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Eroberung des 3D-Betondrucks in der Schweiz: erstes 3D-gedrucktes Gebäude

Am 5. Juni 2024 von Kaja F. veröffentlicht

Der 3D-Betondruck war in der Schweiz bisher noch eine Seltenheit. Das soll sich jetzt ändern: Holcim, unterstützt von PERI, hat in Zusammenarbeit mit der Kobelt AG das erste 3D-Bauwerk der Schweiz gedruckt. Innerhalb von nur acht Tagen wurde der Bau mit  60 m³ einer neu entwickelten Echtbetonmischung des Unternehmens fertiggestellt. Die Kobelt AG, ein Anbieter für Bau- und Renovierungsdienstleistungen, nutzte die 3D-Technologie für ihren neuen Showroom in St.Gallen und schloss dafür eine Partnerschaft mit Holcim, dem führendem Anbieter der Schweiz für nachhaltige Baulösungen, ab.

Das Design des Showrooms soll die Kompetenz des Unternehmens widerspiegeln und zeichnet sich durch seinen zeitgenössischen, anspruchsvollen und modernen Stil aus. Dies wird vor allem in den glatten Böden und der minimalistischen Inneneinrichtung in Eichenoptik sowie dem Kontrast zu den markanten Betonwänden, Holz- und Stahlelementen deutlich. Das Gebäude verfügt zudem über Stahlstützen und ein flügelförmiges Dach. Der Showroom umfasst Besprechungsräume, Produktpräsentationen und eine Kinderecke. Die Wände des Gebäudes,  mit einer Höhe von 6,2 Metern, wurden in nur drei Tagen aus gestrichenem Beton gedruckt. Die im 3D-Druckverfahren hergestellten Wände werden wie eine vorgehängte Fassade betrachtet, da diese aufgrund der Neuartigkeit der Technologie noch keine tragende Funktion übernehmen sollen. Ausschließlich Eigen-und Windlasten müssen über die Betonwände abgeleitet werden.

Der geplante Innenbereich des Gebäudes. (Bild: Holcim)

Für den Druck wurde der spezielle Beton Schicht für Schicht aufgetragen, ohne dass Schalungsarbeiten notwendig waren. Die neu entwickelte Betonmischung stellt eine nachhaltigere Alternative zu dem häufig verwendeten Mörtel im 3D-Druck dar. Sie besitzt eine höhere Festigkeit und enthält weniger Zement, als Mörtel, was sie umweltfreundlicher macht. Zudem sind die Hauptbestandteile Sand und Kies lokal verfügbar. Um Zeit und Ressourcen zu sparen, wurde vor dem Druck ein digitales 3D-Modell erstellt. Der anschließende 3D-Betondruck erfolgte dann mithilfe des COBOD-Druckers. Kevin Böhlen betont Wir haben den Showroom in acht Drucktagen mit insgesamt 60 m³ Beton gedruckt. Es gab mehrere Herausforderungen, aber diese Erkenntnisse werden uns helfen, unseren Arbeitsablauf für zukünftige Projekte zu verbessern. Ein besonderer Dank geht an alle, die uns geholfen und unterstützt haben. Auch ein großes Dankeschön an die Kobelt AG für ihr Vertrauen in uns, das erste Gebäude vor Ort in der Schweiz zu drucken.“

Der 3D-Druck mit Beton bietet viele Vorteile, insbesondere durch seine Gestaltungsfreiheit, Zeit- und Materialersparnis. Durch die höhere Festigkeit und die geringere Verwendung von Zement hat der Beton 3D-Druck eine bessere Umweltbilanz. Bereits im Januar begeisterte Holcim mit dem Bau der Phoenix-Brücke, die aus recycelten Materialien hergestellt wurde.  Auch weiterhin versucht das Unternehmen Holcim, die Nachhaltigkeit und Effizienz der Bauindustrie einzusetzen und forscht nach innovativen Technologen. HIER erfahren Sie mehr über Holcim und den Beton 3D-Druck.

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*Bildnachweise: Holcim Schweiz AG

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