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Deep Facade: Komplexe Metallfassade aus dem 3D-Drucker

Auf 10. Juli 2018 von Kathrin J. veröffentlicht
Deep Facade

Studierende der Fachhochschule der ETH Zürich haben eine 6 Meter hohe, 4 Meter breite Metallfassade aus 3D-gedruckten Formen geschaffen. Die sogenannte Deep Facade wurde aus 26 gelenkigen Metallpaneelen zusammengesetzt.

Der Einsatz von 3D-Druck für künstlerische Arbeiten aller Art ist heute eine gängige Praxis, wobei viele Künstler dank dieser 3D-Technologien bestimmte Grenzen überschritten haben und erstmals überschreiten konnten – insbesondere in Bezug auf geometrische Freiheit, wie kürzlich Designerin Julia Körner im Interview betonte. 3D-Druck bietet eine höhere Komplexität in Formen und die Möglichkeit der Anpassung, was gerade im architektonischen Bereich von großer Bedeutung ist. Die von den Studierenden der ETH Zürich geschaffene Deep Facade ist ein gutes Beispiel dafür.

Deep Facade

3D-gedruckte Formen zur Schaffung der Struktur

Deep Facade ist eine Aluminiumstruktur, die sich aus Metallbändern zusammensetzt, die organisch miteinander verbunden sind. Das ganze Gebilde soll an die Falten der Großhirnrinde erinnern. Das Projekt wurde im Rahmen eines Kurses in Architektur und digitaler Fertigung durchgeführt, um die geometrischen Freiheiten des 3D-Drucks mit den strukturellen Eigenschaften von Metallguss zu verbinden.

Aghaei Meibodi, eine Forscherin an der ETH Zürich, erklärt: „Gegossene Metallteile haben aufgrund ihrer außergewöhnlichen strukturellen Eigenschaften und möglicher 3D-Form eine lange Tradition in der Architektur. Heute ist der manuelle Arbeitsaufwand, insbesondere im Formenbau, zu teuer. Mit unserem Ansatz, ein 3D-gedrucktes Werkzeug zu verwenden, machen wir es wieder möglich erschwingliche, maßgefertigte und strukturelle Metallteile zu fertigen – Teile mit einem nie dagewesenen Detailreichtum und geometrischer Komplexität „.

Deep Facade

Die Konstruktion wurde mit 3D-gedruckten Formen entwickelt, wobei 3D-Druck eine Methode ist, die für Studenten viel schneller und wirtschaftlicher ist. Sie verwendeten einen ExOne 3D-Drucker, der auf Binder Jetting-Technologie basiert, einem pulverbasierten Verfahren. Durch die Kombination von 3D-Druck mit topologischer Optimierung konnten sie maßgeschneiderte, leichte Metallteile mit hoher Komplexität herstellen. Sie kommentierten die Herstellung des Projekts wie folgt: „Dieser Ansatz kann ein völlig neues Formenvokabular für Metallstrukturen in der Architektur freisetzen, das mit herkömmlichen Formenbau-Systemen nicht verfügbar war.“

Deep Facade ahmt die Entwicklung bestimmter lebender Organismen nach und ruft die flüssige Erscheinung und Festigkeit des Metalls im Vergleich zu anderen Materialien, wie Sandstein oder Beton, hervor. Den gesamten Herstellungsprozess finden Sie im folgenden Video oder auf der offiziellen Website der ETH Zürich:


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