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NextGenAM: EOS, Daimler und Premium AEROTEC planen Massenproduktion

Auf 20. April 2017 von Raphael S. veröffentlicht
NextGenAM

Das Jahr 2017 hat bereits mit einigen Expansionsplänen in Richtung Serienproduktion begonnen, denn 3D Systems und Carbon haben beide eine Plattform zur industriellen Serienproduktion vorgestellt. Die Figure 4 und die SpeedCell sind beide darauf ausgelegt, Produkte in Masse zu fertigen, allerdings beschränkt sich das Material aufgrund der Technologien auf Polymere. Das ändert sich nun, denn der weltweit führende Hersteller für Metall 3D-Drucker, die EOS GmbH, stellt zusammen mit Daimler und Premium AEROTEC das neueste Projekt vor: NextGenAM. Aus dieser Partnerschaft, die so viel wie Next Generation Additive Manufacturing bedeutet, soll eine Produktionsstätte für die industrielle Massenfertigung von Metallteilen hervorgehen.

Die Automatisierung der Prozesskette

Das Ziel der Zusammenarbeit der drei Giganten ist die Automatisierung des industriellen 3D-Drucks – für die Anwendung in der Großserienherstellung. Dazu werden alle notwendigen Schritte in der Arbeitsvorbereitung und der Nachbearbeitung auf Automatisierungspotenziale hin geprüft, das heißt von der Zuführung des Metallpulvers bis zu den Verarbeitungsschritten nach dem eigentlichen Bauvorgang. Das macht Sinn, wenn man die Kosten des gesamten Prozesses betrachtet. Rund 70% machen nämlich diese vor- und nachgelagerten Schritte aus. Neben der Automatisierung soll auch an Aluminium, einem wichtigen Material im Flug- und Fahrzeugbau, geforscht und dessen Verwendung im industriellen 3D-Druck geprüft werden.

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Der EOS M400-4 arbeitet mit gleichzeitig 4 Lasern und stellt das Zentrum der Produktionsplattform dar – Bild via EOS

Als Voraussetzung für NextGenAM bringt jeder Partner spezielle Fähigkeiten, Erfahrungen und Knowhow in das Projekt mit ein. Premium AEROTEC kann die Resultate dieses Projekts direkt in die Produktionskette implementieren, denn sie sind der erste Hersteller, der 3D gedruckte Bauteile aus Titan für die Airbus Flugzeuge liefert. Die EOS GmbH trägt als Lieferant dazu bei, den AM-Produktionsprozess in die automatisierte Fertigungslinie zu integrieren. Speziell für dieses Vorhaben soll das System EOS M 400-4 zum Einsatz kommen. Mit vier Lasern und einem Bauvolumen von 400x400x400 mm eignet sich die Lösungen optimal für eine Großserienproduktion. Die Daimler AG liefert als Erfinder des Automobils und der somit langjährigen Erfahrung vor allem das notwendige KnowHow in der Massenherstellung.

NextGenAM – ein Schritt in Richtung Industrie 4.0 für den 3D-Druck

„Wir sind stolz, gemeinsam mit Premium AEROTEC und Daimler ein so zukunftsweisendes Projekt zu realisieren. Es demonstriert, wie der industrielle 3D-Druck als integrierte Fertigungsmethode Einzug in die Serienproduktion hält. Als Technologiepionier in der pulverbasierten additiven Fertigung bringen wir uns mit vollem Engagement und langjähriger Expertise ein und werden mit unseren EOS-Systemen den Aufbau der geplanten Produktionslösung mitgestalten und vorantreiben“, kommentiert Dr. Hans J. Langer, Gründer und CEO der EOS-Gruppe zur Zusammenarbeit.

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Ein erster Entwurf der Produktionsstätte – Bild via EOS

Wozu wird NextGenAM nun verwendet? Betrachtet man die Partner, ist es offensichtlich: Sowohl im Automobilbau als auch in der Luftfahrtindustrie. Es soll aber nicht nur bei diesen beiden Branchen bleiben, das Konzept ist ein Schritt in Richtung Industrie 4.0. Im Grunde soll die innovative 3D-Druck Fertigungstechnologie für einen breiten Anwendungsbereich zugänglich gemacht werden.

iemai

Alle drei Partner investieren gemeinsam mehrere Million Euro in das Projekt – für eine wegweisende Weiterentwicklung hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Prozesszeiten. Eine erste Entwicklungs- und Testumgebung ist im Technologiezentrum Varel in Niedersachsen geplant und soll in den nächsten Monaten entstehen, der offizielle Projektstart erfolgt im Mai 2017.

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