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DyeMansion und Stratasys erschaffen gemeinsam Referenzarchitektur

Auf 4. Mai 2021 von Isabell I. veröffentlicht
Stratasys DyeMansion

Die Industrie der additiven Fertigung schläft nie. Das beweisen die beiden Unternehmen Stratasys und DyeMansion, die, nachdem sie innerhalb der letzten zwei Monate neue Maschinen und Lösungen vorstellen konnten, nun zusammenarbeiten. Führender Anbieter von Post-Processing-Lösungen für den industriellen Polymer-3D-Druck DyeMansion präsentierte im März im Rahmen eines Live-Streams Ihre neue Powershot Performance Serie mit drei neuen Maschinen. Stratasys hingegen glänzte erst letzte Woche mit der Einführung drei neuer hochwertigen Polymer-3D-Drucklösungen – darunter der Stratasys H350™ 3D-Drucker, der Stratasys Origin One und der Stratasys F770™ 3D-Drucker. Gemeinsam möchten die beiden etablierten Unternehmen eine Referenzarchitektur für die additive Fertigung im Produktionsmaßstab erschaffen. Um mehr über diese spannenden Neuigkeiten herauszufinden, stellte sich Mitbegründer und CEO Felix Ewald für ein aufschlussreiches Gespräch bereit.

Bereits letztes Jahr im Frühling hatte Stratasys mit seinen Planungen begonnen und dementsprechend nach einem Partner im Nachbearbeitungs-Bereich gesucht. Im Herbst 2021 wurde dann nach erfolgreichen gemeinsamen Tests mit verschiedenen Verfahren die Partnerschaft vereinbart. Da ein wichtiger Punkt der globale Vertrieb ist, konnte DyeMansion unter anderem mit einer Niederlassung in Ost-Indien und weltweiten Partnern sowie Resellern überzeugen. Die zusammen erstellte Referenzarchitektur soll konkrete Möglichkeiten für die additive Serienfertigung von Endverbrauchsteilen aufzeigen und somit 3D-Druck-Interessierten die Kaufentscheidungen erleichtern. Denn heutzutage ist die Auswahl enorm: Für welchen 3D-Drucker entscheide ich mich? Welche Verfahren sind möglich? Welches Material ist mit welchem Drucker kompatibel? Welche Nachbearbeitungsmethoden benötige ich für welche 3D-Druck-Technologien? Die Fragen sind endlos und Unternehmen und Einzelpersonen, die vor der Kaufentscheidung stehen, oft ratlos. Genau deshalb haben es sich Stratasys und DyeMansion zum Ziel gemacht, hierbei durch ihre Referenzarchitektur Klarheit zu schaffen. Felix Ewald kommentiert: „Es geht darum Transparenz zu schaffen. Es geht darum, dass der Kunde weiß: ‚Was bekomme ich und was kostet mich das.‘ – ohne, dass man ihm 100.000 Möglichkeiten aufzeigt.“ Es solle also dem Kunden ganz klar aufgezeigt werden, mit welchem Workflow man welches Ergebnis erhält und auch zu welchem Preis das möglich sei.

Das ist jedoch nicht die einzige Besonderheit ihrer Referenzarchitektur. Selbstverständlich können auf lange Sicht mit der additiven Fertigung Kosten gespart werden, da Lieferketten überflüssig werden und schnell gefertigt werden kann. Außerdem gibt es komplexe Strukturen, wie z. B. bei Schuhsohlen, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden schlicht und einfach nicht produziert werden könnten. Beeindruckend wird es dann erst recht, wenn es zur individualisierten Serienfertigung kommt – denn die 3D-Druck-Lösungen von Stratasys und DyeMansion schaffen Reproduzierbarkeit zu erschwinglichen Preisen. Als Paradebeispiel nennt Felix Ewald den Schweizer Brillenhersteller Götti, der „inzwischen weit über 50 Modelle in 12 verschiedenen Farben in 3 verschiedenen Standard-Größen [sowie] die Option das Ganze zu individualisieren“ anbietet. Durch die additive Fertigung könne eine Brille individualisiert bestellt werden und innerhalb einer Woche fertig produziert sein. Dadurch entsteht eine derartig große Variantenvielfalt, die mit traditionellen Verfahren nicht möglich wäre.

Die Architektur basiert auf der neuen H Series™ Production Platform von Stratasys in Kombination mit der DyeMansion Print-to-Product Post-Processing-Plattform. So kann beispielsweise zuerst mit dem neuen H350-Drucker, der die neue SAF™-Technologie benutzt und vollständige Kontrolle für die Produktion von Tausenden von Teilen bietet, das gewünschte Objekt gedruckt werden. Als nächstes muss das Teil aus dem Pulverbett gereinigt werden, was mit dem Powershot C von DyeMansion geschieht. Danach hat der Anwender die Wahl und kann das Teil zur Oberflächenbehandlung und Einfärbung in die nächsten DyeMansion-Maschinen legen. Der Faktor Nachhaltigkeit ist bei der Umsetzung dieses Projektes auch nicht zu kurz gekommen. CEO Felix erwähnte, dass ihnen zwei große Komponenten besonders wichtig waren. Zum einen sei das die Verwendung von PA11, einem einzigartigen Hochleistungs-Polyamid auf Biobasis, hergestellt aus nachwachsenden Rizinussamen, für den 3D-Druck mit der Stratasys-Maschine. Und zum anderen sei das die Verwendung von ungefährlichen Lösungsmitteln für die Post-Processing-Maschinen, bei denen des Öfteren giftige Chemikalien zum optimalen Glätten der Teile eingesetzt werden.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen ihr großes Netzwerk nutzen, um ihre End-to-End-Lösungen weltweit verfügbar zu machen. Um die Referenzarchitektur außerdem weiter zu ergänzen, arbeiten Stratasys und DyeMansion an einer gemeinsamen Go-to-Market-Strategie, die den Kunden Lösungen für verschiedene Anwendungen bieten wird. Die Prozesskette wird kontinuierlich mit neuer Spitzentechnologie von beiden Unternehmen aktualisiert und wir sind gespannt, was uns in Zukunft noch alles erwartet. Mehr Informationen über DyeMansion erhalten Sie HIER.

*Alle Bildnachweise: DyeMansion

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