menu

Was macht den Slicer Cura so beliebt?

Auf 23. April 2020 von Sandra S. veröffentlicht

Zum Drucken per 3D-Drucker wird eine Slicer-Software benötigt, um das zuvor entwickelte Modell in einem sogenannten G-Code zu überführen, ein Textdokument, das dem Drucker Hinweise zum Druckvorgang eines Modells gibt. Einer dieser Slicer ist Cura, das von David Braam 2014 entwickelt und dann von Ultimaker übernommen wurde. Es handelt sich bei der kostenlosen OpenSource Software Cura um die weltweit beliebteste 3D-Drucksoftware. Aktuell liegt Cura in der Version 4.5 vor. Bereits im Jahr 2019 verzeichnete Cura 600.000 Nutzer und jede Woche wird sie für über 2Mio Druckanwendungen verwendet. Doch was macht Cura so beliebt?

Einer der größten Vorteile von Cura ist dessen übersichtliche Anwendung und Unterstützung verschiedenster Dateiformate und Drucker. Unterstütze Dateiformate sind STL, OBJ, X3D und 3MF. Obwohl Cura zum Ökosystem Ultimakers gehört, werden auch die Drucker anderer Hersteller unterstützt. Cura erlaubt sogar die Auswahl des eigenen Druckers, sodass automatisch Spezifikationen des Druckers beachten werden können und ein möglichst optimales Druckergebnis ohne viel Aufwand auf Seiten des Nutzers zu ermöglichen. Die Softwarte ist nicht nur 100% kostenlos und somit auch für den Hobbybedarf von Interesse, sondern ist auch durch in 15 Sprachen vertreten, sodass Anwender auf der ganzen Welt sie möglichst einfach bedienen können. Ein weiterer Grund für die Ansprache einer weit gefächerten Zielgruppe ist mit Windows, Mac und Linux die Kompatibilität mit den gängigsten Betriebssystemen.

Die Funktionsweisen von Cura

Cura überzeugt besonders mit einer simple Oberfläche, die es erlaubt, direkt zu beginn zwischen zwei Modi zu wählen: dem empfohlenen und dem benutzerdefinierten Modus. Der empfohlene Modus eignet sich besonders dafür, per möglichst wenig Klicks zum Druckergebnis zu gelangen ohne selbst zwangsläufig langwierige manuell Modifikationen der Parameter vornehmen zu müssen. Der Nutzer ist in der Lage, grundlegende Parameter wie die Höhe der einzelnen Schichten, die Adhäsion und Stützstrukturen einstellen.

Bei Wahl des benutzerdefinierten Modus kann der Nutzer hingegen zwischen mehr als 400 verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten wählen. Modelle können so neben den Grundeinstellungen wie dem Hinzufügen von Stützstrukturen oder der Wahl der Füllungsmenge auch das Modell verschieben, skalieren, rotieren und spiegeln. Außerdem ist es möglich vor dem Drucken das verwendete Filament in Form von Profilen auszuwählen, sodass die Parameter entsprechend automatisch modifiziert werden. Zu den Profilen und über einige der Einstellungsmöglichkeiten können Sie sich in diesem Video ein Bild machen:

Cura ist Teil eines ganzen Ökosystems

Cura entwickelt sich stets weiter was die Vernetzung betrifft. In der neusten Version 4.5 ist es dem Nutzer möglich, auf Curas Cloud-System zuzugreifen. Dieses ermöglicht die Übermittlung des G-Codes direkt an Drucker ohne, dass dabei auf traditionelle Speichermedien wie USB-Sticks zurückgegriffen werden muss. Per Cura Connect kann der Druckauftrag an mehrere Drucker gleichzeitig versendet werden, die dann gleichzeitig drucken, oder den Auftrag an den freien Drucker versenden. Außerdem kann der Nutzer dank einer Backup Cloud an einem Projekt arbeiten und dieses anschließend von verschiedenen Standorten aus aufrufen, wofür lediglich ein kostenloser Curaaccount benötigt wird.

Zudem können Accountbesitzer auf den Marketplace zurückgreifen. Dieser gliedert sich im Wesentliche in zwei Bereiche: Plugins und die Unterstützung von Drittanbieterdruckern. Die Verwendung von Plugins ermöglicht die nahtlose Integration in SolidWorks, Autodesk und Siemens NX.

Mehrere Erweiterungen sind verfügbar

Die Unterstütung von Drittanbieterdruckern besteht darin, dass auch diese als Profile im System hinterlegt sind oder aber von den Nutzern aktiv hinzugefügt werden können. Zweck dieser Hinterlegung ist, dass so Spezifikationen des Druckers von Cura berücksichtigt werden und das Programm so automatisch Vorschläge für die Druckeinstellungen macht. Neben den Druckerprofilen sind auch verschiedene Filamente hinterlegt. Dies ist Teil Ultimakers „Material Alliance Program“, bei dem Ultimaker mit mehr als 80 weltweiten Partnern zusammenarbeitet und mehr als 100 verschiedene Filamentprofile aufgenommen hat. Weitere Informationen und die Downloaddatei finden Sie zudem hier.

Benutzen Sie Cura bereits? Möchten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten im 3D-Druck und der Additiven Fertigung direkt und bequem in Ihr Postfach? Registrieren Sie sich jetzt für unseren wöchentlichen Newsletter und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter um stets auf dem Laufenden zu bleiben! Außerdem sind wir auch auf LinkedIN und auf Youtube zu finden.

Teilen Sie Ihre Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

de_DEen_USes_ESfr_FR
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Erhalten Sie jeden Mittwoch eine Zusammenfassung der neusten News rund um den 3D-Druck
Unsere Website verwendet Cookies. Bei Verwendung unserer Website und der Zustimmung dieser Meldung erlauben Sie uns, Cookies gemäß dieser Erklärung zu verwenden.Erfahren Sie mehr über Cookies Einverstanden

3Dnatives is also available in english

switch to

No thank you