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Fusion 360 – eine Komplettlösung für das additive Design

Auf 29. April 2020 von Mélanie R. veröffentlicht
fusion 360

Der amerikanische Softwarekonzern Autodesk bietet eine Vielzahl an CAD-Lösungen für Architekten, Ingenieure und Konstrukteure. Zu den bekanntesten Programmen zählt AutoCAD, welches zwar für das Design von 3D-Modellen grundsätzlich geeignet ist, jedoch in Sachen Funktionalität den Fokus mehr auf die 2D-Modellierung legt. Aus diesem Grund hat Autodesk weitere Lösungen vorgestellt, die sich mehr auf die Konstruktion von 3D-Modellen richtet und somit besser für eine Anwendung in der additiven Fertigung eignen. Dazu gehören Autodesk Inventor und Fusion 360. Letzteres bietet als cloud-optimierte Anwendung nicht nur CAD (Computer Aided Design), sondern ebenso CAM (Computer Aided Manufacturing) und CAE (Computer Aided Engineering) Tools. Insbesondere für die Nutzung im 3D-Druck erleichtert die Software den Produktentwicklungs- und -optimierungsprozess. Welche Features bietet nun das Programm?

Durch die Integration von CAD, CAM und CAE Tools wird den Nutzern eine Plattform bereitgestellt, um Bauteile oder Produkte zu designen, zu optimieren und ebenso zu fertigen. Grundsätzlich wird der gesamte Prozess in einer Softwareumgebung zusammengefasst. Fusion 360 ist gut für das Design von technischen 3D-Modellen geeignet. Viele User kritisieren jedoch, dass dem Programm die Sculpting Tools für organische Modellierung fehlen. Für Konstruktionen in dieser Hinsicht bieten CAD-Lösungen wie Blender oder Rhino umfangreichere Funktionalitäten.

Fusion 360 als Design-Lösung für mechanische Bauteile

Fusion 360: Welche Features bietet die Design-Software?

Ein großer Pluspunkt sind die Exportmöglichkeiten von Fusion 360. Obwohl Designs primär in der Cloud gespeichert werden, können 3D-Drucker bzw. Slicer-freundliche Dateiformate, wie zum Beispiel STL oder OBJ ausgegeben werden. Außerdem bietet das Programm die Flexibilität zwischen parametrischer Modellierung, Freiformkonstruktion, Flächenmodellierung oder Netzmodellierung zu wählen und im Anschluss Baugruppen zusammenzufügen. Industrielle Designer können somit die breit gefächerte Toolpalette nutzen, um bei der Produktentwicklung Funktion, Ästhetik und ebenso Fertigbarkeit zu integrieren.

Durch den cloud-basierten Ansatz können Ingenieure und Designer im Entwicklungsprozess vereinfacht zusammenarbeiten. Fusion 360 bietet jedoch auch die Möglichkeit, Projekte mit Kunden oder Lieferanten zu teilen und Projektaktivitäten somit zu zentralisieren.

Fusion 360: Optimiert für den 3D-Druck

Einer der großen Vorteile der additiven Fertigung ist die Designfreiheit. Für komplexe “organische” Modelle müssen also im CAD-Programm die notwendigen Tools zur Verfügung stehen, um die Anforderungen umzusetzen. Fusion 360 hat solche Funktionen integriert, um konventionelle Bauteile generativ zu designen und zu optimieren. Beispielsweise können neue, gewichtsreduzierte Designs vorgestellt werden, welche für die jeweilige additive Fertigungstechnologie optimiert sind oder deren Performance verbessert wurde. Nach dem eigentlichen Konstruktionsprozess kann das Feature zur Simulation von Bauteilen genutzt werden, um das Verbesserte Design zu validieren. Letzteres ist auch in der additiven Fertigung ein wichtiger Faktor, um die Kosten für das Prototyping zu senken.

Mit Fusion 360 können Simulation und Optimierungen der Bauteile durchgeführt werden

Fusion 360 ist relative neu auf dem Markt und in Bezug auf Nutzerfreundlichkeit gibt es verschiedene Meinungen. Manche Funktionen sind sehr weit fortgeschritten, andere hingegen noch nicht so sehr (z.B. organic modelling). Für den Einsteiger sind die Grundfunktionen relative leicht zu erlernen und für die Konstruktion mechanischer Bauteile bietet es die notwendigen Funktionen, um den Entwicklungsprozess zu vereinfachen. Daneben betreiben Autodesk und die User eine Online-Plattform, wo Hilfe, Dokumentationen und Tutorials angeboten werden.

Kosten und Lizensierung

Für das Autodesk Programm Fusion 360 wird in eine 30-tägige Testversion angeboten. Nach Ablauf kann eine spezielle kostenlose Lizenz für Startups (< 10 Mitarbeiter und < $100.000 Jahresumsatz, beschränkt auf 1 Jahr) ausgestellt werden oder eine kommerzielle Lizenz erworben werden. Die kosten für die gewerbliche Nutzung in letzterem Fall betragen 60€ pro Monat oder 494€ pro Jahr. Für den privaten Gebrauch ist Fusion 360 kostenlos. Weitere Infos zu den Funktionen oder der Lizensierung auf der Webseite von Autodesk.

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