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Das erste Sicherheitsteil, das in einer deutschen Bahn 3D-gedruckt wurde

Auf 11. Dezember 2019 von Lukas Johannes B. veröffentlicht
deutschen Bahn 3D-gedruckt

Das deutsche Netzwerk Mobility Goes Additive (MGA), dessen Ziel es ist, die Einführung der additiven Fertigung in der Mobilität zu erforschen, hat soeben das erste 3D-Drucksicherheitsteil für den Eisenbahnsektor genehmigt. Dies ist ein Metall-Bremslenkerarm, der erfolgreich in einer Bahn der Hamburger Hochbahn AG installiert wurde. Dies ist ein echter Erfolg für die MGA Approval Working Group, die 2017 gegründet wurde, um ihre erste Zertifizierung für den operativen Einsatz eines begehrten und sicherheitsrelevanten 3D-Druckteils zu erhalten.

Im Bahnbereich hat sich die additive Fertigung allmählich durchgesetzt, und wir beginnen immer mehr Projekte zu realisieren: Wir berichteten von Bombardier Transportation, das sich bei der Entwicklung eines kundenspezifischen Lüftungssystems an die Hochtemperaturlösungen von Stratasys wandte. Ein weiteres Beispiel ist Angel Trains, das einige Züge mit 3D-Druckarmlehnen, Tischen und Griffen ausgestattet hat. Es stimmt, dass wir uns mehr um Innenteile kümmern, die weniger kritisch sind und keine entscheidende Rolle für das reibungslose Funktionieren des Zuges spielen. Diese Beobachtung ändert sich mit dieser von der MGA angekündigten Nachricht, die ein für die Sicherheit wesentliches 3D-Druckteil genehmigt hat.

Das freigegebene 3D-Druckteil – Quelle: Mobility goes Additive e.V

Ein Gemeinschaftsprojekt rund um die additive Fertigung

MGA hat mit vielen Partnern zusammengearbeitet, um die Zulassung für diesen Bremslenkerarm zu erhalten – zum Beispiel Siemens Mobility, der den Bereich Zulassung leitet, die Deutsche Bahn AG und das Fraunhofer-Institut. Es war der TÜV SÜD, der die notwendigen Qualitätssicherungsverfahren, Prüfungen und die dazugehörige Dokumentation evaluierte. Schließlich könnte das Teil im August 2019 nach Erhalt der Betriebserlaubnis der Hamburger Technischen Aufsichtsbehörde gemäß BOStrab, der deutschen Stelle, die die Regeln für die Konstruktion und den Betrieb von Stadtbahnen definiert, in Betrieb genommen werden.

Es ist nicht bekannt, welche additive Fertigungstechnologie oder welches Material verwendet wurde, aber dies ist ein wichtiger Schritt für den Eisenbahnsektor, der eine deutliche Zunahme der Anzahl der in 3D gedruckten Teile und eine Verbesserung der Leistung seiner Züge verzeichnen könnte. Ein Beispiel ist die Wartung, die effizienter werden könnte, wenn Hersteller zertifizierte Teile in 3D drucken können, dann wenn sie sie benötigen. BOStrab sollte einen Standard für zukünftige Freigaben von 3D-Druckteilen festlegen. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung HIER.

Das Team hinter der Zertifizierung – Quelle: Mobility goes Additive

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