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Desktop Metal erhält $115 Millionen für rasantes Wachstum

Auf 20. Juli 2017 von Raphael S. veröffentlicht
Desktop Metal

Desktop Metal schlägt ein weiteres Mal Schlagzeilen mit einer weiteren erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsrunde. Erst Anfang dieses Jahres konnte sich das junge Startup 45 Millionen US-Dollar an Investments von namhaften Investoren wie Alphabet, Google oder dem deutschen Automobilriesen BMW sichern. Jetzt folgt die nächste Finanzierungsrunde mit einem Kapitalaufschlag von sage und schreibe 115 Millionen US-Dollar.

Dieses Geld soll laut CEO Ric Fulop vor allem das Wachstum des Unternehmens unterstützen, eine schnellere Markteinführung ermöglichen und die Weiterentwicklung der Technologie finanzieren. „Wir stehen vor einem spannenden Wandel wie Metallteile designt, modelliert und massenproduziert werden,“ sagt Fulop. „Diese jüngste Förderung bringt uns in eine ideale Position, um das Studiosystem in den nächsten Monaten und unser Production System in 2018 auszuliefern, während die Firma weiter wachsen kann.“

Desktop Metal

Desktop Metal biete zwei verschiedene Lösungen an, um Bauteile aus Metall herzustellen: Zum einen das Studio System für Ingenieure und Prototyping –Teams, zum anderen das Production System, wo der Name Programm ist. Die beiden Lösungen unterscheiden sich aber nicht nur im Zweck, sondern auch die Technologie dahinter ist grundsätzlich unterschiedlich.

Für 3D-Drucke mit dem Studio-System wird zunächst ein Filament mit gebundenen Metallpartikeln extrudiert, um die Form des finalen Objekts zu schaffen. Dieses besteht aber noch aus einer Mischung aus Bindemittel und Metallteilchen, deshalb wird das Objekt anschließend gesintert, um das Metall zu fusionieren und das Modell zu verfestigen. Zum Verkaufsstart wird das System inklusive Sinterofen ab 120.000 Dollar angeboten.

Beim Production System muss das Modell ebenfalls gesintert und somit verfestigt werden, wobei der Formgebungsprozess ganz anders aussieht. Mit der sogenannten Single Pass Jetting Technologie wird zunächst Metallpulver, dann Bindemittel extrudiert und schließlich per UV-Licht verfestigt. Dieser Vorgang ist bis zu 100x schneller als laserbasierte Verfahren, weil er bidirektional ist und somit in beide Richtungen durchgeführt wird. Die Lieferung des Production Systems ist etwas später geplant als die des Studio Systems.

Desktop Metal

Bisher hat Desktop Metal 212 Millionen Dollar an Investments gutschreiben können, was den Wert des Unternehmens auf mehr als 1 Milliarde Dollar ansteigen lässt. Somit platziert sich das Startup aus Boston, welches derzeit nur rund 150 Mitarbeiter zählt, unter Firmen wie Uber oder Dropbox.

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