhalten Sie im Video unten und auf der Webseite von 14Trees HIER.

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*Titelbildnachweis: 14Trees

Ein Kommentar

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  1. Wie toll, dass 3D-Druck inzwischen auch schon zur Schaffung von Wohnraum genutzt wird. Eventuell lässt sich damit ja auch ein Gartentor bauen. Das bräuchten wir nämlich.

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