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Experience Additive Manufacturing 2019 in Augsburg: Exklusives Interview vorab zur Veranstaltung

Auf 28. August 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
Experience Additive Manufacturing

Bald ist es wieder soweit: Die „Experience Additive Manufacturing 2019“ findet nach erfolgreichem Start 2018 dieses Jahr erneut statt. Vom 24. – 26. September erhalten die Besucher auf der Messe Augsburg viele neue innovative Impulse rund um die Additive Fertigung. Vor dem Start der EAM 2019 hatten wir die Gelegenheit auf ein exklusives Vorabinterview mit der Projektleiterin Stefanie Puttner und konnten so schon ein bisschen mehr über das diesjährige Event erfahren:

1. Können Sie sich kurz vorstellen und uns mehr über die EAM erzählen?

Stefanie Puttner – Projektleiterin der EAM 2019

Mein Name ist Sarah Puttner, ich bin seit 2015 bei der Messe Augsburg und seit Oktober letzten Jahres Projektleiterin der EAM. Vom 24. – 26. September 2019 steht Augsburg das zweite Mal ganz im Zeichen von flexiblen, innovativen und effizienten Fertigungsverfahren. Die neue Fachmesse im Multi-Location-Format macht AM erlebbar, schafft Transparenz und Überblick im massiv wachsenden Markt der industriellen additiven Fertigung. Mit praxisnahen Business Cases, Innovationen und hochaktuellen, anfassbaren Exponaten unterstützt die EXPERIENCE ADDITIVE MANUFACTURING Anwender und Noch-Nicht-Anwender, die unendlichen Möglichkeiten von AM verfahrens-, anwendungs- und materialübergreifend zu erfassen und fördert den Informationsaustausch und Wissenstransfer.

2. Was war Ihre Motivation eine solche Veranstaltung zu starten? Wie entstand die EAM?

Der Impuls kam von der IHK Schwaben, die in einer groß angelegten Technologiestudie herausgefunden hat, dass Additive Fertigung neben Robotik und Energietechnik zu den drei wichtigsten Technologien für die Unternehmen in der Region gehört. Das ist auch nicht verwunderlich, da die Wirtschaftsregion eine ausgeprägte Produktionsstruktur aufweist, v.a. in den Anwendungsbranchen Luft- und Raumfahrt, Automobil und Maschinen- und Anlagenbau.

Vor der Entscheidung, einen entsprechenden Event zu organisieren, sprachen wir mit zahlreichen Marktteilnehmern und dem gesamten deutschsprachigen Raum, darunter Hersteller, Dienstleister, Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, aus Produktion sowie Anwender aus der Region. Diese Gespräche wurden ausgewertet und es hat sich herauskristallisiert, dass es bei der additiven Fertigung noch einen sehr großen Informations- und Aufklärungsbedarf gibt. Die Auswertung zeigte, dass viele Unternehmen, insbesondere mittelständische Unternehmen zwar die Vorteile der Additive Fertigung verstanden haben, aber momentan noch das Wissen fehlt, was es bedeutet, Additive Fertigung wertschöpfend zu nutzen und in die Produktionsprozesse zu integrieren. Welchen Mehrwert die Technologie für die Produktentwicklung und die Produktion bietet und welche Entwicklungschancen daraus resultieren können, ist vielen noch nicht klar. Die Gespräche und deren Auswertung bildeten den Rahmen für die konzeptionelle Ausgestaltung der Veranstaltung. Auf diese Weise gewährleisten wir eine marktgerechte Konzeption, eine Veranstaltung mit maximalem Kundennutzen und die Ausrichtung auf Geschäftsanbahnungen und wertvolle Netzwerkkontakte.

Experience Additive Manufacturing

Auch für Möglichkeiten zum Networking ist auf der EAM 2019 gesorgt

3. Die EAM findet nun schon zum 2. Mal statt, inwiefern unterscheidet sich die EAM 2019 von der EAM 2018?

In erster Linie unterscheidet sich die EAM 2019 durch bis dato 24 Neu-Aussteller, die wir im September als Aussteller zum ersten Mal begrüßen dürfen und worüber wir uns wirklich sehr freuen. Übrigens, auf unserer EAM LinkedIn Seite stellen wir alle unsere Neu-Aussteller unter #neudabei einzeln vor. Schauen Sie doch gerne einmal auf LinkedIn vorbei!

In Bezug auf das Rahmenprogramm gibt es auch einige Neuheiten: Die Sonderschau AM Value Chain wird in diesem Jahr noch größer als in 2018. Mit der konzeptionellen Unterstützung von toolcraft können wir die Sonderschau noch spannender gestalten. Wir haben zwei neue Bereiche hinzugefügt, zum einen gibt es den neuen Bereich „Einstieg“. Hier werden allgemeine Fragen beantwortet, wie z.B. „Wann macht AM Sinn?“ Neben den Bereichen Pre-, In- und Post-Process haben wir als zweiten, neuen Bereich den „prozessübergreifenden Bereich“ hinzugefügt. Diesem widmen wir Themen, die sich zum einen mit Aus- und Weiterbildung, Recycling oder auch Intellectual Property beschäftigen.

Experience Additive Manufacturing

Da die Industry & Science Shuttles 2018 so eine große Nachfrage erzeugten, werden wir auch zur EAM 2019 Industry & Science Shuttles anbieten. Wir fahren diesmal zu EOS nach Krailling, sowie zu Hosokawa Alpine und ins AMLab in Augsburg.

Auch für den Anwenderdialog AM Table Talks haben wir schon zahlreiche neue und interessante Use Cases von Anwendern gewinnen können, die durch Kurzpräsentationen vorgestellt und anhand von Exponaten erklärt werden. Da gibt es zum Beispiel für die Session „Anlagen- & Maschinenbau“ Vorträge von DMG Mori, BSF Bünter oder Trumpf, die uns Einblicke bei speziellen Anwendungsfällen geben. Bei der „Luft- und Raumfahrt“ Session sind Premium Aerotec, Airbus Helicopters und HPS Raumfahrttechnik mit interessanten Use Cases dabei. Aber auch auf die Session „Medizin- und Dentaltechnik“, „Werkzeug- und Formenbau“, „Mobility & Automotive“ und „Werkstoffe und Materialen“ dürfen Sie gespannt sein, denn da stehen auch schon tolle Vorträge fest. Das endgültige Programm wird Mitte August fertig gestellt und werden wir auch auf www.experience-am.com und auf unserer EAM LinkedIn Seite vorstellen.

Der AM Table Talks liefert spezielle Einblicke in verschiedene Anwendergebiete

Ein weiteres Highlight ist, dass wir in diesem Jahr beim 23. Seminar für additive Fertigung stolze 175 Jahre Erfahrung an Bord haben: Mit Dr. Wilhelm Meiners von Trumpf, Andy Middleton von Stratasys, Dr. Steffen Beyer von Ariane Group, Andreas Berkau von Oerlikon und Thomas Lück von Cirp konnten unsere Veranstaltungspartner iwb der TU München sowie das Fraunhofer IGCV das geballte Wissen hochkarätiger Referenten gewinnen.

Am zweiten Tag der Messe wird es nachmittags außerdem einen Workshop zum Thema „Die Additive Fertigung: Beginn als Neuling. Herausforderung und Lernprozess. Gewinn als große Chance“ geben. Der Workshop richtet sich speziell an Noch-Nicht-Anwender. Es sind alle Besucher herzlich eingeladen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Durchgeführt wird der Workshop von der Firma Jell GmbH & Co. KG, einem sehr erfahrenen AM Dienstleister.

Des Weiteren durften wir einige neue Partner hinzugewinnen. Partnerschaften ermöglichen uns direkt in die Anwendungsbranchen hinein zu kommunizieren und Anwender und Noch-Nicht Anwender zur EAM einzuladen. Neben zahlreichen Fachmagazinen wie DeviceMed, Form+Werkzeug, konstruktionspraxis, MM MaschinenMarkt, Metal Additive Manufacturing oder auch das Schweizer Industriemagazin Maschinenbau sind beispielsweise auch Verbände und Organisationen wie das Forum MedTech Pharma, Verband Swiss Engineering, SV Veranstaltungen und 3Dnatives dabei.

Auch dieses Jahr sind auf der EAM viele neue Partner, die ihre innovativen Anwendungen vorstellen

4. Worauf freuen Sie sich als Veranstalter dieses Jahr besonders?

Das ist eine schwierige Frage, da gibt es sehr viel, worauf ich mich freue. Als Veranstalter freut man sich natürlich, wenn alles reibungslos klappt, Aussteller und Besucher zufrieden sind. Ich persönlich freue mich aber sehr auf die AM Table Talks sowie die AM Value Chain, denn hier steckt bei der Organisation einfach sehr viel Herzblut drinnen, um unseren Besuchern ein tolles Rahmenprogramm bieten zu können. 

5. Was unterscheidet die Fachmesse EAM von ähnlichen Events in der Branche?

Die meisten wissen, dass Bauteile mittlerweile durch 3D-Druck produziert werden können, aber leider ist vielen noch nicht bewusst, dass das Bauteil nach dem Druck bei weitem noch gar nicht fertig ist und dass bei der Produktion sehr viele vor- und nachgelagerte Schritte notwendig sind, bis das Bauteil einsatzbereit ist. Und genau das macht sich die EAM zur Aufgabe:

Sie bietet anwendungsorientierte und praxisnahe Antworten und Lösungen, wie diese Zukunftstechnologie vernünftig und für das Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann und erklärt die neuen Chancen und Möglichkeiten, wie Fertigungsverfahren im Unternehmen durch AM beeinflusst werden und somit auch der Produktionsprozess positiv verändert werden kann. Die EAM schafft es, den Markt transparent und übersichtlich abzubilden. Es gibt die Aufteilung in Pre-, In- und Post-Process, um gezielt auf einzelne Prozessschritte eingehen zu können. Sie ist eine Plattform für alle, ob große Anlagenhersteller, Start-Ups oder Dienstleister, alle kommunizieren hier auf Augenhöhe.

Experience Additive Manufacturing

Die EAM informiert wie der komplexe Produktionsprozess eines Bauteils optimiert werden kann

Die EAM ist die erste Anlaufstelle für Unternehmen, die eine transparente Unterstützung sowie unabhängige Beratung bei der strategischen Make-or-Buy-Entscheidung suchen. Wir haben speziell für die EAM ein Multi-Location-Konzept entwickelt, mit dem Ziel der Inszenierung von Additiver Fertigung, d.h. die Technologie erlebbar zu machen. Das Konzept soll insbesondere Noch-Nicht-Anwender ansprechen, die sich einen Überblick über diese innovative Technologie verschaffen möchten. Das einzigartige und anwendungsorientierte Konzept bietet durch das vielfältige Rahmenprogramm viele Highlights: Neben der Messe finden auch Seminare und Workshops statt, die den Teilnehmern neue Erkenntnisse und Erfahrungsaustausch ermöglichen. Mit den Firmen- und Institutsbesichtigungen bekommen Besucher die einzigartige Chance, einen Blick hinter die Kulissen führender Unternehmen aus der Region zu werfen. Das Multi-Location-Konzept bietet den Teilnehmern zahlreiche Möglichkeiten für die Anbahnung von Geschäften.

Eine Besonderheit ist auch der Anwendungsfokus und die klare Struktur der EAM. Auf Ausstellerseite liegt der Fokus bei der EAM auf der Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette der additiven Fertigung, von Pre- und In- bis zum Post-Process. Des Weiteren hat Süddeutschland eine technologische Spitzenstellung inne. Der Standort Augsburg liegt direkt auf der Technologieachse Süd, einer herausragenden Region, die einen großen Teil der Wirtschafts- und Innovationskraft Deutschlands bündelt. Um von diesem Umfeld zu profitieren, ist die EAM zugeschnitten auf die in der D-A-CH Region ansässigen Anwenderbranchen Luft- und Raumfahrt, Mobility & Automotive, Medizin- und Dentaltechnik, Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau. Die hervorragende Anbindung an Österreich und die Schweiz sowie die starke Ballung von Anwendern aus den Bereichen Maschinen- und Anlagen-, Werkzeug- und Formenbau ist einzigartig. Die Spitzentechnik der Medizin sitzt im unmittelbaren Einzugsgebiet sowie Luft- und Raumfahrt als Innovationsmotor ist stark verankert, daher ist Augsburg auch prädestiniert für die EAM.

Experience Additive Manufacturing

6. Konzentrieren Sie sich auf einen speziellen Sektor in der AM-Branche?

Wir konzentrieren uns insbesondere auf die Anwendungsbranchen Luft- und Raumfahrt, Mobility & Automotive, Medizin- und Dentaltechnik, Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau.

 7. Was sind Ihre Pläne für die Zukunft der EAM?

Die EAM findet nun zum zweiten Mal statt. Für uns ist es erst einmal wichtig, dass sich die EAM einen Namen in der Branche macht und wir die Veranstaltung etablieren können. Wir sehen uns auch in der Zukunft als eine Plattform für Dienstleister und Anbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus der DACH Region. 

8. Noch ein paar letzte Worte an unsere Leser?

Liebe 3Dnatives Leser, kommen Sie die EAM vom 24. – 26. September in Augsburg besuchen! Unsere Aussteller, Partner und das gesamte EAM-Team freuen sich auf Ihren Besuch. Wenn Sie bis dahin keine Neuigkeiten rund um die EAM und unsere Aussteller verpassen möchten, schauen Sie gerne auf unserer EAM LinkedIn Seite vorbei. Wir sehen uns im September!

Alle Beteiligten der EAM 2019 freuen sich auf Ihren Besuch!

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