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Huisman fertigt 3D-gedruckte Kranhaken mit einer Tragfähigkeit von 350 Tonnen

Auf 19. Juli 2021 von Isabell I. veröffentlicht

Die additive Fertigung geht schon lange über den FDM-3D-Druck hinaus. In zahlreichen industriellen Anwendungen findet man die neuartige Technologie heutzutage vor. So auch im Bauwesen, wo die Ansprüche an Komponenten aufgrund von Sicherheitsgründen besonders hoch sind. Obwohl nun bestimmt einige an 3D-gedruckte Häuser denken, handelt es sich bei den dieswöchigen Nachrichten nicht um den Bau selbst, sondern um ein dazu benötigtes Hilfsmittel: 3D-gedruckte Kranhaken. Diese müssen selbstverständlich nach strengsten Vorschriften gefertigt und getestet werden sowie stabil und belastungsfähig sein. Für den 1929 gegründeten Anbieter Huisman kein Problem: Das Unternehmen konnte vier neue 3D-gedruckte Kranhaken fertigen, welche von der unabhängigen Zertifizierungsbehörde Lloyd’s Register erfolgreich getestet wurden. 

Bei Huisman handelt es sich um ein weltweit operierendes Unternehmen, das technische Lösungen für führende Unternehmen in den Bereichen Öl & Gas, erneuerbare Energien und Bauwesen liefert. Konkret umfasst sein Produktportfolio Krane, Pipelay-Ausrüstung, Bohrausrüstung, Winden, Schiffskonstruktionen und Spezialprojekte. Hinsichtlich des Einsatzes des 3D-Drucks in seinem Herstellungsprozess zeigt sich der Anbieter überzeugt: Das eingesetzte 3D-Duck-Verfahren ‚Wire & Arc Additive Manufacturing‘ (WAAM) ermöglicht nämlich nicht nur eine erhebliche Verkürzung der Lieferzeit zu Kosten, sondern auch ein gleichmäßigeres Qualitätsniveau. In der Regel können mit der WAAM-Technologie, bei der Metalldraht als Rohstoff und Schweißen als Wärmequelle zur Schmelzung der Schichten verwendet wird, große hochwertige Bauteile aus festem Stahl hergestellt werden. Daniel Bílek, Projektkoordinator, gibt an: „Nach 5 Jahren Forschung, Entwicklung und Tests von 3D-gedruckten Produkten haben wir das nötige Fachwissen erlangt, um diese innovative Methode für die Produktion von hochwertigen Kranhaken einzusetzen.

Das Ergebnis kann sich zweifelsohne sehen lassen – die Zahlen der 3D-gedruckten Kranhaken sprechen hierbei für sich: Sie sind ca. 170 x 130 cm groß, wiegen je 1.700 kg und haben eine Tragfähigkeit von 350 Tonnen. Außerdem bestechen sie durch maßgeschneiderte Materialeigenschaften wie Festigkeit, Duktilität und Verschleiß- bzw. Korrosionsbeständigkeit. Die Entscheidung, Kranhaken additiv zu fertigen, wurde also keineswegs willkürlich getroffen. Daniel Bílek sagt: „Kranhaken sind üblicherweise Teil der Lieferung von schweren Hebekränen für die Offshore-Industrie, einem unserer Schlüsselprodukte. Der Preis eines geschmiedeten Hakens steigt exponentiell mit der Größe, besonders wenn es sich um eine Nicht-Standardgröße handelt. Wenn ein Haken durch Gießen hergestellt wird, könnte das Problem der uneinheitlichen internen Qualität zu längeren Lieferzeiten führen. All dies führte zu der Idee, die Haken selbst herzustellen, und zwar nach der sogenannten WAAM-Methode.“ Durch die additive Fertigung können also Verbesserungen bezüglich der Kosten, Lieferzeiten und Qualität verzeichnet werden. Mehr Informationen erhalten Sie in der offiziellen Pressemitteilung

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