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Formnext: Welche neuen Maschinen werden vorgestellt?

Am 17. November 2021 von Regina P. veröffentlicht

Gestern fiel der Startschuss für die Formnext 2021, der internationalen Fachmesse für die additive Fertigung, auf der 600 Aussteller aus 35 Ländern eine Vielzahl von Besuchern begrüßen. Die Messestände verteilen sich auf drei Hallen mit einer Gesamtfläche von 57.000 Quadratmeter. Und weil an den Tagen der Formnext viele Neuigkeiten von den Unternehmen bekanntgegeben werden, ist es nicht immer ganz so einfach den Überblick zu behalten! 3D-Drucker, Post-Processing-Lösungen, 3D-Scanner: Welche Maschinen erwarten Sie auf der Formnext 2021? Wir wollen heute einen Blick auf die neuesten Maschinen werfen die im Rahmen der Formnext vorgestellt werden und die Sie auf keinen Fall verpassen sollten – insbesondere wenn Sie die Möglichkeit haben, persönlich an der Veranstaltung in Frankfurt teilzunehmen.

Metalizz stellt Nachbearbeitungslösung Smoothit vor

Der französische Hersteller Metalizz ist am Stand 12.0 A59 auf der Formnext anzutreffen, wo das Unternehmen unter anderem seine Smoothit-Lösung, eine Maschine für das M.i.M.-Verfahren (für Multilayer Incremental Mastered) vorstellt. Dieses Verfahren glättet und schützt 3D-gedruckte Kunststoffteile indem ein durchsichtiger Ausgleichslack aufgetragen wird. Smoothit ist mit einer breiten Materialpalette und additiven Fertigungstechnologien kompatibel und dank seiner Kaltaushärtung mit einer durchschnittlichen Zykluszeit von 15 Minuten sofort einsatzbereit.

Links das 3D-gedruckte Rohteil, rechts das nachbearbeitete Teil mit der Smoothit-Maschine (Bild: Metalizz)

Konkret funktioniert die Nachbearbeitung folgendermaßen: der Anwender legt die Teile in die Maschine, die mit 4 Drehachsen ausgestattet ist. Der Lack wird dann in mehreren Schichten von jeweils wenigen Mikrometern aufgesprüht, wodurch eine bessere Wasserdichtigkeit, eine härtere Oberfläche und ein glänzendes oder mattes Finish erzielt wird. Der Benutzer hat die Möglichkeit alle Vorgänge über die Smoothit-Touch-Oberfläche mitzuverfolgen und den Prozess zu steuern. Weitere Informationen finden Sie HIER.

PostProcess präsentiert den DEMI 800

Das US-Unternehmen PostProcess Technologies für eine Reihe von Nachbearbeitungsmaschinen bekannt, die das Entfernen der 3D-gedruckten Teile sowie des überschüssigem Harz erleichtern und automatisieren. Darunter findet sich auch die DEMI Produktreihe, die dazu in der Lage ist überschüssiges Harz von den Bauteilen zu entfernen, welche mit einer SLA-, DLP- oder CLIP-Maschine gefertigt wurden.

Auch der DEMI 800 wird auf der Formnext 2021 am Stand von PostProcess (12.1 F81) zu sehen sein. Dank der Integration der AUTOMAT3D Software, arbeitet die Maschine mit intelligentem Plug&Play. Die auf der SVC-Technologie (Submersed Vortex Cavitation) basierende Maschine verfügt über eine dynamische Strömung, die in Verbindung mit einer optimierten Energieverteilung und den eingesetzten Reinigungsmitteln die Harze schnell und einfach entfernt, ohne dabei das fertige Teil zu beschädigen. Dadurch kann das Fehlerrisiko minimiert und die Arbeitszeit um 80 % reduziert werden. Sie wollen Ihre Nachbearbeitung optimieren? HIER erfahren Sie mehr!

BIGFoot PRO DUAL arbeitet mit Bowden-Pellets

Der BIGFoot Pro Dual 3D-Drucker ist mit zwei unabhängigen Bowden-Pellets-Köpfen ausgestattet. Diese ermöglichen es mit Filament und Pellets gleichzeitig zu arbeiten. Die Maschine die vom spanischen Hersteller Tumaker (ein Unternehmen das zu IT3D und Indart3D gehört) entwickelt wurde zeichnet sich durch ihre Leistung und den Möglichkeiten aus, die der 3D-Druck mit Doppelextrusion bietet. Dazu zählen beispielsweise geringere Kosten und kürzere Herstellungszeiten.

Der BIGFoot Proo Dual

Mit dem Granulatkopf wird die Materialkompatibilität der Maschine erweitert, wodurch auch die Verwendung von sauberen Kunststoffen oder jenen, die nicht in Filamentform verfügbar sind, ermöglicht wird.  Es können Düsen von 0,4-0,6-0,8-2-3-5 mm zur Herstellung eingesetzt werden. Außerdem erlaubt der Bowdenzugkopf die Verwendung von Spulen bis zu 10 kg, was die Qualität der Drucke mit starren Materialien verbessert – unter Einsatz der Düsen von 0,2-0,4-0,6-0,8-1,2 mm. Der 3D-Drucker ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich: BF Pro 200, BF Pro 350 und BF Pro 500. Diese unterscheiden sich insbesondere mit ihrem  Druckvolumen von 490x470x200 mm, 490x470x350 mm bzw. 490x470x500 mm. Die Geräte sind beim deutschen Vertriebspartner Picco erhältlich, den Sie in der Halle 11.0, Stand D68 finden. HIER finden Sie zusätzliche Informationen.

9T Labs

Dieses Jahr stellt der in Zürich ansässige Hersteller 9TLabs AG seine Red Series Additive Fusion-Technologie auf der Formnext vor. Für diese kombiniert ein cloudbasiertes Design- und Simulationstool zwei Geräte. Auf einer Seite steht das Build Modul, ein 3D-Drucker der mit reinen Filamente (PA12, PPS, PEEK, PEKK) sowie qualifizierte und standardisierte Kohlefaserwerkstoffe (sowie Matrizen vom Typ PA12, PPS, PEEK oder PEKK) kompatibel ist.

Sobald das Teil 3D-gedruckt wurde, wird es an die zweite Anlage weitergegeben, dem Fusion Modul. Diese ist eine Nachbearbeitungsgerät zur Fertigstellung der Teile, welche eine maximale Größe von 350 mm x 270 mm x 250 mm haben können sowie ein Volumenverhältnis von bis zu 60 % (Faser zu Material). Beim Einsatz von reinen Filamenten kann das Faser-zu-Material-Volumen sowie die Kosten reduziert werden. Das rechnet sich bei Teilen, bei welchen die Leistung zweitrangig ist. Für einige Anwendungszwecke ist es außerdem möglich, Polymerfilamente zum Druck der letzten Schicht zu verwenden, was schneller und kostengünstiger ist und eine homogene Oberflächenbeschaffenheit entstehen lässt. Die Red Series wurde für die Fertigung von Serienteilen von 100 bis 10.000 Stück/Jahr entwickelt.

Die 3D-Drucklösung von 9T Labs

Laut 9T Labs AG bietet die Lösung „Flexibilität beim Design, eine optimale Kontrolle der Faserplatzierung in allen drei Achsen, eine hervorragende Oberflächenbeschaffenheit (ohne Hohlräume), verbunden mit einem hohen Maß an Wiederholbarkeit und Rückverfolgbarkeit“. Die mit dieser Technologie hergestellten Strukturteile werden in der Luft- und Raumfahrt, im Sport, im Automobilbau, in der Industrie, in medizinischen Geräten und in vielen anderen Märkten eingesetzt. Sie finden 9T Labs AG auf den Ständen von Arkema – Halle 12.1 F119, Solvay – Halle 12.1 A101 und Evonik – Halle 12.1 C69.

Der CeraFab Lab L30 von Lithoz

Der österreichische Hersteller Lithoz ist auf die Entwicklung von keramischen 3D-Druckern spezialisiert, welche auf der Stereolithografie basieren. In diesem Jahr präsentiert das Unternehmen ein neues DLP-Einstiegsgerät, den CeraFab Lab L30. Die Maschine wurde für Forschungslabore und 3D-Druck-Einsteiger entwickelt und verfügt über ein Druckvolumen von 76 x 43 x 170 mm. CeraFab ist eine Maschine, die sich aufgrund ihrer Größe perfekt in jede Arbeitsumgebung einfügt und mit welcher Kleinserien und Sonderanfertigungen problemlos hergestellt werden können. Sie finden Lithoz am Stand 12.1 C21. Darüber hinaus präsentiert der Hersteller am Messestand auch Multimaterialteile (Keramik/Metall, Keramik/Polymer), die mit dem CeraFab Multi 2M30 gefertigt wurden.

AIM3D präsentiert den ExAM510

AIM3D ist ein junges deutsches Unternehmen, genauer gesagt ein Spin-off der Universität Rostock. Auf der Formnext wird das Unternehmen seine Multimaterialmaschine ExAM 510 vorstellen, welche eine optimierte Version des ExAM 255 ist. Der neue 3D-Drucker, der auf einem Pellet-Extrusionsverfahren basiert, hat ein größeres Druckvolumen von 510 x 510 x 400 mm und kann drei Materialien kombinieren (zwei Materialien für die Herstellung und eines für Träger). So kann der Anwender Metalle, Keramik und Polymere kombinieren, die alle in Granulatform erworben werden können. Die Maschine ist am Stand 12.1 A66 als Prototyp zu sehen.

Das neue Gerät ist noch in der Prototypenphase

Markforged FX20

Der US-Hersteller Markforged präsentiert auf der Formnext 2021 mit dem FX20 seine neueste Maschine. Dieser ist nun der größte 3D-Drucker, den das Unternehmen entwickelt hat und arbeitet mit höchster Präzision – der FX20 bietet ein Druckvolumen von 525 x 400 x 400 mm und eine Auflösung zwischen 50 und 250 Mikrometern. Das Gerät ist mit den Verbundwerkstoffen von Markforged sowie mit Ultem und Nylon kompatibel. Zur Ausstattung zählt ein benutzerfreundlicher 7-Zoll-Touchscreen. Wer den FX20 in Action sehen möchte, kann dem Stand 12.0 D01 einen Besuch abstattet.

Partikelfiltration für den 3D-Druck von BOFA

Das britische Unternehmen BOFA hat eine Reihe von Lösungen in seinem Angebot, mit welchen das Filtern von Partikeln aus 3D-Druckern gelingen soll. Darüberhinaus bieten die Geräte von BOFA ein verbessertes Temperatur- und Luftstrommanagement und stellen eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung sicher. Das neuestes Gerät ist der 3D PrintPRO HT, der speziell für 3D-Drucker entwickelt wurde, die mit hohen Temperaturen drucken und Materialien wie PEI, PEKK und PEEK verarbeiten. Die Lösung beseitigt Dämpfe, Gase und Nanopartikel, die von diesen Maschinen, die mit Temperaturen von bis zu 500 °C arbeiten, ausgehen. Am Stand 12.0 E22 können Sie sich am besten selbst von der Maschine überzeugen.

Das neue Gerät von BOFA

*Titelbildnachweis: Mesago / Mathias Kutt

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