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Diana Law und der Schmuck aus dem 3D Drucker

Auf 7. Februar 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Diana law

Nichts bleibt von der Revolution des 3D-Drucks außen vor, auch der Bereich des Schmucks profitiert von den zahlreichen Möglichkeiten, seine eigenen, einzigartigen Ideen umzusetzen. Die Künstlerin Diana Law erklärt uns im Interview, wie sie sich im Bereich des 3D-Drucks von Accessoires etabliert hat.

Könntest du dich vorstellen und uns über deine ersten Schritte im 3D Druck erzählen?

Diana law

Diana Law

Ich habe Modedesign studiert und habe mich vor ein paar Jahren auf die Fertigung von Schmuck spezialisiert. Die zahlreichen Herausforderungen in Gewicht, Kosten, Produktionsverfahren und Fertigungszeit schränken die Kreativität bei der Herstellung sehr ein, so brauchte ich eineAlternative um meine Ideen zu realisieren. Der 3D Druck hat dieses Problem gelöst und mir die notwendige künstlerische Freiheit gegeben. Die Technologie ist bereits so ausgereift, dass es an der Zeit ist, den Schmuckmarkt aufzufrischen!

Welche Druckverfahren und welches Material nutzt du? Kannst du uns die Herstellung einer deiner Schmuckstücke beschreiben?

Die Kollektionen werden aus stabilem und flexiblem Plastik sowie rostfreiem Stahl gefertigt. Bei den Plastikstücken wird durch SLS (selektives Lasersintern) eine mikroskopisch kleine Schicht Nylonpulver aufgeschmolzen und verbunden. Eine Ebene ist dabei nur 0,1mm dick.

Die Metallprodukte erfordern ein anderes Herstellungsverfahren, bei dem ein flüssiges Bindemittel auf die Stahlpulverschicht aufgetragen und später mit Bronze zu einem kompletten Metallstück verschmolzen wird.

Der Herstellungsprozess beginnt mit der Erstellung von 3D-Entwürfen am Computer, welche wir dann an unsere Hersteller in Europa übermitteln und nach der Fertigung zur Nachbearbeitung und Qualitätskontrolle an unsere Werkstatt geschickt werden.

Diana law

Armreif aus Metall

Wo findest du deine Inspiration?

Das Leben und die Erfahrungen die ich mache. Die Menschen und Kulturen, die ich kennenlerne, und ebenso Reize, die ich wahrnehme. Es gibt eine endlose Liste an Eindrücken und Faktoren, die meine Arbeit beeinflussen.

Diana law

Ohrringe – Hergestellt mit selektivem Lasersintern (SLS)

Welche Vorteil bietet der 3D-Druck für die Schmuckindustrie?

Die Produktionskette ist viel einfacher zu verwalten, die Auswahl meiner Lieferanten und Herstellen ist nicht mehr regional beschränkt und ich kann die Prozesse von überall aus in der Welt mit meinem Computer überwachen. Die Herstellungszeit verkürzt sich um ein vielfaches und die Produkte sind schneller lieferbar, was die Kosten reduziert. Durch den Druck wird eine unvergleichbare Genauigkeit der Schmuckstücke erreicht und es sind komplexere Schmuckstücke möglich. Es hat aber auch einen Vorteil, die der Umwelt zugute kommt: Durch die additive Fertigung entsteht kein Abfall, im Gegensatz zur herkömmlichen Herstellung von Schmuck.

Diana law

Welche Projekte planst du in Zukunft?

Ich möchte meine bestehenden Produkte und Kollektionen im Hinblick auf Material und Design kontinuierlich weiterentwickeln, neue, innovative Ideen für alle!

Ein letztes Wort an unsere Leser?

Macht euch bereit für die Welt des 3D Drucks, Dinge wie Fahrräder, Motoren und Häuser aber auch 3D Bio- und Nano-Printing sind bereits möglich!

Mehr zu Diana Law auf ihrer offiziellen Website.

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