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ECO3D September: Die aktuellen Branchennews

Auf 2. Oktober 2017 von Moritz M. veröffentlicht
ECO3D September

Der Fortschritt in der Zukunftsbranche 3D-Druck geht immer weiter, sei es in der Finanzierung von vielversprechenden, neuen Technologien oder in der Wirtschaft, wenn die großen Firmen additive Fertigungssysteme in ihre Produktionskette implementieren. 3Dnatives präsentiert Ihnen mit der Rubrik ECO 3D die hottesten Nachrichten in Wirtschaft und Finanzen aus der 3D Druck-Industrie. Wir stellen Ihnen die aktuellen Investitionen, Finanzberichte, Firmenübernahmen und Expansionsstrategien mit den Big Playern der Branche vor.

BASF kauft für 1,6 Milliarden Euro die Kunststoffsparte von Solvay auf

Die Bayerische Beteiligungsgesellschaft, einer der größten Beteiligungskapitals Deutschlands für Unternehmen kleinerer und mittlerer Größe, kündigte an, sich mit einer siebenstelligen Summe bei der German RepRap GmbH zu beteiligen. Die innovativen 3D-Druckverfahren des Unternehmens, wie zum Beispiel das sogenannte Liquid Additive Manufacturing(LAM), finden in der Medizintechnik, der Automobilindustrie und im Maschinenbau Anwendung, um dort große und belastbare Objekte zu fertigen. „Die BayBG hat in German RepRap investiert, weil wir dem Unternehmen schnelleres Wachstum durch zügige Markterschließung ermöglichen wollen“, sagte Lukas Biberacher, Investmentmanager der BayBG.

Der Druckerhersteller HP und der Münchner Technologiekonzern Siemens präsentierten diesen Monate erste Erfolge ihrer im vergangenen Jahr eingegangen Kooperation. Ziel dieser gemeinsamen Zusammenarbeit ist es, neue Lösungen zu entwickeln, um die additive Fertigung von einem reinen Werkzeug für die Prototypenentwicklung zu einem kompletten Verfahren für die industrielle Produktion zu machen. So zertifizierte HP die Software von Siemens namens Siemens NX AM for Multi Jet Fusion, wodurch die Drucker von HP, wie beispielsweise der Multi Jet Fusion, noch besser an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden können. Einen ausführlichen Artikel zu der Kooperation der beiden Unternehmen findest du hier.

Das aus dem Schwäbischen stammende Familienunternehmen TRUMPF, das insbesondere für Werkzeugmaschinen und Lasersysteme bekannt ist, und das im Bereich der additiven Fertigung tätige Unternehmen Sintavia gehen eine strategische Partnerschaft ein. Sintavia bietet hierbei insbesondere Dienstleistungen rund um das Thema Metalle an. Die Partnerschaft hat das Ziel, den Metalldrucker TruPrint 3000 im Werk von Sintavia in Florida zu implementieren und diesen Druckertyp in der Luftfahrtindustrie zu etablieren. Der TruPrint 3000 ist für die Serienfertigung von komplexen Metallkomponenten mithilfe des 3D-Drucks ausgelegt.

ECO3D September

Nachdem der weltweit größte Chemiekonzern BASF im August bereits den niederländischen Filamentehersteller Innofil3D aufgekauft hatte, übernimmt das Unternehmen nun auch die weltweite Kunststoffsparte des belgischen Konkurrenten Solvay für 1,6 Milliarden Euro. BASF erhält durch den Zukauf zwölf Produktions- sowie vier Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Gleichzeitig baut BASF hierdurch auch seinen Kundestamm in Südamerika und Asien aus. Diese Übernahme steht aber bislang noch unter Vorbehalt, da die Wettbewerbsbehörden diese noch absegnen müssen.

Auf der TCT Show in Birmingham, hat der Druckerhersteller HP die neuesten Entwicklungen seiner MultiJet Fusion Technologie und dessen Verkäufe bekannt gegeben. So nehmen die Verkäufe des MultiJet Fusion deutlich zu, was auch auf zahlreiche europäische Kunden zurückzuführen ist. Mit Marken, wie etwa Jaguar Land Rover, KTM, der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich und der Danfoss Group konnte HP bereits zahlreiche, namhafte Kunden für seine Drucker gewinnen.

Wie wir bereits im Laufe der vergangenen Woche berichtet hatten, investiert der private Beteiligungsfonds Rusnano System Sicar, rund sechs Millionen US-Dollar in das russische Start-up Apis Cor, das mit seinem 3D-Drucker  Häuser fertigt. Die Entscheidung wird mit sehr guten Wachstumsaussichten in der Baubranche, insbesondere in Russland, dem Mittleren Osten sowie in den USA und Europa begründet. Der Markt hat nach Unternehmensangaben ein Volumen von 68 Milliarden Euro, worauf 30% bald auf die 3D-gedruckten Gebäude entfallen könnten.

ECO3D September

Crowdfunding-Kampagnen

Das aus San Diego stammende Unternehmen AstroPrint hat vor ein paar Monaten das AstroBox Touch veröffentlicht, einen drahtlosen Touchscreen für 3D-Drucker. Zusätzlich können zahlreiche Apps hinzugefügt werden, um den 3D-Drucker zu steuern und Parameter zu verändern. AstroPrint startete eine Crowdfundig-Kampagne: eine Möglichkeit, Geld für das Unternehmen einzusammeln und gleichzeitig Anteile an dem Unternehmen zu vergeben. Auf diesem Wege möchte das Unternehmen mindestens $50.000 und maximal $500.000 einsammeln.

ECO3D September

Die US-Firma Cubibot hat einen neuen, preiswerten 3D-Drucker präsentiert. Die Maschine kann für $ 199 gekauft werden. Sie begannen ihre Crowdfunding-Kampagne vor ein paar Tagen und sie haben bereits das ursprüngliche Ziel von $ 50.000  um das Siebenfache übertroffen. Der Cubibot ist somit einer der erfolgreichsten 3D-Drucker der Welt.

Nach dem klaren Erfolg von ONO im Jahr 2016 kam ein sehr ähnlicher Vorschlag aus Taiwan: Der Smartphone 3D-Drucker T3D. Basierend auf Entwicklungen der Universität von Taiwan, startete dieses asiatische Unternehmen seine Fundraising-Kampagne vor einer Woche und es gelang ihm, sein Ziel in nur zwei Stunden zu übertreffen. Sie haben jetzt $ 140.000 erreicht, aber es wird erwartet, diese Summe in den verbleibenden Tagen deutlich zu übertreffen.

Nachrichten aus dem Medizin-Bereich

Das US-Biodruck-Unternehmen BioLife4D kündigte einen $50 Millionen teuren Börsengang an. Ziel ist es, neue Investitionen finanzieren zu können, wie beispielsweise die Entwicklung und Kommerzialisierung einer Biodruck-Technologie für Herzgewebe. BioLife4D möchte ein menschliches Herz drucken und benötigt hierfür noch entsprechende Forschungen.

ECO3D September

Das kanadische Start-up Aspect Biosystems, das auf den Druck menschlichen Gewebes spezialisiert ist, hat seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Auch wenn der gewünschte Betrag nicht zusammenkam, so ergaben sich doch zahlreiche Partnerschaften. Die aus Braunschweig stammende Firma INSCREENex und das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin arbeiten nun mit den Kanadiern zusammen, um bio-gedrucktes Gewebe zu entwickeln.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen Prellis Biologics hat 1,8 Millionen USD eingesammelt, um seine Forschung im Bereich Biodruck zu verstärken. Das Unternehmen arbeitet derzeit daran, komplexes, mikro-vaskuläre Systeme zu drucken, die dazu nötig sind, um Nährstoffe und Sauerstoff  in die Zellen zu liefern. Eine Investition, die die Medizin deutlich vorantreiben könnte.

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