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EOS und Hyperganic: Gemeinsamer Druck von effizienten Antriebskomponenten für Raumfahrt

Am 16. Mai 2022 von Bianca Z. veröffentlicht

Der deutsche Hersteller EOS hat vor kurzem eine Partnerschaft mit dem Münchner Unternehmen Hyperganic geschlossen, das algorithmische Konstruktionssoftware auf der Grundlage künstlicher Intelligenz entwickelt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Hyperganic-Kernplattform in die 3D-Drucklösungen von EOS zu integrieren und so die Konstruktion komplexer und optimierter Teile für additive Fertigungsverfahren zu ermöglichen. Eines der ersten Ergebnisse dieser strategischen Partnerschaft ist ein Aerospike-Raketentriebwerk, das sich durch sein komplexes Design auszeichnet. Das Triebwerk wurde zunächst aus einer Nickellegierung 3D-gedruckt und später in einem größeren Volumen aus Kupfer hergestellt.

Das 2015 gegründete Unternehmen Hyperganic hat sich schnell zu einem wichtigen Akteur in der Designbranche für die additive Fertigung entwickelt. Es hat eine Software entwickelt, die von der Natur inspirierte Formen nachbilden und jeden Designschritt so weit wie möglich automatisieren kann. Bei dieser Lösung stützt es sich auf Algorithmen und künstliche Intelligenz, um die Leistung des 3D-Druckteils zu optimieren. Als wir uns 2019 mit dem Unternehmen trafen, bestand sein Ziel darin, seine Partnerschaften zu diversifizieren und sich den Herstellern von 3D-Druckern anzunähern. Ein Plan, den es mit der kürzlich unterzeichneten neuen Vereinbarung mit EOS erfolgreich umgesetzt hat. Lin Kayser, CEO von Hyperganic, sagt: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit EOS, die in der Branche einmalig ist. Algorithmic Engineering setzt Ideen innerhalb von Minuten in Designs um, wobei der Ingenieur die Regeln vorgibt und der Computer die Ergebnisse generiert. Insbesondere der Bereich der Raumfahrtantriebe, der immer noch sehr konservative Entwürfe verwendet, wird stark von Algorithmic Engineering profitieren.“

Bild: EOS / Hyperganic

EOS und Hyperganic bringen den Raumfahrtantrieb voran

Vor diesem Hintergrund haben die beiden Unternehmen ein 3D-gedrucktes Aerospike-Raketentriebwerk entwickelt. Die Teams von Hyperganic haben ein innovatives Design auf der Grundlage eines algorithmischen Modells entwickelt. Es wurden mehrere hundert Iterationen erstellt, von denen eine auf einer EOS M 400-4-Maschine ohne zusätzlichen Träger und unter Verwendung von NickelAlloy IN718 3D-gedruckt wurde. Dies ist eine große Herausforderung, da diese Art von Triebwerk eine Dekonstruktion des konventionellen Triebwerkdesigns erfordert und daher zu einer komplexeren Neukonstruktion führt. Man darf nicht vergessen, dass die Aerospike-Düsen darauf ausgelegt sind, die Antriebseffizienz über einen großen Höhenbereich zu optimieren.

Nach diesem ersten gedruckten Teil wurde das gesamte Triebwerk überarbeitet, um es auf einer größeren Anlage, der AMCM M 4K-Maschine, zu fertigen. Diese Anlage wurde von dem gleichnamigen Unternehmen entwickelt, das zu EOS gehört. Sie bietet ein Produktionsvolumen von 18 x 18 x 40 und integriert bis zu 4 Laser. Die Firma Launcher hat in diese besondere Maschine investiert. Auf jeden Fall wurde inzwischen ein immer größerer Motor des Aerospike 3D-gedruckt, dieses Mal aus Kupfer.

Die Software von Hyperganic erlaubt dem Anwender die Erstellung von komplexen Kreationen (Bild: EOS/Hyperganic)

Dr. Hans J. Langer, Gründer von EOS, fasst zusammen: „Als ständiger und bahnbrechender Innovator arbeiten wir nun mit Hyperganic zusammen, um einen weiteren Paradigmenwechsel in der AM einzuführen. Es ist ein Designwechsel, der sowohl den Lösungsraum als auch das Leistungsniveau erweitert. Gleichzeitig wird er den Designprozess für AM revolutionieren und AM zu einem wirklich digitalen Arbeitsablauf machen – vom softwaregenerierten Algorithmic Engineering bis zur digitalen Fertigung.“ Die vollständige Pressemitteilung finden Sie HIER.

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*Titelbildnachweis: EOS/Hyperganic

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