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Daimler Buses entwickelt 3D-Druckzentrum im mobilen Container

Auf 17. Mai 2021 von Regina P. veröffentlicht
daimler buses

Die additive Fertigung ist heute zu einem festen Bestandteil der Automobilindustrie geworden. Die Technologie wird gerne zum Prototyping, für den Werkzeugbau aber auch für die Herstellung von Ersatzteilen eingesetzt. Auch bei Daimler Buses, einer Tochtergesellschaft des deutschen Automobilherstellers Daimler, wurde jüngst ein Pilotprojekt für den 3D-Druck von Ersatzteilen gestartet: Mit der Servicemarke Omniplus wurde ein 36 Quadratmeter großer mobiler Container konzipiert, in welchem additive Fertigungslösungen integriert sind. Mit diesem sollen Komponenten, in diesem Fall Ersatzteile, am Bedarfsort gefertigt werden können. Vorerst wird diese Produktionsfläche bei BusWorld Home (BWH) in Hamburg in Betrieb genommen. Das Ziel des Herstellers ist es jedoch, die Anzahl der digitalisierten und 3D-gedruckten Teile zu erhöhen und schließlich Online-3D-Drucklizenzen anzubieten. In einem von Daimler Buses zertifizierten additiven Fertigungszentrum sollen Kunden dann die Möglichkeit erhalten, ihre individuellen Teile zu fertigen.

Das deutsche Unternehmen zählt seit einigen Jahren zu den Befürwortern der additiven Fertigung, welche bereits seit über 30 Jahren bei der Herstellung von Prototypen eingesetzt wird. Heute stellen die 3D-Druck Verfahren eine effektive Methode zur Herstellung von Ersatzteilen, beispielsweise für Oldtimer oder im Fall von Daimler für Busse, dar. Derzeit hat Daimler Buses nach eigenen Angaben über 40.000 Ersatzteile in 3D gedruckt. Berichten zufolge arbeitet das Unternehmen derzeit an 7.000 weiteren Modellen und bietet damit eine ziemlich beeindruckende Angebot von 3D-Dateien. Mit der Entwicklung mobiler Mikrofabriken will es noch weiter gehen und ein lokales, schnelleres und umweltfreundliches Fertigungsmodell anbieten.

Dank der additiven Fertigung kann der Automobilhersteller zahlreiche digitale Ersatzteile bei Bedarf drucken (Bildnachweis: Daimler Buses)

Daimler Buses und seine mobile Fertigungseinheit

Der zwölf mal drei Meter große Container wäre leicht per Lkw zu transportieren und würde für den Betrieb Strom und einen Internetanschluss benötigen. Im ersten Raum finden Anwender eine HP Jet Fusion 4200 Maschine sowie eine Verarbeitungseinheit, weloche das Material (in diesem Fall ein Polymerpulver) mischt, lädt und eine schnelle Abkühlung der Teile ermöglicht.  Im zweiten Raum befindet sich eine Entlötlösung, ein Luftfilter und eine Klimaanlage. Ziel ist es, eine rundum Lösung zu bieten, welche die Konstruktion von Qualitätskomponenten ermöglicht – von der Modellierung bis zur Nachbearbeitung.

Bernd Mack, Leiter Kundendienst und Teile bei Daimler Buses, sagt dazu: „Durch die mobilen 3D-Druck-Center können wir die Vorteile des 3D-Drucks weiter ausspielen und nehmen noch mehr Geschwindigkeit in der Bereitstellung von Ersatzteilen auf. Durch die bedarfsgerechte, dezentrale Fertigung werden Lagerhaltungskosten vermieden und Transportwege verkürzt. Somit können wir mit dem 3D-Druck nicht nur schnell, flexibel und wirtschaftlich auf eingehende Kundenbedarfe reagieren, sondern verbessern auch unseren ökologischen Fußabdruck für die Produktion von Ersatzteilen“

Die Ausstattung in einer der Einheiten (Bildnachweis: Daimler Buses)

Die additive Fertigung stellt mit diesem Vorhaben einmal mehr ihre Vorteile in Bezug auf eine bedarfsgerechte, lokale und effiziente Produktion unter Beweis. Die Teams des „Center of Competence 3D-Printing“ bei Daimler Bus arbeiten derzeit an 7.000 neuen Teilen: Diese sollen digitalisiert werden, um den digitalen Bestand des Herstellers zu erweitern. Die 3D-Dateien umfassen unter anderem Druckanweisungen für jedes Teil, was den Herstellungsprozess zukünftig noch schneller machen soll.

Schließlich können Kunden in Zukunft auf der Omniplus On-Webseite 3D-Drucklizenzen erwerben und deren Fertigung in einer der mobilen Einheiten anfordern. Das sei jedenfalls das Ziel von Daimler Buses. Das Unternehmen will den Einsatz dieser Container demokratisieren. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Pressemeldung.

Was denken Sie über diesen Ansatz von Daimler Buses? Lassen Sie uns dazu gerne einen Kommentar da oder teilen Sie uns Ihre Meinung auf Facebook, TwitterLinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter.

*Bildnachweise: Daimler Buses

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