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Ford und HP recyceln 3D-Druck-Materialien zur Herstellung neuer Autoteile

Auf 1. April 2021 von Isabell I. veröffentlicht
Ford und HP

Nachdem sich Ford dazu entschieden hat, für seine Fertigungsprozesse wieder auf 3D-Druck zurückzugreifen, hat das Unternehmen eine neue Partnerschaft mit HP abgeschlossen. Die Partner zielen darauf ab, eine Branchenneuheit zu erschaffen, indem sie gebrauchte 3D-gedruckte Teile und Pulver zu spritzgegossenen Autoteilen verarbeiten. Der primäre Vorteil dieser Leistung ist natürlich die Reduzierung der schädlichen Auswirkungen, die 3D-Druckmaterialien, insbesondere Kunststoffe, auf die Umwelt haben können. Ebenso wichtig ist es, zu erwähnen, dass trotz der Wiederverwendung von recycelten Materialien die Endprodukte weder in ihrer Haltbarkeit noch Qualität negativ beeinflusst werden. Zudem ist es eine erfrischende Abwechslung zu dem üblichen Ansatz der Kreislaufwirtschaft in Bezug auf die additive Fertigung, bei welchem normalerweise gebrauchte Produkte zu 3D-gedruckten Teilen recycelt werden und nicht umgekehrt.

Debbie Mielewski, Ford Technical Fellow, Sustainability, erklärt: „Neue Wege zu finden, mit nachhaltigen Materialien zu arbeiten, Abfall zu reduzieren und die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft anzuführen, sind Leidenschaften bei Ford. Viele Unternehmen finden großartige Einsatzmöglichkeiten für 3D-Drucktechnologien, aber zusammen mit HP sind wir die ersten, die eine hochwertige Anwendung für Pulverabfälle finden, die wahrscheinlich weggeworfen worden wären, und sie in funktionale und nachhaltige Automobilteile verwandeln.

Ford und HP

Bildnachweis: Ford

Erstmals in Ford Super Duty F-250 Trucks eingesetzt, werden diese recycelten Materialien nun bei der Herstellung von spritzgegossenen Kraftstoffleitungsclips verwendet. Diese Teile erfüllen nicht nur den Standard der Chemikalien- und Feuchtigkeitsbeständigkeit ihrer konventionell gefertigten Gegenstücke, sondern übertreffen diese auch in Bezug auf Leichtigkeit (um 7%) und Kosten (um 10%). Also untersuchte das Forschungsteam von Ford, welche anderen Teile von diesem neuen Material profitieren könnten, und fand zehn weitere Kraftstoffleitungsclips an bestehenden Fahrzeugen, die dem Profil entsprechen.

Die 3D-Drucker von HP sind für die Produktion mit hohem Durchsatz gedacht und geeignet. Ihre Systeme und Strukturen sind hingegen auch darauf ausgelegt, möglichst wenig überschüssiges Material zu erzeugen und so viel Pulver wie möglich wiederzuverwenden. Ellen Jackowski, Leiterin für Nachhaltigkeit und soziale Auswirkungen bei HP, fügt hinzu: „3D-Fertigungsprozesse sind nachhaltiger, aber wir streben immer danach, mehr zu tun und unsere Branche voranzubringen, um neue Wege zur Reduzierung, Wiederverwendung und zum Recycling von Pulvern und Teilen zu finden. Unsere Zusammenarbeit mit Ford erweitert die ökologischen Vorteile des 3D-Drucks und zeigt, wie wir völlig unterschiedliche Branchen zusammenbringen, um gebrauchte Fertigungsmaterialien besser zu nutzen und so eine neue Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.“ Durch die Zusammenarbeit konnten Ford und HP nun diese Lösung entwickelt, die keinen Abfall produziert.

Ford investiert bereits seit einigen Jahren in die additive Fertigung (Bildnachweis: Ford)

Ford hat bereits in mehreren Produktionsbereichen 3D-Drucktechnologien integriert. Das Unternehmen hofft, eines Tages nur noch vollständig nachhaltige Materialien in seinen Fahrzeugen zu verwenden. Debbie Mielewski kommentiert, wie die Zusammenarbeit zwischen Ford und HP dieses Ziel erleichtern wird: „Einer der Schlüssel zum Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele und zur Lösung der umfassenderen Probleme in unserer Gesellschaft ist die Zusammenarbeit mit anderen gleichgesinnten Unternehmen – wir können es nicht alleine schaffen. Mit HP haben wir das Abfallproblem definiert, die technischen Herausforderungen gelöst und in weniger als einem Jahr eine Lösung gefunden, worauf wir alle stolz sind.

iemai

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