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FDM 3D-Drucker: 10 Hersteller aus der DACH-Region, die Sie kennen sollten

Auf 16. Juni 2021 von Isabell I. veröffentlicht

Seit seiner Patentanmeldung im Jahre 1989 durch Scott Crump, Mitgründer von Stratasys, hat sich das Fused Deposition Modelling stark weiterentwickelt. Tatsächlich war es laut Statista 2018 die meistgenutzte 3D-Druck-Technologie, denn 46 % der Befragten haben angegeben, FDM zu verwenden. Das sollte wenig überraschend sein: Immerhin ist das FDM 3D-Druck-Verfahren nicht nur bei Heimwerkern aufgrund des Kostenfaktors beliebt, sondern wird auch in der Industrie für das Prototyping, die Werkzeugherstellung und mehr genutzt. Über die Jahre haben auch viele deutschsprachige Unternehmen den Marktwert dieser Technologie erkannt und sich dazu entschlossen, eigene FDM-3D-Drucker anzubieten. Wir präsentieren Ihnen in unserer Auswahl 10 FDM-Hersteller, welche in der DACH-Region angesiedelt sind. Die Listung erfolgt nach keiner bestimmten Reihenfolge. 

innovatiQ

Im Jahre 2010 ursprünglich als German RepRap gegründet, operiert das Unternehmen nun als innovatiQ GmbH + Co KG. Das Münchner Unternehmen entwickelt und vertreibt 3D-Drucker für industrielle Anwendungsbereiche und hat sich unter anderem auf die FDM-Technologie spezialisiert. Insgesamt bietet innovatiQ drei FDM-Maschinen und einen LAM 3D-Drucker, den L320. Der kleinste FDM-3D-Drucker in seinem Portfolio ist der x400, welcher über einen großzügigen Druckraum, eine hohe Präzision und eine schnelle Geschwindigkeit verfügt. Mit dem x400 können Industrie- sowie Serienprodukte gefertigt werden. Mit dem x500pro bietet das Unternehmen eine Lösung für den Seriendruck von Hochleistungsmaterialien. Außerdem kann dieser 3D-Drucker mit einem großen Bauvolumen von 500 x 400 x 450 mm sowie einem Gesamtgewicht von über 180 Kilogramm punkten, was eine hohe Stabilität gewährleistet. Nicht zuletzt wurde der x1000 entwickelt, welcher mit einem Volumen von 480 Litern perfekt auf die Anforderung von professionellen Industriekunden zugeschnitten ist. Eine Besonderheit aller 3D-Drucker von innovatiQ ist die Open Material Platform, welche den Einsatz von vielen unterschiedlichen Verbrauchsmaterialien ermöglicht.

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Der x500pro 3D-Drucker ist einer von drei FDM-Maschinen von innovatiQ.

EVO-tech

Der 3D-Druck- und Filament-Hersteller EVO-tech wurde 2013 gegründet und hat neben der Firmenzentrale in Schörfing am Attersee in Österreich auch einen Sitz in Mönchengladbach in Deutschland. Im Sortiment von EVO-tech finden sich drei FDM-Lösungen: EL-28 BASIC, EL-28 ADVANCED und EL-102 V2. Der EL-102 VS ist das neueste Modell und verfügt mit Abmessungen von 500 x 400 x 510 mm über den größten Druckraum. Das Gerät hat ein Druckvolumen von 102 Liter, verfügt über zwei Druckdüsen und kann mit einer Düsentemperatur von bis zu 420°C arbeiten. Für den Druck können sowohl die 15 Materialien des Herstellers als auch Filamente von Drittanbietern genutzt werden. 

Der EL-102 VS von EVO-tech bietet einen Druckraum von 500 x 400 x 510 mm

Apium

Wenig überraschend zählt auch Apium zu den wichtigen FDM-Maschinen-Herstellern in der DACH-Region. Das 2014 gegründete Unternehmen ist in Karlsruhe ansässig und konzentriert sich auf die Entwicklung von Filamenten aus Hochleistungspolymeren sowie auf die Produktion von FDM-3D-Druckern. Laut eigener Aussage ist Apium das erste Unternehmen, das PEEK für den FDM-3D-Druck druckbar gemacht hat. Unter anderm befinden sich die Maschinen Apium P220 und Apium M220 in seinem Sortiment. Bei dem Apium P220 handelt es sich um einen industriellen 3D-Drucker für Hochleistungskunststoffe mit einer Bauraumgröße von 250 x 155 x 150 mm. Das Apium Adaptive Heating System soll die Lösung von anderen Maschinen abheben, denn dieses heizt nur in den Bereichen, in denen es sinnvoll ist. Auf diese Weise kann eine bessere Oberflächenqualität und Schichthaftung erreicht werden. Der Apium M220 ist hingegen für die kostengünstige Herstellung kundenspezifischer Implantate gedacht. Der 3D-Drucker bietet unter anderem eine sterile Druckumgebung, gleichbleibende Bauteilqualität und integrierte Software. Die Bauraumbegrenzung beträgt 130 x 130 x 120 mmm.

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Apium P220: ein industrieller 3D-Drucker für Hochleistungskunststoffe

BigRep

Wer auf der Suche nach Lösungen im Großformat ist, ist sicherlich bereits auf die BigRep GmbH gestoßen. Das Berliner Unternehmen wurde 2014 gegründet und zählt zu den weltweit führenden Akteuren im großformatigen FDM-3D-Druck. Im aktuellen Portfolio befinden sich drei FDM-3D-Drucker: der BigRep PRO, der BigRep STUDIO G2 und der BigRep ONE. Letzterer wurde mit dem Ziel konzipiert, den industriellen 3D-Druck von großformatigen Objekten so einfach und kostengünstig wie möglich zu gestalten, und wurde 2016 mit dem Deutschen Designpreis ausgezeichnet. Der BigRep STUDIO G2 ist hingegen die bessere Lösungen, wenn mehr Wert auf industrietaugliche Materialien gelegt wird. Denn die Maschine kann mit ihrem Dual-Extruder, ihrer kontrollierten Temperatur und ihrem Druckraum von 500 x 1000 x 500 mmm hochauflösende und komplexe Teile beispielsweise mit Nylon drucken. Auch dem BigRep PRO fehlt es nicht an Produktivität: Er bietet Anwendern die Möglichkeit, schnell und kostengünstig ihre Bauteile in Originalgröße zu produzieren.

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Der BigRep ONE hat ein Druckvolumen von 1005 x 1005 x 1005 mm.

Pyot Labs 

Die PYOT Labs GmbH ist ein junges Unternehmen aus Berlin, welches sich auf die Entwicklung von FDM-Geräten spezialisiert. PYOT will dem Motto “Print your own things” gerecht werden und stellt deshalb in seinen Maschinen sicher, dass diese einfach zu bedienen sind. Im Produktportfolio findet sich der PYOT Basic für Heimwerker, der PYOT ONE Professional für den Bürobetrieb sowie der PYOT ONE Discovery 2M, ein Alleskönner für professionelle Zwecke. Alle PYOT 3D-Druck sind mit WLAN ausgestattet, können mit einer mobilen App einfach ferngesteuert werden und verfügen über ein entnehmbares Edelstahl Druckbett. Der PYOT ONE Discovery 2M verfügt sogar über einen Dual-Extruder.

Der PYOT ONE Discovery 2M

9T Labs

9T Labs ist ein Spin-Off der ETH Zürich und bietet mit der patentierten AFT-Technologie (Additive Fusion Technology) die Möglichkeit, Objekte mit Kohlefaser-Verbundwerkstoffen additiv zu fertigen. Laut des Schweizer Unternehmens seien die Anwendungsmöglichkeiten vielfältig. Mit zwei unterschiedlichen Modellen möchte 9T Labs, das 2018 gegründet wurde, den Anforderungen unterschiedlicher Industrien gerecht werden. So zielt das Start-up beispielsweise darauf ab, durch den 3D-Druck mit Endlosfasern das „Buy-to-Fly“-Verhältnis der Luft- und Raumfahrtindustrie zu verbessern. Das Unternehmen unterscheidet zwischen der Red Series Additive Fusion Solution und der Red Series Industrial 3D Printing Solution. Letztere eignet sich für industrielle Zwecke, verfügt über einen Bauraum von 350 x 270 x 250 mm und ermöglicht den Druck bei bis zu 400°C. Neben den AFT-Geräten hat 9T Labs die patentiere Software Fibrify® entwickelt, welche zur Optimierung der Fasern eingesetzt wird.

Die Red Series Additive Fusion Solution von 9T Labs

Membino

Bei Membino, einem in Schleswig-Holstein ansässigen 3D-Druck Anbieter, stehen die Ansprüche der Kunden im Vordergrund. Denn der deutsche Hersteller passt die Maße seiner 3D-Drucker gerne individuell an. Dabei stehen als Ausgangsbasis zwei Produktlinien zur Auswahl: Membino Pro und XL. Laut Hersteller eignet sich die Pro Serie besonders zur Erledigung von einfachen Druckaufträgen. In dieser finden sich bereits drei Modelle, wobei der Membino 543 PRO mit einem großen Druckraum von 505 x 420 x 300 mm hervorsticht. Ab einer Druckfläche von 800 x 600 mm beziehungsweise einer Druckhöhe von mehr als 70 0mm wird von der XL-Serie gesprochen. Alle Modelle können mit der Twin-Option (einem zweiten Druckkopf) ausgestattet werden, was die Druckmöglichkeiten zusätzlich erweitert.

Der Membino 543 PRO befindet sich im Sortiment von Membino.

Multec

Die Multec GmbH ist bereits seit 2011 in Baden-Württemberg ansässig. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von industriefähigen additiven Produktionsmaschinen spezialisiert hat. Das Kennzeichen der Maschinen von Multec ist der patentierte Vierfachdruckkopf 4Move, der lediglich in seinem kleinsten 3D-Drucker, den Multirap M10, nicht vorhanden ist. Dieser besondere Druckkopf erlaubt die Kombination von bis zu vier unterschiedlichen Materialien in einem Druckvorgang. Außerdem können bei dem 3D-Druck unterschiedliche Düsengrößen eingesetzt werden, sodass die Druckzeit verkürzt und gleichzeitig die Oberflächenqualität gewährleistet werden kann. Neben dem Multirap M10 bietet Multec zwei weitere FDM-Maschinen: Den Multirap M500, ein Großraum 3D-Drucker, und den Multirap M800, der im Gegensatz zum Multirap M500 über einen größeren Bauraum von 650 x 500 x 800 mm und über eine HIGHSPEED-Variante verfügt.

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Die verschiedenen FDM-Maschinen von Multec

3BOTS 3D Engineering GmbH

3BOTS ist ein Start-up aus der deutschen Bundeshauptstadt Berlin, das 3D-Scanner– und Drucklösungen für industrielle und künstlerische Anwendungszwecke konzipiert. Im Sortiment von 3BOTS befindet sich beispielsweise der KONG1000, ein Großformat FDM-Drucker, welcher über ein Druckvolumen von einem Kubikmeter verfügt. Dieser wurde im Jahr 2018 gelauncht und kann mit zwei 10 kg Filament-Spulen gleichzeitig betrieben werden. 3BOTS möchte mit seinen Maschinen den Ansprüchen von Kunden gerecht werden, welche die additive Fertigung für industrielle oder künstlerische Zwecke nutzen. Die 3D-Drucker verfügen über eine offene Schnittstelle und eine Open-Source Software, um eine lange und flexible Nutzung zu gewährleisten.

Der Großformat FDM-Drucker KONG1000

HAGE3D GmbH

Bei dem letzten FDM-Hersteller unserer Liste handelt es sich um HAGE3D, eine ehemalige Business Unit, die 2014 aus der HAGE Sondermaschinenbau GmbH entstanden ist und nun selbstständig in Steiermark, Österreich, ansässig ist. Heutzutage zählt HAGE3D aufgrund seiner präzisen Druck-Lösungen, die Detailgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit versprechen, zu den europäischen Marktführern im industriellen 3D-Druck. Die großen Bauräume der 3D-Drucker von HAGE3D ermöglichen nicht nur die Herstellung von Prototypen und Funktionsbauteilen, sondern auch von Kleinserien und Halterungen für den Vorrichtungsbau. Im Portfolio befinden sich der HAGE3D 72L, der mit einer Vielzahl an Kunststoffen kompatibel ist, der HAGE3D 84L, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist, der HAGE3D 140L, der mehrere Extruder integrieren kann, und der HAGE3D 170C, der für den großvolumigen Druck von Strukturbauteilen aus technischen Polymeren gedacht ist.

Der HAGE3D 140 L überzeugt mit einem imposanten Bauraum.

Für welchen FDM 3D-Drucker würden Sie sich entscheiden? Kennen Sie weitere DACH-Hersteller? Lassen Sie uns dazu einen Kommentar da, oder teilen Sie es uns auf Facebook, TwitterLinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

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