Formnext 2026: Das erwartet die Branche

In Paris gaben die beiden Vizepräsidenten Sascha F. Wenzler und Christoph Stüker in diesem Monat einen ersten Ausblick auf die Formnext 2026, die vom 17. bis 20. November in Frankfurt stattfindet. 3Dnatives war vor Ort und hat die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Die Pressekonferenz zeigte, wo die Branche derzeit steht. Seit der Pandemie hat sich die Nutzerbasis der additiven Fertigung erweitert und neue Anwendungsfelder sind hinzugekommen. Die zentrale Frage lautet inzwischen nicht mehr, ob die Technologie funktioniert, sondern wie sie sich im großen Maßstab einsetzen lässt. Dabei steht die Automatisierung im Mittelpunkt. Auch Künstliche Intelligenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Vizepräsidenten machten jedoch deutlich, dass KI ihr Potenzial nur begrenzt entfalten kann, solange viele Prozesse noch nicht automatisiert sind.

Die globale Marktsituation zeigt dabei deutliche Unterschiede. „Der chinesische Markt ist sehr dynamisch und stark exportorientiert. Der größte Markt für additive Fertigung bleiben jedoch die USA, wo sich aktuell vieles auf den Verteidigungssektor konzentriert. Europa wiederum sucht nach Wegen, widerstandsfähigere und zuverlässigere Lieferketten aufzubauen“, erklärte Wenzler. Gleichzeitig verwies er auf die Luft- und Raumfahrt sowie die Energiebranche als wichtige Wachstumstreiber, insbesondere in Deutschland.
Formnext 2026 in Zahlen
Für die Formnext 2026 haben sich bereits 579 Aussteller angemeldet. Bis November soll diese Zahl auf über 800 steigen. Erwartet werden mehr als 38.000 Besucher:innen auf einer Ausstellungsfläche von 50.000 Quadratmetern. China stellt mit 115 Unternehmen die größte internationale Ausstellergruppe, gefolgt von Italien (32), Frankreich (28), den USA (23) und dem Vereinigten Königreich (22).
Zum wachsenden Einfluss Chinas erklärte Stüker gegenüber 3Dnatives:
China hat die additive Fertigung als strategischen Vorteil erkannt und investiert massiv in diesen Bereich. Das erhöht den Wettbewerbsdruck auf internationale Anbieter. Gleichzeitig machen erschwingliche Einstiegssysteme die Technologie für neue Nutzer:innen und Anwendungsbereiche zugänglicher. Die Entwicklung bringt also sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich.
Was steht 2026 auf dem Programm?
Ein Highlight der Formnext 2026 ist eine Sonderausstellung zum Thema Nachbearbeitung. Sie beleuchtet den gesamten Prozess – vom Druck bis zur manuellen Endbearbeitung. Darüber hinaus umfasst das Programm Vorträge von Anwender:innen, die konkrete Anwendungen und Praxisbeispiele vorstellen. Auch die Discover3Dprinting-Seminare für Erstbesucher:innen kehren zurück. Die Formnext Awards zeichnen Innovationen in sechs Kategorien aus, Pitchnext stellt Start-ups in den Mittelpunkt, und das Vereinigte Königreich wird in Zusammenarbeit mit AMUK und Innovate UK Partnerland der Formnext 2026.
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*Bild: Formnext






