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Dallara und Conflux entwickeln 3D-gedruckte Wärmetauscher

Am 11. Januar 2022 von Regina P. veröffentlicht

Das australische Unternehmen Conflux Technology hat sich auf die Herstellung von 3D-gedruckten Wärmetauschern für die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie und die Rüstungsindustrie spezialisiert. Vor kurzem hat der Hersteller eine Partnerschaft mit dem italienischen Automobilproduzenten Dallara abgeschlossen. Dallara ist bekannt für seine Formel 3 Rennwagen. Mithilfe des Metall 3D-Drucks, insbesondere der Lösungen von EOS, und seiner Expertise im CAD-Design will das Conflux Technology Team leistungsfähigere Wärmetauscher entwickeln und die Produktionskosten senken.

Wärmetauscher sind Vorrichtungen mit welchen Wärmeenergie von einem Fluid auf ein anderes übertragen wird, und zwar ohne diese zu mischen. Die Tauscher verfügen über getrennte Netze, damit die betreffenden Flüssigkeiten bei unterschiedlichen Temperaturen zirkulieren können. Eine Wand unterteilt diese Netze und der Temperaturunterschied zwischen den Flüssigkeiten ermöglicht den Wärmeaustausch. Diese Geräte sind in Branchen wie der Automobilindustrie von entscheidender Bedeutung und erfordern eine gewisse Hitzebeständigkeit. Indem bei der Herstellung auf die additive Fertigung gesetzt wird, können Unternehmen komplexere Formen verwirklichen, Material einsparen und somit die Gesamtkosten optimieren.

Beispiele für Wärmetauscher aus dem 3D-Drucker (Bild: Conflux Technology)

Conflux Technology hat sich mit seinen Entwicklungen auch an den Motorsportsektor gewandt und verfügt bereits über Know-how zu additiv gefertigten Wärmetauschern aus Metall. Das Unternehmen entwirft maßgeschneiderte Vorrichtungen und entwickelt diese von der Konzeptionsphase bis zur Nachbearbeitung. Dabei werden jeweils die Anforderungen der einzelnen Hersteller in jedem Schritt berücksichtigt. Vor kurzem kündigte das Unternehmen die Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Dallara an und gibt bekannt, zukünftig die Metallwärmetauscher für deren Rennwagen herzustellen. Laut Angaben des Unternehmens besteht hier die größte Herausforderung in der Größe dieser Wärmetauscher.

Michael Fuller, CEO und Gründer von Conflux Technology, erklärt dazu folgendes: „Conflux-Wärmetauscher beziehen ihre Leistung aus hochkomplexen Geometrien, die die inhärenten Freiheiten der additiven Fertigung nutzen. Dallara stellte uns eine anfängliche Herausforderung, kleine Wärmetauscher zu produzieren, die strenge Leistungs-, Qualitäts- und Kostenziele erfüllen. Um dies zu erreichen, arbeiten unsere Ingenieure zusammen mit den Mitarbeitern von Dallara mit dem ultimativen Ziel, die grundlegende Effizienz im Automobil- und Motorsportsektor zu verbessern.“

Der Conflux Core™-Wärmetauscher (Bild: Conflux Technology)

Zu Beginn des Projekts führte Conflux Technology mehrere CAD- und CFD-Simulationen durch, um damit einen sehr detaillierten Überblick über die Leistungsmerkmale der Wärmetauscher zu erhalten. Anschließend waren mehrere Iterationen notwendig, um die Geometrie zu validieren, und die Modelle zu  testen. Insbesondere auch, um die Eigenschaften des Bauteils, wie z. B. die Oberflächenrauheit, zu analysieren. Das Unternehmen untergliedert diesen Prozess in vier Schlüsselschritte: Design, Simulation, Analyse und Wiederholung. Eine Erfolgskombination bei Conflux Technology, welche zukünftig zur Massenproduktion von 3D-gedruckten Wärmetauschern Anwendung finden könnte! Die offizielle Pressemitteilung finden Sie HIER.

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