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Exovite möchte mit dem 3D-Druck die Behandlung von Knochenbrüchen revolutionieren

Auf 25. Juni 2015 von Alexander H. veröffentlicht

Das Startup-Unternehmen Exovite mit Sitz in Saragossa in Spanien entwickelt seit einigen Monaten ein neuartiges System zur Immobilisation, also der Ruhigstellung der Knochen sowie zur physischen Rehabilitation und möchte damit revolutionäre Fortschritte auf dem Bereich der Orthopädie leisten, insbesondere bei der Behandlung von Knochenbrüchen.

Das spanische Startup, bestehend aus einem Team von Spezialisten aus den Bereichen der Medizin, der Elektronik, der IT, der Mechanik oder aber der additiven Fertigung, arbeitet aktuell an einer vernetzten Schiene, gedruckt aus 3D, durch die der Heilvorgang einer gebrochenen Hand oder eines Knöchelbruches verbessert und kontrolliert werden kann.

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Die Schienen von Exovite sollen den Heilungsprozess von Knochenbrüchen beschleunigen

Auch wenn sich das Team noch in der Planungsphase dieses Projektes befindet, erklären sie sehr detailliert, wie die Schiene eines Tages aussehen und funktionieren soll. In einer ersten Phase, bei der es um die Fixierung und Ruhigstellung des Knochen geht, möchte Exovite mittels einer eigen entwickelten Software das betroffene Körperglied des Patienten einscannen um so eine exakte und individuelle Passform der Schiene zu entwickeln. Nach dem Modellierungsprozess, wird die Schiene dann mit Hilfe eines 3D-Druckers ausgedruckt und an den Patienten angebracht. Nach Einschätzungen des Unternehmens soll dieser Vorgang in einigen Jahren nicht mehr länger als einige Sekunden dauern.

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Das Startup möchte in einigen Jahren individuelle Schienen in weniger als 5 Minuten herstellen

Zwei Wochen nach Anbringen der Schiene, kann dann die Phase der Rehabilitation durch Elektrotherapie beginnen. Ein System der Elektrostimulation im Bereich von niedrigen bis mittleren Frequenzen, namens „Electrical Muscle Stimulation Device“ kann aus Distanz von dem behandelnden Arzt gesteuert werden und verbessert den Genesungsprozess und die Knochenheilung durch Muskelstimulierung. Gleichzeitig kann die Heilung durch integrierte Sensoren per mobiler App von Patient und Arzt live verfolgt werden.

Mit ihrem offenen und luftdurchlässigen Design, erinnert diese Schiene an die des Startups Healthprint, das vergangenen Februar $100,000 Finanzierungshilfen zur Entwicklung 3D-gedruckter Schienen erhielt, oder aber an das Studienprojekt Cortex, die ebenfalls durch den 3D-Druck eine luftdurchlässige Schiene entwickelten. Seinerseits hat Exovite mit seinem Projekt bereits mehrere Preise erhalten, darunter der des Microsoft Ventures Accelerator oder des Startup Pirates Zaragoza.

Eine Sache ist sicher, der Gipsverband von morgen kann sich auf den 3D-Druck gefasst machen!

Weitere Informationen auf der Seite von Exovite HIER

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