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Israelisches Lebensmitteltechnologie Startup SavorEat führt neue Produkte ein

Am 2. August 2022 von Lisa S. veröffentlicht

Das israelische Food-Tech-Startup SavorEat, welches bereits in der Vergangenheit 3D-gedruckten, pflanzlichen Fleischalternativen hergestellt hat, hat diese Woche neue Produkte auf den Markt gebracht. Darunter befinden sich koschere, vegane, glutenfreie und allergenfreie Schweinefleisch-Patties und vegane Truthahn-Burger. Zu der bereits bestehenden Produktpalette des Unternehmens gehören  vegane Rindfleisch-Burger, welche bereits in einer israelischen Restaurantkette verkauft werden und bald auch in den USA erhältlich sein werden.

Die Besonderheit der Produkte von SavorEat vereinen die additive Fertigung mit den Vorteilen von Pflanzlichen Inhaltsstoffen. So werden in der Druckmasse ausschließlich pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet, welche mit einer einzigatigen Zellulosefaser miteinander verbunden werden, was wiederum für eine fleischähnliche Textur sorgt. Diese Zellulosefaser wurde von Prof. Oded Shoseyov und Prof. Ido Braslevsky, Forschern der Yissum Research Development Company der Hebräischen Universität Jerusalem entwickelt. SavorEat hat in den Vereinigten Staaten, Europa und Australien Patentanmeldungen für das 3D-Lebensmittelherstellungsverfahren eingereicht.

Nachhaltigkeit steht bei SavorEat im Vordergrund

Das Unternehmen setzt sich vermehrt für Nachhaltigkeit ein, und erkennt die Vorteile pflanzlicher Proteine in der Food-Tech-Branche sowie beim Thema Klimawandel. Pflanzliche Proteine verursachen im Vergleich zu Fleisch viel weniger Treibhausgasemissionen. So benötigt man für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch etwa acht Liter Wasser. Die Viehzucht ist zudem für 70 bis 80 % der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes verantwortlich.

Das kommt auch bei den Konsumenten immer mehr an und so wird vorhergesagt, das der Markt für pflanzliche Proteine bis 2035 um rund 11 Prozent wachsen soll. Die Veränderung im Konsumverhalten könne laut Mitbegründerin Racheli Vizman eine drastische Verringerung des Kohlenstoffausstoßes erzeugen, die in etwa  95 Prozent des Kohlenstoffausstoßes derLuftfahrtindustrie entspreche. Sie sagt zudem:

„Bei SavorEat setzen wir uns leidenschaftlich dafür ein, CO2-Emissionen auszugleichen und Abfall zu reduzieren, weshalb wir ein Produkt entwickelt haben, das beides kann. Durch die Expansion in andere Fleischsorten auf pflanzlicher Basis wollen wir eine größere Vielfalt und Anpassung bieten, um den Planeten zu befähigen, sich anders zu ernähren, mit gesünderen und nachhaltigeren Optionen, um die ökologischen Auswirkungen zu reduzieren“

Burgerpatties für alle

Die Patties von SavorEat werden aus Erbsen und anderen pflanzlichen Proteinen mit Sonnenblumen- und Kokosfett hergestellt. Das heißt sie können von beinahe allen Menschen problemlos gegessen werden, da sie ohne tierischen Produkte, Allergene wie Soja oder Gluten hergestellt werden. Zudem gibt es keinerlei menschliche Berührung, die eine Kreuzkontamination verursachen könnte, wie etwa wenn Köche Speisen auf demselben Grill handhaben oder zubereiten.

Der 3D-Druckroboter von SavorEat für pflanzliche Fleischalternativen.

Das Unternehmen hat auch einen eigenen, einzigartigen „Kochroboter“ entwickelt, welcher Burgerpatties nach Vorgabe herstellt. Das Gerät, das etwa so groß ist wie zwei Mikrowellen, kann maßgeschneiderte Burger mit unterschiedlichen Mengen an Proteinen, Fett, Zellulose, Wasser sowie Aromen und Farbstoffen zubereiten. Diese Patties können anschließend gekocht oder gegrillt werden und erzeugen dabei sogar die gleichen „Brutzelgeräusche“und riechen ähnlich wie „echtes“  Fleisch.

 „SavorEat ist mehr als nur die Patties. Wir schaffen etwas völlig Einzigartiges mit einem Roboterkoch, der das Produkt personalisiert und es an die persönlichen Bedürfnisse des Kunden anpasst. Das ist eine ganz neue Erfahrung“, so Racheli Vizman gegenüber The Times of Israel.

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Ein Kommentar

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  1. Hallo,
    also, nachdem ich bereits Hackfleisch-Imitat aus Erbsenprotein zubereitet und zusammen mit meiner Tochter (ebenso VegetarierIn wie ich) probiert habe, würde ich jetzt auch sofort einen solchen gedruckten „Pattie“ in die Pfanne hauen!
    Da die Zutaten zumindest weitgehend natürlichen Ursprungs zu sein scheinen, können diese, abgesehen von ethischen und Klimaschutzgründen, nicht schlechter sein als Fleisch aus der Massentierhaltung. Dass dort mit Wachstumsbeschleunigern und Antibiotika nur so um sich geworfen wird, ist längst kein Geheimnis mehr.
    Also kann es nur besser sein!

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