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Filadental-Gips, der Durchbruch auf dem Gebiet der Zahntechnik

Auf 27. Januar 2021 von Michelle J. veröffentlicht
Filadental-Gips

Die additive Fertigung hat bereits eine beträchtliche Anzahl von Gewerken und Branchen erreicht und bietet erhebliche Vorteile in Bezug auf Produktivität, Kosten, Anpassung und Lieferzeiten. Dabei findet sie insbesondere in der Zahnmedizin Einsatz, wo sie die Anpassung der Zahnimplantate, -brücken, etc. an den jeweiligen Patienten erleichtert. Laut dem Beratungsunternehmen QY Research soll die Branche des 3D-Dentaldrucks daher bis Ende 2025 voraussichtlich einen 930 Millionen Dollar Wert erreichen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17%; ein Wachstum, das durch die ständige Entwicklung von 3D-Technologien und deren Materialien, wie das Filament Filadental-Gips, erklärt werden könnte.

Bei der Herstellung von kundenspezifischen Dentalprodukten nimmt der Zahnarzt zunächst einen Abdruck der Zähne des Patienten. Dies kann auf traditionelle Weise oder aber mit einem 3D-Scanner geschehen. Danach wird der Abdruck an ein Labor geschickt, wo meist mithilfe eines Kiefermodells aus Gips das jeweilige medizinische Produkt (Schienen, Implantante usw.) hergestellt wird. Doch genau an diesem Punkt stieß der FDM-Druck bisher auf ein Problem: Die herkömmlichen Filamente weisen nicht den benötigten Gipsanteil auf, um erstellte Modelle bei der Krankenkasse abrechnen zu lassen. Mit Filadental-Gips liefert 3dk.berlin nun die Lösung für das Problem.

3dk.berlin ist ein Label des ISO 9001 zertifizierten Premiumherstellers Bernhardt Kunststoffverarbeitungs GmbH. Das Label ist spezialisiert auf die Herstellung von 3D-Druck-Filamenten und Rohstoffen für die additive Fertigung. Zu seinem weiten Spektrum an Filamenten gehört unter anderem die Dentalfilament-Reihe, die speziell für den Einsatz in der Zahntechnik entwickelt wurde. Zu dieser Reihe gehört auch Filadental-Gips.

3D-Technologien im 3D-Zahntechnik für mehr Präzision und kürzere Fertigungszeiten sorgen | Bildnachweis: 3dk.berlin

Filadental-Gips

Viele Zahntechniker und Kieferorthopäden wünschten sich ein abrechnungsfähiges Gips-Filament. Aus diesem Grund entwickelte 3dk.berlin in intensiver Zusammenarbeit mit verschiedenen Zahntechnikern Filadental-Gips. Das Filament enthält einen echten Hartgipsanteil. “Es ist somit kein gipsähnliches Filament, oder ein Imitat.”, wie Cultus Dentes, Dentallabor in Berlin, erklärt. Dabei behält es die Eigenschaften eines herkömmlichen Filaments zum Drucken bei, und soll laut Hersteller daher genauso einfach zu drucken sein wie PLA. Die Drucktemperatur liegt bei 205 – 220°C und die Druckbetttemperatur bei 60°C. 

Aber das ist noch nicht alles, denn von der Kombination des hohen Gips-Anteils mit einem Polymer soll auch die Nachbearbeitung profitieren. So soll seine Konsistenz das Fräsen und Bohren ohne Verklebung des Werkzeugs ermöglichen, und gleichzeitig durch den Polymer-Anteil so gut wie keine Staubentwicklung zulassen, wie es bei klassischem Gips der Fall wäre. Außerdem ist Filadental-Gips biologisch abbaubar und eignet sich daher, wenn es richtig gedruckt ist, sogar als Tiefziehwerzeug für Aufbiss-, Knirsch-, bzw. Alignerschienen. Alle Produkte der Filadental-Reihe werden als 1kg Spulen im Print-out-of-the-Box – Verpackungssystem geliefert. Das bedeutet, dass die Verpackung gleichzeitig als Spulenabroller fungiert und das Material so vor, während und nach dem Druck vor Umwelteinflüssen schützt. 

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Diese Innovation stellt einen entscheidenden Schritt für den FDM-Druck in der Zahntechnik dar. Die Zahntechniker von Cultus Dentes sind auf jeden Fall begeistert: “Was musste man nicht für Nischen suchen und finden, um digitale Lösungen für die Patienten anbieten zu können und trotzdem Geld von der Kasse zu bekommen? Aber all das gehört nun der Vergangenheit an!”

Filadental-Gips

Leichtere Nachbearbeitung Dank des Zusammenspiels zwischen Polymer- und Hartgips-Anteil | Bildnachweis: 3dk.berlin

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