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Filament Aufbewahrung: So lagern Sie Ihre 3D-Druck Filamente richtig!

Am 11. September 2023 von Leonie M. veröffentlicht

Der FDM/FFF-3D-Druck wird besonders für den Privatgebrauch immer populärer. Ob Zuhause oder im Büro, der 3D-Druck mit Filamenten kann nicht nur ein nützlicher Helfer für Alltagsgegenstände sein, er lässt der Kreativität freien Lauf und bereitet Spaß und Freude für jedermann – ob klein oder groß! 

Die Auswahl an den für den Druck notwendigen Filamenten ist dabei äußerst breit gefächert. So bieten diverse Hersteller Filamente aus den unterschiedlichsten Kunststoffen an. Dabei reicht das Angebot heutzutage über herkömmliche Kunststoffe wie PLA, ABS und ASA bis hin zu PETG, Nylon und Hochleistungskunststoffen wie PEEK und PEKK. Doch so unterschiedlich die Filamente sein mögen, etwas haben sie alle gemeinsam – Sie müssen stets richtig gelagert werden, um ein optimales Druckergebnis erzielen zu können. In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen die korrekte Aufbewahrung von Filamenten für den 3D-Druck vor. 

(Bild: Cults)

Warum ist die Filament Aufbewahrung wichtig?

Zunächst ist es wichtig zu klären, weshalb Filamente für den 3D-Druck richtig gelagert werden müssen. Jedes Material hat unterschiedliche Eigenschaften und Beschaffenheiten, so sind einige Kunststoffe wie Nylon und PVA sensibler gegenüber Umwelteinwirkungen als andere. Eine falsche Lagerung der unterschiedlichen Materialien kann zu fehlerhaften und unschönen Druckergebnissen führen. So kann es zu extremer Fadenbildung (Stringing) kommen und zu äußerst spröden und brüchigen Teilen. Blobs auf der Bauteiloberfläche sowie regelmäßige verstopfte Druckköpfe können ebenfalls Anzeichen für falsch gelagertes Filament sein. Angaben zufolge reduziert sich die Festigkeit des Materials um ganze 33%, wenn das Filament in einer feuchten Umgebung gelagert wurde. Um dies künftig zu vermeiden, stellen wir Ihnen im Folgenden einige Tipps und Maßnahmen vor, um Ihr Filament richtig aufzubewahren. 

Wie bereits erwähnt, hat nicht jedes Material dieselben Charakteristiken, demnach unterscheidet sich die “richtige” Lagerung je nach Kunststoff. Hierbei ist es allerdings wichtig zu erwähnen, dass jedes Filament, ganz unabhängig vom Material, bei ungünstigen Bedingungen dessen Druckeigenschaften verändert. Allerdings gibt es Kunststoffe wie ABS, PLA und PETG die widerstandsfähiger sind und sich eine falsche Lagerung so langsamer bemerkbar macht, als bei manch anderen sensiblen Materialien. 

Die richtige Lagerung 

Frisch gekauftes Filament sollte möglichst innerhalb von 12 Monaten verwendet werden, um einen optimalen Druckvorgang zu erzielen, andernfalls sollte stets auf eine korrekte Aufbewahrung geachtet werden, um das Filament zu schützen. Das Filament sollte dabei stets an einem möglichst kühlen Ort gelagert werden, eine optimale Temperatur für die Aufbewahrung liegt dabei zwischen 15 bis 24 Grad. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Lagerung ist die Luftfeuchtigkeit. Alle Kunststoffe nehmen mit der Zeit Luftfeuchtigkeit auf, der Unterschied liegt hierbei allerdings in der Menge. So werden Kunststoffe hinsichtlich ihrer Aufnahme von Feuchtigkeit in großen Mengen in zwei Kategorien unterteilt – den hygroskopischen und den nicht hygroskopischen Kunststoffen. Während weniger hygroskopische Materialien, wie ABS, ASA, PETG oder TPU vor dem Gebrauch lediglich getrocknet werden sollten, um optimale Druckergebnisse zu gewährleisten, absorbieren gewisse hygroskopische Kunststoffe wie PLA, PVA und Nylon besonders viel Feuchtigkeit. Diese regenerieren sich nach dem Trocknen nicht vollständig und neigen eher zu fehlerhaften und problematischen Druckergebnissen. 

Filamente können in Luftdichten Boxen gelagert werden. (Bild: Printdry)

Um die Filamente also vor Feuchtigkeitseinflüssen zu schützen, können einige Maßnahmen ergriffen werden. So ist es sinnvoll, die Filamente in luftdichten Behältern, idealerweise mit Trockenmitteln zu lagern. Häufig werden kleine mit Natriumsilikatkügelchen gefüllte Säckchen als Trockenmittel  verwendet. Diese sind in der Lage, die entstehende Feuchtigkeit zu binden und die Filamente so trocken zu halten. Doch auch Vakuumbeutel können für die Aufbewahrung von Filament problemlos verwendet werden. 

Nun wissen Sie, warum Sie Ihr Filament stets korrekt lagern sollten und wissen, welche Maßnahmen Sie hierfür ergreifen können. 

Haben Sie schon Erfahrungen mit einem brüchigen und spröden Filament gemacht? Wie lagern Sie Ihre Filamentspulen? Lassen Sie uns gerne einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf Facebook oder  LinkedIN  mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

*Titelbildnachweis: Xometry

Ein Kommentar

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  1. Ben sagt:

    Bisher hatte ich nur mit PLA und PETG Filamenten zu tun gehabt.

    Alle Filamente werden in eine große luftdichte Box gelagert. In diesen Boxen sind Trocknungsgeräte eingestellt, die nach einer gewissen Zeit immer wieder ans Stromnetz angeschlossen werden müssen. Wenn diese in den Boxen sind, nehmen diese die Luftfeuchtigkeit auf und senken die Luftfeuchtigkeit in den Boxen auf max. 10% herunter.

    Ich wusste noch nicht, dass Neu erworbene Filamente innerhalb von 12 Monaten verwendet werden sollten. Habe einen etwas umfangreichen Vorrat ein Filamwent-Rollen zugelegt, um bei Bedarf immer die richtige Farbe und das richtige Material zur Verfügung zu haben. Viele Rollen sind noch gar nicht geöffnet worden und somit original versiegelt. Hatte angenommen, dass die Versiegelung so gut ist, dass man diese einige Jahre so lagern könnte.

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