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Cura: Einer der beliebtesten Slicer auf dem Markt des 3D-Drucks

Auf 28. Juli 2021 von Sandra S. veröffentlicht
Cura

Um das 3D-Modell in eine G-Code-Datei umzuwandeln, welche dem 3D-Drucker alle nötigen Anweisungen liefert, wird eine Slicer-Software, kurz Slicer, benötigt. Mittlerweile gibt es auf dem Markt der additiven Fertigung eine große Auswahl an Slicern, wobei Cura, der 2014 von David Braam entwickelt und später von Ultimaker übernommen wurde, zu den Beliebtesten gehört. Es handelt sich um eine Open-Source-Software, die auf dem globalen Markt für additive Fertigung wahrscheinlich am weitesten verbreitet ist. Die neueste Version von Cura ist 4.10, welche im Juni 2021 veröffentlicht wurde. Cura verzeichnete bereits 2019 über 600.000 Nutzer und wurde wöchentlich für über 2 Millionen Druckanwendungen verwendet. Nun bleibt die Frage offen: Was macht diese Slicer-Software so beliebt?

Zu den Hauptvorteilen von Cura zählt sowohl seine Benutzerfreundlichkeit, als auch die Unterstützung verschiedener Dateiformate sowie die Kompatibilität mit vielen 3D-Druckern. Die unterstützten Dateiformate sind STL, OBJ, X3D und 3MF. Obwohl Cura Teil des Ultimaker-Ökosystems ist, ist es auch mit Druckern von anderen Herstellern kompatibel. Die Software ist nicht nur zu 100 % kostenlos, sondern auch in 15 Sprachen verfügbar, sodass Anwender auf der ganzen Welt sie so einfach wie möglich nutzen können. Ein weiteres Merkmal, das zu seiner Beliebtheit beiträgt, ist die Tatsache, dass es mit den gängigsten Betriebssystemen, Windows, Mac und Linux, kompatibel ist. Nicht zuletzt bietet die Tatsache, dass Cura sowohl für Windows- als auch für MacOS-Plattformen zertifiziert wurde, zusätzliche Sicherheit.

Cura

Cura ist der am häufigsten verwendete Slicer im 3D-Druck.

Wie funktioniert Cura?

Cura hat eine intuitive Benutzeroberfläche, die es Ihnen erlaubt, gleich zu Beginn zwischen zwei Modi zu wählen: dem empfohlenen Modus und dem benutzerdefinierten Modus. Der empfohlene Modus ist besonders geeignet, um mit wenigen Klicks das gewünschte Druckergebnis zu erzielen, ohne manuelle Änderungen an den Einstellungen vornehmen zu müssen. Der Anwender kann grundlegende Parameter wie die Höhe der einzelnen Schichten, die Haftung und die Stützstrukturen definieren. Konkret ist die Software in der Lage, die optimale Ausrichtung des Teils sowie die Füllrate, die Erzeugung optimierter Stützen zur Minimierung der Nachbearbeitung, die Schichtdicke und mehr zu wählen, nicht zuletzt um dem Anwender Zeit zu sparen. Daher stellt sie eine gute Option für Einsteiger dar.

Der benutzerdefinierte Modus ermöglicht es dem Benutzer, aus über 400 verschiedenen Einstellungsoptionen zu wählen. Zusätzlich zu den Grundeinstellungen wie dem Hinzufügen von Stützstrukturen oder der benötigten Füllmenge können weitere Optionen einfach hinzugefügt werden. Mit dem Vorschaumodus kann sich der Anwender außerdem ein Bild davon machen, wie Cura das Modell schneiden wird. Dies ist eine ergonomische Funktion, welche die Benutzerfreundlichkeit erhöht.

Des Weiteren ist es möglich, das verwendete Filament in Form von Profilen vor dem Druck auszuwählen, sodass die Einstellungen automatisch entsprechend geändert werden. In der neuesten Version hat Cura z. B. das Profil für PETG aktualisiert. In diesem Video können Sie sich ein Bild von den Profilen und einigen Einstellungsmöglichkeiten machen:

Cura ist Teil eines ganzen Ökosystems

Da es sich bei Cura um ein Open-Source-System handelt und es weltweit eingesetzt wird, wird es ständig weiterentwickelt. Anwender können auf die Cloud von Cura zugreifen, die es ihnen ermöglicht, Druckanweisungen direkt an Drucker zu senden, ohne dass traditionelle Speichermedien wie ein USB-Stick benötigt werden. Außerdem können Nutzer mit einem kostenlosen Konto von überall auf ihre Projekte zugreifen. Weiterhin sind die Profile „Professional“ und „Excellence“ verfügbar, die Zugriff auf zusätzliche Funktionen bieten. So können Anwender über diese beiden Profile nun ihre eigenen CAD-Dateien in Cura importieren, was die gesamte Arbeit bei der Modellvorbereitung vereinfacht.

Über Cura Connect können die Druckanweisungen an mehrere Drucker gleichzeitig gesendet werden, die dann parallel arbeiten. Mit dem Tool können Sie verschiedene Druckaufträge auf mehreren Ultimaker 3D-Druckern planen und verwalten. Über die Schnittstelle können Sie auch verfolgen, was gedruckt wird, welche Wartung erforderlich ist und viel mehr.

Mit Cura Cloud können Sie auch auf eine Reihe von Plugins zugreifen. Am gebräuchlichsten ist wohl die Möglichkeit, CAD-Daten direkt aus Software wie SolidWorks, AutoCAD oder Siemens NX in den Slicer zu schieben. Hierbei ist es nicht nötig, verschiedene Austauschformate zu durchlaufen – alles ist in einem Tool integriert.

Cura

Mehrere Plugins sind verfügbar.

Wissenswert ist außerdem die Tatsache, dass Cura je nach gewähltem Material unterschiedliche 3D-Druckprofile integriert, dank des im April 2018 gestarteten Material Alliance Programms. Im Rahmen dessen arbeitet Ultimaker derzeit mit mehr als 80 Filamentherstellern weltweit zusammen, hat deren Materialien getestet und bietet als Ergebnis voreingestellte Profile an. Zu den Partnern gehört unter anderem der französische Hersteller Kimya: Wenn Sie ein Teil mit dessen ABS-ESD 3D-drucken wollen, bietet Ihnen Cura optimale Einstellungen. Diese können natürlich nach Belieben geändert werden.

Schließlich ist zu beachten, dass es heutzutage eine große Gemeinschaft aktiver Anwender gibt, die den Austausch von Best Practices und Empfehlungen für den Einsatz von Cura ermöglicht. Das Forum wird jeden Tag bereichert, was Ihre Nutzungserlebnis stark verbessern kann.

Haben Sie bereits Erfahrung mit Cura? Lassen Sie uns zu diesem Thema gerne einen Kommentar da oder teilen Sie es uns auf FacebookTwitterLinkedIN oder Xing mit. Möchten Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach erhalten? Dann registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter!

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