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Ein 3D-gedruckts Radsystem soll Schildkröte Shelly das Leben erleichtern

Am 23. Mai 2022 von Lisa S. veröffentlicht

Schüler der dritten bis sechsten Klasse der Prairie Queen Grundschule in Papillion in den USA führten ein gemeinnütziges Wissenschaftsprojekt durch, bei dem mithilfe der additiven Fertigung einer körperlich eingeschränkten Schildkröte geholfen wurde. Die Schüler, welche alle Mitglieder des 3D-Druck-Clubs der Schule sind machten es sich zur Aufgabe, eine 3D-gedrucktes Radsystem herzustellen, um so Schildkröte Shelly das Leben zu vereinfachen.

Das Projekt „3D-gedrucktes Radsystem für Schildkröte Shelly“

Das Projekt wurde durch einen Facebook-Aufruf der gemeinnützige Bildungsorganisation Wildlife Encounters ins rollen gebracht, bei dem sie um Hilfe bei der Herstellung eines 3D-gedruckten Radsystems für die Schildkröte baten. Diese wurde vor etwa fünf Jahren von der Organisation gerettet und sie kämpfe laut KMTV 3 News schon seit etwa einem Jahr mit ihrer körperlichen Einschränkung. Shelly hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Schwimm- und Physiotherapie erhalten, um ihre Kraft zu steigern. Mit Hilfe des 3D-gedruckten Radsystems würde sie sich auch an Land freier bewegen können, während ihre Beine weiter trainiert werden.

Der 3D-Druck Club der Grundschule nahm die Herausforderung an. Für die Schüler war sofort klar, dass sie der Schildkröte helfen. So erklärte etwa der Drittklässler Parker McCauley gegenüber WRTV News, dass sie Shelly helfen wollen „damit sie wie jede andere Schildkröte sein kann“.

Bereits im Februar gab es Berichten einer Lokalzeitung zufolge, das erste Treffen mit Wildlife Encounters und Schildkröte Shelly. Dabei lernten die Schüler die Rotfußschildkröte kennen und diese wurde von ihnen vermessen, damit sie vor dem Druck Prototypen ihrer Entwürfe aus Pappe erstellen konnten. Die Entwürfe des 3D-gedrukten Radsystems betreffend erklärte die Organisation den Schülern, dass die Designs für dieses nicht höher als 2,5 cm sein sollten, damit Shelly ihre Vorder- und Hinterbeine frei bewegen könne. Das Material der Gehhilfe solle außerdem Schmutz und anderen Substraten im natürlichen Lebensraum der Schildkröte geeignet sein.

Beispielbild Vermessung einer Schildkröte (Bild: Praktikawelten.de)

Für die Schüler, welche laut Lehrerin Laura Smith bereits mit dem 3D-Druck vertraut waren, stellte das Projekt willkommene Herausforderung dar. Sie hatten schon Dinge wie Türstopper, Fernbedienungshalter oder andere nützliche Dinge hergestellt und können mit diesem Projekt nun auch einem Tier beim Überleben helfen.

Nach einigen wenigen Testläufen wurde ihnen schnell klar, dass das Projekt mit vielen Versuchen und Fehlern verbunden sein würde. Aber die Schülerinnen und Schüler gingen mit der Einstellung ließen sich davon nicht entmutigen und gingen langsam an das Projekt heran, um herauszufinden, was am besten funktionieren würde. „Wir haben Dinge gedruckt, von denen wir wussten, dass sie nicht funktionieren würden, aber wir wollten, dass sie das sehen und Änderungen vornehmen, wenn sie die Dinge in der Hand haben“, so Laura Smith, welche auch betont, dass die Kinder höchst technikbegabt seien.

Da Shelly nicht zu jedem Meeting kommen konnte, mussten die Schüler sehr geduldig sein und für die Entwürfe eine Pappfigur der Schildkröte verwenden. Am Donnerstagmorgen fand der letzte Testlauf des 3D-gedruckten Radsystems statt, bei dem deutliche Fortschritte erzielt wurden. Die Schildkröte durfte ihre neue Gehhilfe aus dem 3D-Drucker bereits testen und schien ziemlich glücklich damit zu sein. Jillian Lenz von Wildlife Encounters in Nebraska sagte gegenüber KMTV:

„Wir sind begeistert von dem, was heute entstanden ist, und davon, zu sehen, wie die Kinder dabei vorgehen und wie ihr Gehirn arbeitet, um dieses Problem zu lösen – wie wir eine Schildkröte wieder zum Laufen bringen können. Es war einfach eine wirklich tolle Erfahrung“

Mehr über dieses spannende Projekt erfahren Sie im folgenden YouTube Video.

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*Titelbildnachweis: KMTV News

Ein Kommentar

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  1. Juergen Halfar sagt:

    Das ist wirklich toll was die Schueler da gemacht haben,das macht 3D Druck aus. Alles ist moeglich und die Creativitaet kennt keine Grenzen.
    Ich wuensch der Schildkroete einen guten Heilungsprozess und mehr Lebensveresserung
    schoenen Tag
    Juergen H

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