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Essentium: Neue Umfrage über den Stand des industriellen 3D-Drucks

Auf 19. März 2019 von Ann-Kathrin L. veröffentlicht

Die von Essentium gesponserte Studie von Dimensional Research untersucht die praktischen Erfahrungen von Interessengruppen, die, über das einfache Prototyping hinaus, in die additive Fertigung investiert haben. Obwohl der 3D-Druck ein enormes Potenzial hat, hat die Industrie die Technologie nur langsam auch in die Massenproduktion integriert. Die Studie von Dimensional Research sammelt Daten über die aktuelle Nutzung des 3D-Drucks und versucht außerdem, die aktuellen Herausforderungen für die Massenanwendung zu untersuchen. Der Bericht basiert auf einer Online-Umfrage von 114 Stakeholdern, die für Entscheidungen über die Nutzung des 3D-Drucks für Produktionsteile verantwortlich sind.

Wichtigste Ergebnisse der Studie

Wie bereits erwähnt, stellt die Umfrage von Essentium fest, dass der 3D-Druck ein breites Anwendungsspektrum hat, aber die Skalierung bleibt der limitierende Faktor. 83% der Befragten antworteten, dass ihre größte Produktionsstückzahl nur in Hunderten von Teilen oder weniger lag. Diese Statistik wird sich voraussichtlich jedoch ändern, da der 3D-Druck für Produktionsteile drastisch zunehmen dürfte. Genauer gesagt, sehen 100% der Befragten Vorteile beim Einsatz des 3D-Drucks für die Großserienfertigung und 99% bestätigen, dass der Einsatz von 3D-Druck in den nächsten 3-5 Jahren zunehmen wird. 57% erwarten, dass die zukünftigen Produktionsläufe in Tausenden von Teilen liegen werden. Prototyping ist derzeit der hauptsächliche Einsatz von 3D-Drucken, aber das könnte sich in den kommenden Jahren ändern.

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Bildnachweis: Dimensional Research

In Bezug auf den Nutzen von 3D-Druck stimmten 88% der Befragten auch zu, dass die Industrie durch den Einsatz der Technologie Produktionskosten in Milliardenhöhe einsparen könnte. Andererseits müssen noch einige Hindernisse überwunden werden, denn alle Befragten berichteten, dass sie beim 3D-Druck für Großserien auf Hindernisse stoßen. Die aktuellen Technologiekosten waren das am häufigsten genannte Hindernis (42%), gefolgt von den Materialkosten (35%), der mangelnden Skalierbarkeit der aktuellen Technologie (34%), den unzuverlässigen Druckteilen (31%) und vielen mehr.

Interview mit dem CEO von Essentium, Blake Teipel, über die Umfrageergebnisse

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Wir sprachen auch mit dem Vorstandsvorsitzenden von Essentium, Blake Teipel, der uns einige Einblicke in die Bedeutung der Umfrage gab und warum Essentium die Notwendigkeit sah, eine solche Studie zu sponsern. „Die Umfrage wurde entwickelt, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie der 3D-Druck derzeit in der industriellen Fertigung wahrgenommen und eingesetzt wird. Sie gibt uns auch einen besseren Einblick in die Trends in der digitalen Fertigung, wie Hersteller den 3D-Druck in ihren Betrieben einsetzen und wie sie erwarten, dass sich die Technologie in Zukunft auswirkt„.

Entscheidend war, dass wir die Hindernisse verstehen wollten, die nach wie vor das weitere Wachstum der Technologie innerhalb der additiven Fertigungsindustrie beeinflussen. Die additiven Fertigung war schon immer vielversprechend. Aber das Versprechen wurde durch die Unfähigkeit zur Skalierung gebremst. Die Frage war schon immer: Wie nutzt man diese Technologie, um nicht nur ein oder zwei Produkte, sondern Hunderttausende kostengünstig herzustellen? Wir wollten herausfinden, ob dies immer noch eine Herausforderung ist und ob der Einsatz von 3D-Druck für die Massenproduktion begrenzt bleibt und sich vor allem auf kleine Auflagen konzentriert.“

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Bildnachweis: Dimensional Research

Blake Teipel stimmte zu, dass es überraschend war, dass alle Befragten die direkten Vorteile des 3D-Drucks für die Großserienfertigung und nicht nur für das Prototyping sahen. Tatsächlich berichten mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie sich auf vollständige Produktionläufe mit 3D-Druckern vorbereiten, und 21% verwenden inzwischen 3D-Druck für die Produktion von Einzelteilen. „Die Technologie entwickelt sich rasant in Bereichen wie der Auswahl der Materialien, die verwendet werden können, und die Innovation bei Druckern, die in der Lage sind, qualitativ hochwertigere Ergebnisse bei deutlich schnelleren Geschwindigkeiten zu erzielen, wächst. Eine treibende Kraft hinter dem Druck für die Einführung [von 3D-Drucktechnologien]sind die potenziellen Kosteneinsparungen für Unternehmen auf der ganzen Welt.

Das Potential der Branche

Als seine allgemeine Vision der additiven Fertigungsindustrie erklärt Blake Teipel: „Das Potenzial des 3D-Drucks in dem 12-Billionen-Dollar-Markt der industriellen Fertigung beginnt sich zu zeigen und wird bald die Art und Weise, wie die Dinge produziert werden, und die beteiligten Lieferketten verändern.“

Die Umfrage zeigt, dass die Führungskräfte der Fertigungsindustrie zwar über das Potenzial des 3D-Drucks zur signifikanten Senkung der Herstellungskosten – ein seit langem bekannter Vorteil des 3D-Drucks – begeistert sind, aber viele freuen sich auf eine Zukunft, in der sie Massenanpassungen vornehmen können.“

Sie sehen im 3D-Druck die Möglichkeit, individuell zugeschnittene Produkte zu liefern, die es ermöglichen, die Bedürfnisse der modernen Verbraucher besser zu erfüllen. Wir sehen spannende neue Möglichkeiten in Bereichen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Konsumgüter und biomedizinische Industrie.“

Vor kurzem hat Essentium eine 22-Millionen-Dollar-Investitionsrunde abgeschlossen, um die Entwicklung und Stillung der Nachfrage nach ihren Hochgeschwindigkeits-3D-Druckern, einschließlich ihrer High Speed Extrusion (HSE) FDM-3D-Druckplattform, fortzusetzen. Mehr dazu erfahren Sie auf ihrer Website.

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